Der Wollpullover muss weg

“Puuh, diese Hitze.”
“Weißt du noch diese Freude als wir ungeschoren davonkamen?”
“Haken dran.”
“Etwas wenig Schatten.”
“Das was uns die Ziegen halt so übrig gelassen haben.”
“Sollen doch Matratzen fressen, die Mistviecher!”
“Genau!”
“Hast du das von den Menschen gehört?”
“Was schon wieder?”
“Na DAS”

“mad dogs…..”
“määh”

Wir schweifen um und singen im Chor:

Die Rennbahn muss weg(2). Mit Faktencheck.

Hach, was waren das noch Zeiten als man so einfach daherlügen konnte und Leute taten so als ob sie das glaubten. Dann kamen die Tatsachen und mit den Tatsachen die vollendeten Tatsachen. Die Leute taten immer noch so als ob sie das glauben. Die ersten fingen an das was Tatsache genannt wurde zu glauben. Mit der Jahrtausendwende kam plötzlich der Fakt auf. Fake mit t am Ende. “Das ist Fakt!” war plötzlich der Tropfen Espresso in der einlullenden Welt der Talkshows. Die Leute taten immer noch so als ob sie das glaubten. Einige glaubten das. Die ersten fingen an die Fak(e)ten nachzuplappern.
Um nun die Fakten zu Fakes zu rerhetorisieren wurde der Faktencheck eingeführt. Den machen dann auch die gegnerischen Parteien und alle anderen manipulatorisch tätigen Neutralen. Die Leute werden so langsam zum pawolwschen Hund verFnordet.

Dann will auch mal. Es geht um das Topthema in Frankfurt: Der Galopprennbahn-Deal mit DFB und dem Bürgerbegehren des Rennclubs.

JA!
Der Faktencheck zum Bürgerbegehren Galopprennbahn

Fußball ist sicher.
Einige Hundertschaften freundlicher Polizisten, gründliche Personenkontrollen, alkoholfreie Getränke in unzerbrechlichen Kunststoffgefäßen und unverdauliche Lebensmittel sorgen für Ihre Sicherheit. Die Ecken mit den Radaubrüdern werden freundlicherweise mit bengalischen Warnfeuern beleuchtet.

Pferderennen sind elitär und verleiten zum Glücksspiel.
Eine Familienkarte für die Rennbahn kostet 15€. Da bleibt im Gegensatz zum Eintrittspreis beim Fußball von etwa 50€ pro Person noch viel zu viel Geld zu Zocken übrig.

Rennpferde sind sündteuer und Fußball schafft Arbeitsplätze
Für das was so ein mittelmäßiger Fußballer kostet könnte man ein Gestüt locker einige Jahre betreiben. Deshalb müssen die Tiere zur Zucht herhalten und enden üblicherweise als Sauerbraten während hingegen so ein Fußballer locker einige windige Scheidungsanwälte finanzieren kann.

Fußball stärkt die körperliche Konstitution
Ja, sie müssen eine Halbzeit auf der Tribüne aushalten weil doch so ein Rumpelkicker mal aus Versehen einen Ball ins Tor zirkeln könnte. Das stärkt die Blase.

• Die Rennbahn ist immer verschlossen.
Das Stadion zwar auch, aber das interessiert in diesem Zusammenhang nicht. Im Übrigen ist das Haupttor immer offen – aber wer will schon auf die Driving-Range oder in die dortige Gastronomie. Schließlich schenken die Alkohol dort in Gläsern aus. (Übrigens: kann denn einer mal erklären warum unsere Politiker immer durch die Stallungen, also hintenrum, auf die Rennbahn wollen? Dort werden sie höchstens noch vom Gaul getreten.

Die Rennbahn ist pleite.
Die sind halt einfach zu blöde Gelder zu beantragen. Das ist wie mit den Autorennstrecken, den Hallenbädern, den Leichtathletikstadien. In Frankfurt ist außer Fußball kein Spitzensport mehr möglich.
Der DFB bietet in seiner Akademie dann bestimmt auch Kurse in der Art von “Wie locke ich die Hinterbänkler auf unsere Seite”
oder “Euer Image – Eure Stadionruine” an.

(Wie sie wohl Olaf Cunitz und Markus Frank rumgekriegt haben?)

Ich schweife ein:

JA!
Gehen sie morgen zum Bürgerbegehren Galopprennbahn

Die Pizza muss weg

Ja, ich verfüge über ein Haustier. Das heißt das Haustier verfügt über mich. Dafür verteidigt es mich auch tapfer gegen meine bessere Hälfte. Nicht, dass ich ihm das befohlen hätte. Auf Befehle reagiert es eh’ nur mit Krach. Auf zu laute Musik auch. Quasi ein Zenmeister.

