Die Effizienz muss weg

Den Mai kannste echt vergessen. Termine über Termine. Dazu noch so Termine die kein Mensch braucht.
Das fing schon im Januar an. Im Verein. Ich bin da in so einem somnambulen Zusammschluss nach länderhohheitlichem Vereinsrecht. (Das Leben ist kompliziert)

„Wir müssen jeden Monat etwas machen, damit uns die Öffentlichkeit wahrnimmt.“
„Was sind den für Aktionen geplant?“
„Vereinsspaziergang in eine Kneipe, wie jedes Jahr im Mai.“
„Vereinsbörse, dafür brauchen wir noch einen Termin.“
„Die in Oberdingharting machen ihre am 20. April, die in Rhauderfehn am 15. Juni und die in Schwarze Pumpe findet am 2. Juli statt.“
„Dann bleibt nur der Mai“
„Eine Neumitgliederwerbeaktion müssen wir auch noch machen.“
Die anwesenden Vereinsmitglieder kramen ihre Terminkalender hervor. Wichtige Geburtstage, Taufen, Tätigkeiten anderer Vereine werden verglichen.
Sie kennen das Ergebnis: Mai.
Natürlich braucht der Garten noch etwas Obhut, der Grill muss eingeweiht werden und sonst auch noch.
„Sell in may and go away“
Drei Monate auf einen reduziert. Das nenne ich Effizenz!

Nicht ganz so die Bundesregierung, besser das Gabrielministerium, tut sich mit folgender Aktion hervor:

effizient

Wenn ich also mein Haus zu Sondermüll mache bekomme ich etwas Zuschuss und kann für das Geld auf den Mond geschossen werden. Mit dem was so ein Weltraumflug an CO2 kostet  kann ich meine Bude mit lebenden Pinguinen, die zum Vergnügen der sadistischen Nachbarschaft ins Feuer werfe, heizen. Diese wurden höchst ökologisch  von  Arbeitssklaven auf Maultierkarren herbeigeschafft.

Jetzt aber mal die Einschweifung.

Heute gab es in Frankfurt Vollkultur. One Day in Life vom Oberliebling des Kulturbetriebs Daniel Libeskind. Der Otmar Hörl für Fortgeschrittene. Wir haben uns auch ein Konzert gegönnt: Wille. Das heißt wir gingen rechtzeitig. Violine solo plus nicht kontrastierendem Synthesizer sollte unter das Folterverbot fallen. War auch nicht sonders voll da.

Auf der Rückfahrt mit der Straßenbahn wurden wir jedoch entlohnt. Nürnberger Ultras verübten ein Attentat auf unsere Straßenbahn und wir waren live dabei.
Zuerst stiegen sie vollvermummt über zwei Zäune.
Beweiszaun

um dann die an einer Straßenbahnhaltestelle stehende Tram zu brandmarken.
Keine-ahnung

Der Fahrer schimpfte vorschriftsgerecht und ging dann wieder in sein Kabuff. Wir fotografierten das Geschehene, die Attentäter auch. Nur Franken war das nicht. Ein Franke würde niemals bei einen offenen Gelände über einen Zaun steigen. So blöde sind die nicht. Das waren Frankfurter Ultras. Oder Offenbacher.

Was haben wir vermisst? Den

 

Gauck muss weg.

Dieser Beitrag hätte natürlich jeden anderen amtierenden Bundespräsidenten treffen können. Gauck ist halt gerade mal da, also nehmen wir den.

Schließlich geht es hier um das einzig legitimierte Staatsoberhaupt Deutschlands:

Die Queen wurde 90.

Huldvoll

Und Deutschland war nicht zu bremsen und wird nicht zu bremsen sein. Spätestens wenn die große Geburtstagsfeier im Buckingham Palast ansteht gibt es eine stundenlange Live Übertragung. Das im Öffentlich-Rechtlichen. In voller Länge werden Hochzeiten, Sterbefälle, Geburtstage und Corgiefürze mit einer Technikkavalkade übertragen von der Bayern-München nur träumen kann.
Das für ein Staatsoberhaupt von dem Engländer behaupten, dass sie dumm wie eine Kartoffel ist. Es gibt kein einziges taugliches Zitat von ihr. Sie muss ein Jahr üben um ein in einfachem Englisch aufgesetztes Schreiben wohlklingend zu verlesen. Der Rest wird gewunken, geritten und den Corgies beim Rülpsen gelauscht. Für so einen Traumjob würde ich auch solche Kleider anziehen.

