Der Stolperstein ist weg

So ist das nun mal mit dem Deutsch sein. Vergangenheit.
Entweder wird damit umgegangen oder ist Spielball der Interessen. Ich gehe lieber damit um und gucke bei Antinazidemos auch mal einem Bereitschaftspolizisten, der das Urteil eines einfach gestrickten Richters verteidigen muss, böse/entschlossen an. Das kann auch mal einen Sonntag dauern. Ist auch lustiger als sich das Entscheidungsfindungsgefasel eines einfach gestrickten Richters auf dem Golfplatz anhören zu müssen.
Besonders gut finde es wenn so eine Unfassbarkeit wie die Shoa eine Fassung bekommt. Ich meine jetzt nicht diese zementtote Bertroffenheitsorgie dieser Möchtegernjüdin Lea Rosh. Das ist ein normales Denkmal: Leute hocken sich drauf, essen dort ihre Stulle und pinkeln nachts an den Sockel.
Ich meine die Stolpersteine des Herrn Demnik. Das Grauen war überall. Ist.

Und so schlurrt der Verfasser am Untermainkai entlang und entdeckt bei Hausnummer 30 eine Plombe.

Bei sowas werde ich zum Blockwart. Echt. Diese Bappsäck wollen die Vergangenheit nicht vor der Haustüre haben. Recherche ist nötig. Wer. Was. Wann.
Und siehe es wurde ein Stein verlegt: Am Untermaikai 20
(Steinschneider, Adolf Moritz,20.6.1894 Untermainkai 20 interniert Vichy-Frankreich, 11.6.1944, gestorben 15.10.2004)
Und da ist er auch:

Ob die sich wohl bei der Verlegung in der Hausnummer geirrt haben?

Ich schweife ab.

Die armen Menschen wurden damals auch durch Kennzeichnungen, die sie offen zu tragen hatten gepiesackt. Gelbe Sterne, rosa Dreiecke……

Die letzte Kennzeichnung in Deutschland war der Säuferbalken im Führerschein. Vom Verfassungsgericht abgeschafft.
Doch jetzt denken Politiker über eine Markierung in Pässen nach: Wer in die Ecke von Dschihadistan verreisen möchte bekommt eine Markierung in den Pass. Zwecks der Fahndung. Passt gerade zu gut. Keiner mag die IS. Ich auch nicht.

Aber warum höre ich keine Empörung von NSA-geproofter und empörter Seite? Nix!
Also wird demnächst mein Pass folgende Markierungen enthalten: Wählt seltsame Gruppierungen, trinkt Apfelwein pur, kann Handkäse machen, überzieht den TÜV mehr als ein halbes Jahr und geht gerne zu Fuß.

Ich habe ein Problem.

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2 Gedanken zu “Der Stolperstein ist weg

    • Nö, da war nie(?) einer oder höchstens kurzfristig.
      Ich denke, die haben sich bei der Verlegung in der Hausnummer geirrt was die Sache wiederum witzig macht.
      Allerdings lebten am Untermainkai sehr viele Juden. Das war nachdem das Judenviertel hoffnungslos überfüllt war als Ausweichfläche gedacht. Damals ein ganz übler Morast mit einhergehender Schnakenplage….

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