Diesen Zenmeister habe ich Ende des letzten Jahrtausends von meinem Großvater geerbt. Der hat ihn mit Gummibärchen und Tonnen von Schokolade (absolut tödlich) bei Laune gehalten. Bei mir bevorzugt er neben der Standardgabe aus dem Zoohandel eher Joghurt, Kartoffelchips, gekochte Eier und Pizza. So eine Pizza zum Rumsauen mit viel Tomatenzeugs. Die ideale Ausführung gibt es in der Pizzeria Vabene.

Ich gehe da zugegebenerweise nicht hauptsächlich wegen der Pizza hin. Eher wegen dem Volk da. Preungesheim halt.

Das letzte Mal war “Frauen-unter-sich” während ich wartete.
“Du – ich habe zehn Kilo nach der Schwangerschaft”
Die Wirtin: “Isch nix. Ganz wie vorher”
Eine andere Frau betritt das Lokal und gesellt sich dazu.
“Du hast doch vierzig Kilo”
“Ja, alles wieder weg. Ganz wie vorher.”
Pause. Die Zehnkilofrau nimmt den Gesprächsfaden wieder auf.
“Ich steh mehr auf Brust.”
Sie drückt sich die Teile zurecht.
“Nicht so auf Arsch” wird fortgesetzt und steht auf.
“Du bist eher Arsch.”
Sie hebt die Bluse der Dazugesellten hoch und drückt das prächtige Hinterteil in Form.
“Ihre zwei Lasagne sind fertig”
Die Dazugesellte zieht die Bluse nach unten. Streift glatt nimmt ihr Lebensmittel und geht.

Ich schwiff ab

und bringe nicht auch noch eine Pizzarezept mit gefaltetem Teig.

(Von wegen Pizza macht dick und träge.)

Das Kurzgebratene muss weg

Der Gartensalat auch.

Wir waren da mal in Wien. Über Pfingsten. Das war ungünstig weil da was europäisches mit kreischenden B-Musikern zum Besten gegeben wurde. Wir konnten die letzten Zuckungen in einer rumänischen Gaststätte namens Donaudelta auf mindestens Zwanzig 55 Zoll Bildschirmen bewundern. Auf rumänisch. Die gummiartigen Cevapcici konnten mit dem -logisch- rumänischen Schnaps in Zaum gehalten werden.
Grundsätzlich war der Termin so ungünstig dann doch nicht weil die ganze Stadt voller glücklicher schwuler Pärchen war. Schon süß anzuschauen. Wirklich. Der ESC scheint ein schwules Hochfest zu sein. Hat was. Vor allem mit Käseigel in der Bentobox. Wenn jetzt auch noch die Bäume geblüht hätten….

Ansonsten ist das Wien sehr ostig das Wien. Richtig ostig sogar

Auslage in Arbeit

Die Vororte riechen etwas nach feuchter Braunkohle, das Zentrum nach Pferd, die öffentlichen Verkehrsmittel haben Patina und die Bahnhöfe sind sauber. Wäre der Osten mal so geblieben dann hätten sie jetzt ihre blühenden Landschaften. So haben sie Pegida und nicht mal ein anständiges Kaffeehaus in Dresden. In Leipzig auch nicht. In Wien auch nicht.

Wir haben das probiert. Im Landtmann gab pro japanischem Reisebus eine Zeitung. Das Hawelka war voll und das Demel gehört einem Wiesbadener Türken der auch die Ecclestone Entourage befüttert. (Vorsicht ganz Übles Soundfile)
So hat es uns dann die Nichtganzsoinnenstadt geführt. Tja – ich muss sagen:

Feinkost

Das war wie früher. Das Wiener Schnitzel entfettet. Die Panade/das Panier exakt so stark wie das Fleisch. Deshalb gibt Salat dazu. Nur Salat. Kleingeschnitten und durchgezogen. Keine mümmelgerechte Ganzlattigkeit mit Crossover-Schnickschnack.
Das Saftgulasch hat bestimmt schon ein paar Tage auf dem sorgfältig geschmorten Buckel. Zu den sieben Fleischstücken gab es genau sieben halbe Salzkartoffeln. Diese haben genau für die Soße gereicht. Das nenne ich Handwerk.
Das gesottene Rindfleisch schwamm in einer ordentlichen Brühe. Es kann dort bestimmt tagelang schwimmen ohne dass es auslaugt.
Der Meerrettich -ja der heißt dort Kren- ist natürlich frisch gerieben.
Im Prinzip die Küche bevor die Fertigsoße und das Convenience-food auf die Menschheit losgelassen wurde.

Jetzt bin ich aber mal abgeschwiffen.