Wo wir bei der Umstandsmode von Queen Mum wären. Oder besser beim Saufen:
„Ist das vernünftig? Du weißt doch, Du musst noch den ganzen Nachmittag regieren!“
(Zu ihrer Tochter, Königin Elizabeth II., als diese während eines Mittagessens ein Glas Wein trinken wollte.) Wahrscheinlich hatte sie in diesem Moment einen Gin-Tonic in ihren Händen.

Es gibt ein königliches Dreigestirn: Gin, Tonic und fortisierter Wein: QE2 nimmt Dubonnet.
Mum: Gin-Tonic. Alte Menschen brauchen viel Flüssigkeit.
QE2: Ein verlängerter Marini, auch Dubonnet Cocktail genannt.
Winston Churchill: Martini (Es ist vollkommen ausreichend wenn den Gin an einer Flasche Vermouth vorbei trägt.)
Waswegmuss: Indian-Tonic mit fortisiertem Wein aufgehübscht. Wunderbar an warmen Tagen. Ich nehme Lillet.

Was bin ich nur wieder abgeschwiffen.
Also zurück zum alten Rotweinpichler Gauck. Na, merken Sie was? Gell. Nix. Den gibt es gar nicht.
Der wurde ja noch nicht mal von Rolf Seelmann-Eggebert erwähnt. Geschweige denn interviewt.
Der kann weg.

Der Joschka-Fischer-Radweg muss weg.

Gut, das war jetzt etwas reißerisch und ein kommt wäre angebrachter gewesen. Aber der Corporate Identity muss Rechnung getragen werden. Ich hoffe sie sehen das ein.

Wie steige ich jetzt ein?
Mit Außenministern, vielleicht? Genscher war schon Ok. Hatte immer sein Scheckbuch und ein paar Wirtschaftleute im Gepäck. Wusste, dass man als Diplomat auch mal mit dem Teufel in die Sauna muss. Außerdem hat er sein ganzes Leben das gemacht was er für gut fand. Ob wir das gut finden müssen steht auf einem anderen Blatt.
Westerwelle hielt rein gar nichts von der Ukraine und das ausgesprochen. Außerdem hat er sich dem Irakkrieg enthalten.

Das wäre dem Abgeordneten Fischer niemals eingefallen. Der hätte vorher brav gefragt.

Wir müssen weiter zurück in der Geschichte. Der Turnschuhminister. Alle haben auf die Schuhe geguckt. Fehler: Er hat geschwört – der Kirchenstürmer.
Und er hat sich durchgesetzt. 5000 Kilometer Radwege in Hessen. Die wurden dann auch gebaut. Dort wo es am einfachsten war: Wo keine Autos fahren, wie hier in der Kaiser-Sigmund-Straße im Frankfurter Dornbusch.

Kommt weg.

Ein Radweg in einer verkehrsberuhigten Zone. Da fuhren in letzter Zeit nur diese Neo-SUVs: Lastenfahrräder mit E-Power. Der Zweit-Cayenne für das beschauliche Nordend. Klimaneutrale Fahrradnazis mit Dings. Wie heißt das noch mal? Aseptisch? Attitüde? Arschloch? Ich glaube es heißt Arschloch.

Wo wir bei Matthias Beltz wären:

Jetzt bin schon wieder abgeschwiffen.

Matthias Beltz über Fischer: „Joschka Fischer war früher schon ein Arschloch und er ist ein Arschloch geblieben.“

Die Grünen dürften erst nach knapp 30 erst mal in Zwangsklausur gehen. Die Leute haben dann doch lieber die AfD gewählt. Sie wollten mal von anderen vera***ht werden.
Wahrscheinlich werden die Radwege deshalb geschleift, so wie die ganzen grünen Hinterlassenschaften in Frankfurt. Damnatio memoriae hieß das bei den alten Römern.
Vielleicht reißen sie diese mittelalterlichen Rohbauten wieder ab und stellen das Technische Radhaus wieder hin. Das war wenigstens im Original hässlich.

Weg isser.

Und tschüss.

Der Weltfrauentag muss weg

Jedenfalls so wie er gerade verunanstaltet wird.
Mann kann ja gar nicht mehr irgendwo reingucken ohne vom Mimimi umraunzt zu werden. Die armen Frauen. „Weltfrauentag muss sein schließlich sind die restlichen 364/365 Tage im Jahr Männertage.“ Frauke und Beatrix argumentieren auch nicht anders.
Also müssen wir da mal wissenschaftlich ran.

Fangen wir mal bei den Viechern an. Denen mit Matriarchat.
Bienen.
Die Königin wird zur Legehenne, die Weiber halten die Bude sauber, kümmern sich um die Brut und die Männer fliegen nach der Begattung raus.
Bei den Gottesanbeterinnen ist das auch nicht besser. Sie fressen den Alten nach dem Geschlechtsakt auf. Ja, sie wissen sogar, dass der Alte mit abgebissenem Kopf noch kann. Sexismus pur. Ich kann allen vernünftigen Männern nur abraten einen auf Sixpack zu machen: Jungs – das ist tödlich!

Kommen wir zu den Säugern.
Nacktmulle

Schöne Albasterhaut, weiße Zähne, absolut Schmerzfrei. Enthaarungsmittel von Ebay.

Tüpfelhyänen

Wahnsinnig dicker Hals. Vermaskulisierung, was immer das auch wieder ist, angeblich arttypisch. Schreien den ganzen Tag herum.

Elefanten

Tolle Viecher! Baden den ganzen Tag, vergessen nichts und haben keine Waagen.

Wir sehen, zoologisch kommen wir auch nicht weiter.

Nehmen wir mal Königinnen und dergleichen als Maßstab:
Katharina von Medici, Katharina die Große, Elisabeth I., Jian Quing und jetzt Kims kleine Schwester: Knöcheltief im Blut.

Auch nicht besser.

Welche Frauen werden uns zum Frauentag im Fernsehen präsentiert?
Die Wüstenblume. Eine barbarische Tradition. Frauen beschneiden Frauen und Männer beschneiden Männer. Die Folgen bei den Frauen sind schlimmer.

Hannah Arendt. Sie hat immer Recht.

Sie passen aber sehr gut in das modernde Rollenbild. In das moderne Frauenrollenbild.

Wer wird nicht gezeigt?

Rosa Parks.
Das war keine Putzfrau.

Hildegard von Bingen.
Die hat sich von Obrigen auch nichts sagen lassen.

und viele andere mehr, die nicht in das moderne Frauenbild passen.

Was machen die Männer?
Sie passen sich in das moderne Männerbild ein. Ziehen ihr Holzfällerhemd an, gehen in den Barbershop und trinken Latte mit dem Strohhalm damit der Bart nicht schmutzig wird.

Ich bin schon wieder abgeschwiffen und warum schreibe ich den Weltfrauentagdings zum Equal Pay Tag? Seltsam.

Ich fasse das noch einmal für die Männlichkeit kurz zusammen:

1. Männer trinken nicht aus Strohhalmen. Nie!

2. Schenkt euren Frauen zum Weltfrauentag eine rote Nelke. Sie haben es verdient.


(Dazu mehr am 3. November)

Wein muss weg

Ich bin Banause und das ist gut so! Jetzt ist es raus.

Muss auch mal. Jede Minderheit hat mittlerweile seine Diskriminierungsbeauftragten, nur der Banause nicht. Und er braucht auch keine. Schließlich gehört es gewissermaßen zum Standesethos des Banausen die Diskriminierer einzunorden.
Es fing bei diesen griechischen Dauerloosern an. So ein paar faule Säcke, die den ganzen Tag nur dummes Zeug redeten und sonst zu nichts zu gebrauchen waren wollten sich einen Vorteil verschaffen indem sie die arbeitende Bevölkerung banausierte. So sagt der Historiker. Stimmt nicht. Die waren einfach zu blöde ein paar Ziegel ein paar Meter weit zu tragen ohne sie fallen zu lassen. Heute flötet der Bildungsbürger – Das Scherbengericht, eine Errungenschaft der frühesten Demokratie der Welt. Oder dieser Dings, der seinen Becher fortwarf um aus der Hand zu trinken. Runter gefallen und draufgetreten. Im Vollsuff! Wir Banausen wissen es besser.
Ein anderes Beispiel. Die Hochkultur. Oper. Cosi fan tutte. Beste Opera Buffo ever. Hat der Mozart in vier Wochen hingekloppt weil dem faulen Sack Salieri die Story zu flach war. Außerdem brauchte er die Knete. Wenn ich nun in der Opernpause neben so einem Bildungsbürger stehe, der dem Ding eine hochkarätig orient-/okzidentverschurbelte Deutung zu verpassen will kann ich nicht umhin lauthals über die gummiartigen Laugenbrezeln zu lästern. Gegebenenfalls muss dann auch noch der Wein herhalten, der ja im Theater viel besser schmeckt, weil es dort einen anderen Caterer hat.
Wenn die Bildungsbürger dann gucken wie ein paar Vögelchen, die aus dem Nest gefallen sind, habe ich mein Ziel erreicht: Der Oper den Stellenwert gegeben, für den sie gedacht war. Ich habe sie erfolgreich banausiert. Wobei; wenn es diese Inszenierung von diesem Betroffenheitsartisten Michael Haneke gewesen wäre: Keine Chance und ich bin Profibanause.
Allerdings komme ich an die Großbanausen, wie Gerhard Polt, Karl Valentin oder Arnold Hau noch lange nicht ran. Kann vielleicht noch werden.