Oder auch nicht.
Warum muss man denn ein paar hundert Kilometer* fahren um ein anständig gekochtes Essen zu bekommen?
Kann das mal einer erklären?

*Zu den paar hundert Kilometern zählt natürlich auch Oberfranken und die Oberpfalz aber garantiert nicht (mehr) das Protektorat Ostelbien.

Oberursel muss weg

Jetzt hat es Oberursel erwischt, ausgerechnet Oberursel. Friedlich entspannt dümpelt es am Rande des Taunus vor sich hin und ist mit der U3 von Frankfurt aus bestens zu erreichen. Wenn man in die Stadt zurückwandern will geht das am idyllischsten über den Mühlenwanderweg. Es gibt dort zwar bis auf die Schuchardmühle keine Mühlen mehr und die wird auch nur von einem quietschbunten Gartenzwerg betrieben. Meiden sollte man Oberursel im frühen Oktober wenn die zahlreichen Esskastanien von den Bäumen prasseln. Der Morgenstern des kleinen Mannes halt.

Und ausgerechnet jetzt kaufen sich zwei Leute drei Liter Wasserstoffperoxid im Baumarkt und die Verkäuferin merkt das. Meldet das. Die Polizei stürmt los und findet das Zeug vollständig, dazu noch Spiritus, eine angebliche Rohrbombe und Krempel. SEK-Leute stehen vermummt mit dem MG vor der Bude während innen Leute in Einweganzügen den Kühlschrank durchchecken. Olfaktorisch. Vor dem Gebäude stehen zwei Hundertschaften in Vollausstattung und machen das was sie immer machen: wichtig gucken und Kaffee trinken.

Spätestens jetzt kommt der Hmmmpf-Faktor ins Spiel. “Wir brauchen ein Verbot aus Sicherheitsgründen!” Das Radrennen war passend und wird sogleich staatstragend verkündet. Hundert Karnickelzuchtvereine bleiben auf ihren Bratwürsten, Käsestangen und selbstgebackenen Kuchen sitzen. Die Vorstände haben Probleme bei der nächsten Hauptversammlung entlastet zu werden. Der Veranstalter war wohl schulterzuckend versichert.
Demnächst haben wir den G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Kosten: Bund 81 Millonen, das Land Bayern 131 Millionen. Dafür wird dann eine Mautstraße saniert und ein Hubschrauberlandeplatz gebaut und wieder abgerissen.
Wird wahrscheinlich teurer. Für das Geld hätte man einige Autobahnbrücken sanieren können. Ohne Maut.
Es finden sich bestimmt auch wieder ein paar Primaten, die eine Mülltonne anzünden. Das reicht dann als Begründung für diesen Irrsinn. Wie bei der EZB-Eröffnung.

Ich schweife ein.

Es geschieht alles nur aus Menschenfreundlichkeit und dient ihrer Sicherheit.


(Symbolbild)

Die Mikrowelle muss weg

Das hat jetzt mal gedauert. Drei volle Wochen. Nur damit ich der Patty ein taugliches Rezept für Malfatti posten kann. Ja, drei volle Wochen hat es gedauert bis sich das Druckrezept von diesen Spinatgolfbällen veronlined hat.

Nun die taugliche Variante für zahnlose Kassenpatienten nach dem silbernen Löffel:
1 Packung Ricotta – über Nacht abgetropft (besser im Tuch trockenziehen lassen)
250 Gramm frischer Spinat. Waschen und tropfnass in einen heißen Topf geben. Deckel drauf. Nach zwei Minuten ist er zusammengefallen. Im Tuch ausdrücken. Dann hacken.
(alternativ 1/2 Packung Tiefkühlspinat 5 Minuten im geschlossenen Gefäß bei 700 Watt auftauen lassen)
Je weniger Flüssigkeit im Ricotta und im Spinat ist desto besser.

In der Pfanne Butterschmalz erhitzen, mit mindestens einer Knoblauchzehe aromatisieren, Spinat dazugeben und kurz durchschwenken.
Den Spinat ordentlich mit dem Ricotta, 50 Gramm geriebenen Parmesan oder anderem schmackhaften Hartkäse und einem Ei vermanschen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Ordentlich würzen.
Mit zwei Löffeln oder den Fingern kleine Nocken, Klößchen, Batzen etc formen und gründlich in Hartweizengrieß wälzen. (Der Hartweizengrieß fällt beim Kochen größtenteils ab bewirkt aber, dass sich die Klößchen nicht im Wasser auflösen)

Die Nocken in heißes, aber nicht sprudelndes, ordentlich gesalzenes Wasser geben. Sie sind fertig wenn sie oben schwimmen.

Derweil 50 Gramm geklärte Butter in der Pfanne erhitzen. 15 Salbeiblätter darin schwenken. Blätter herausnehmen. Salbeibutter über die Malfatti gießen und nochmals mit Parmesan bereiben.

Und wie wir sehen: Es hat funktioniert – Die Malfatti sehen echt übel aus.

Jetzt bin ich aber mal abgeschwiffen.

In Kochbloggerkreisen ist die Mikrowelle offiziell des Teufels. Bei Esoterikern, Heilsteinauflegern und linksdrehenden Eurythmikern sowieso.
Ich finde das Ding ganz tauglich. Man kann darin Teller warm machen. Espressotassen auch. Schnell mal was auftauen – bekannt.
Aber ganz genial ist das Ding beim Butter klären.
50 Gramm Butter in einen Klarsichtbeutel packen. 1 Minute bei 700 Watt. Beutel über Eck aufhängen und sacken lassen.


(Ja, es sieht sehr ordinär aus)

Schon hat Mann flüssiges Gold und kann die Wandschränke in der Küche noch für einen gewissen Zeitraum abwehren.

Die Bilder müssen weg

Wie mache ich das jetzt – wo sich Leute, die ich bislang für recht intelligent hielt in die Reihe stellen lassen. Sie diskutieren über Bilder. Bilder von der EZB-Eröffnung. Bilder vom Stinkefinger. Katzencontent.

Mike Krüger sang mal ein Lied zur EZB Eröffnung: “Da darf man nicht sparn – da muss man Samstag fahrn wenn alle fahrn”. Klassischer Fall vom Hmmpfft. (Nächster Beitrag versprochen)

Ich schweife ab.

Mein ersten Bildchen, das mir auffiel war als die Lady Di zur Königin der Herzen erhoben wurde und seither huldigen ihr tausende Matronen für die sie lebend kein müdes Lächeln übrig gehabt hätte. Heiligenbildchen. Eine junge Frau heiratet. Zu jung. Die Ehe funktioniert nicht; sie beschließt zu leben. Es sei ihr gegönnt. Das passte halt nicht ins Bild besonders der Abgang nicht also machten sie eines. Ein gutes mit Haltbarkeit.
Das neueste Bildchen zeigt Feuer. Mülltonnen und Reifen. Der übliche Demokram. Bereits eingepreist.
Wenn nach einem verlorenen Zweitligaspiel eine U-Bahn zerlegt wird gibt das kein Bild – diesen Status hat ja bereits die Tabelle inne.
Die Feuerwehrleute, die Polizisten? Ohne das relativieren zu wollen: Das passiert jeden Tag. Schlimm hingegen ist die Tatsache, dass gute Polizisten und gute Feuerwehrleute sehr schwer zu finden sind. Sie hätten als echte Leistungsträger verdientermaßen feiern sollen, während die Businessuniformierten mal vorne stehen sollten. Wunschtraum. Es trifft immer die Falschen. 50% der Jugendlichen aus Spanien und ein ähnlich großer Anteil in Griechenland sind arbeitslos. Der Staat braucht sie nicht mehr. Sie sind Kostenfaktor. Gemachter Kostenfaktor. Entscheidungen müssen gefällt werden. Wie Bäume. Für Hochglanzprospekte zum Staats(aus)verkauf.


(Mein ständiger Protest – ich beschrifte das dem Bürger durch Privatisierung gestohlene Gut. Bringt auch nichts – so what.)

Ziviler Widerstand für Arme, stimmt. Irgendwo muss man ja anfangen wenn man nicht als Democlown oder Pappmascheefinanzkrakenbastler enden möchte.
Das war das Bild: Ziviler Widerstand ist jetzt böse und Terek al Wazir biedert sich mit einer hanebüchen kriecherischen Rede in Englisch an. Wahrscheinlich hat seine Bewerbungsmappe auch gleich dort liegen lassen. Das wäre unter Roland Koch nicht passiert. Der hätte soviel Bestech jüdische Erbsch Fakilaki eingesetzt dass Draghi deutsch gesprochen hätte.

Ich schweife mal kurz um
Fake, Varufakis. Das erklärt sich selbst. Jauch auch.
Was fällt diesem Bübchen nicht ein sich gegenüber einem Kabinettsmitglied eines befreundeten Staates zu benehmen wie ein Staatsanwalt für Hühnerdiebe? Die NZZ fordert zu Recht seinen Rausschmisss. Sowas hätte sich noch nicht mal Mc Carthy getraut.

und wieder ein.

Lasst euch nicht von den Bildern täuschen. Und. Setzen lassen. Höflich bleiben.
Und nicht Samstags fahrn wenn alle fahrn.