Was bin schon wieder abgeschwiffen.

Hier sollte ein Weinbild hin. Weil ich keins zur Hand hatte wurde kurzerhand die heutige Brioche mousseline abgelichtet. Ich hoffe es konveniert.

Dosenkuchen

Für einen Banausen gibt es nur zwei Sorten Wein: Schmeckt und schmeckt nicht. Das reicht vollkommen.
Ich möchte das mal verdeutlichen. In einem Lokal steht der gesamte Weinsumms von Säure über Restzucker bis zum mittlerweile unvermeidlichen Obstladen auf der Karte. Was passiert?
Die Bildungsbürgerblase nimmt sich die Karten zur Hand und liest. Beim Säuregehalt bekommt der Erste einen Magendurchbruch. Der zweite vom Restzucker einen Zuckerschock und bei den Freunden der Obstauslage dauert es noch. Irgendwann fängt der erste an zu flöten: Pfirsich. Der zweite fällt mir einem reife Pflaume ein; gekrönt wird das Ganze meistens mit einem Hauch Vanille. Das Nachplappern kann stundenlang dauern und einem Banausen den ganzen Abend verderben. Er täuscht dann mit einem anständig mineralisch an und säbelt das Ganze mit einem Im Abgang richtig fetter Pferdearsch, so liebe ich das. ab.
Der Rest des Abends ist gerettet.

Schlammkuchen muss weg

Ich habe mir bei Tikersherk ein Blogstöckchen abgeholt. Mutwillig oder aus purer Dämlichkeit. Mutwillige Blödigkeit.
Ich dachte, wenn man Sex durch andere Worte ersetzt ändert sich am Interview auch nicht viel. Deshalb wird hier Schlammkuchen verarbeitet. Dachte ich.

Erst mal Musik *² für nebenher. Mit Vorspiel:

 

Welche Alternative bietet schlechter Schlammkuchen/ wobei: was könnte das sein?

Schlechter Schlammkuchen ist im Gegensatz zu gar kein Kuchen durchaus sättigend.
/
Fett, Gemüsereste, Dirt – luftgetrocknet. Haitianisches Nationalgericht.

Geht Geist und Schlammkuchen zusammen?

Unbedingt!
Ein degenerierter Europäer braucht hinterher einen Schnaps. Geist geht notfalls auch.

Wenn Schlammkuchen die schönste Nebensache der Welt ist was könnte dann die Hauptsache sein?

Touristen ausrauben.

Was bewirkt das Lesen dieser 11 Buchstaben in Ihnen?

Castro sollte einmarschieren und Hollande  endlich die 150 Millonen + Zinsen zahlen.

Nennen Sie drei Klischees?

Haitianer sind Sexobjekte reifer europäischer und amerikanischer Damen. 3 mal. 

Was hat Schreiben mit Schlammkuchen zu tun?

Man sollte mehr Bände über haitianische Schlammkuchen, afrikanischen Siebekies und Trink-Brackwasser im Gaza Streifen schreiben und nicht noch so eine dämliche Hitler Biografie.

Ich schweife ein.
Das Pantoufle meinte, dass die anderen von mir geschriebenen Worte auch noch einsortiert werden sollen: Es wären da noch : Sex, Motoröl, Flüchtlinge, Essen und Fussball. Alles andere wäre unsportlich. Geht auch ganz schnell.

Pornos* sind langweilig. Im Prinzip könnte Mann/Frau genau so gut einem Oszillographen zugucken. Das hätte wenigstens etwas Abstraktes. Also macht die Pornoindustrie etwas Comedy außen rum. Der Sex findet an Orten statt, die hauptsächlich von Junggesellen frequentiert werden. Motoröl verschmiert in der Autowerkstatt, in Billiardsalons, Bars und Ehebetten.
Sie lasen richtig – Ehebetten. Wenn sich dort so eine aufgedonnerte Lady lasziv breitbeinig vor ihnen ausbreitet würden sie höchstwahrscheinlich zum Flüchtling. Ich schon. Zum Kühlschrankflüchtling zumindest. Also Mann degradiert zu >Sexobjekt > Haiti macht die Kühlschranktüre auf. Nichts zum Essen, also kein Schlammkuchen, drinnen. Bleibt nur noch Fussball.

*Wobei Pornos. Diese aus den 60er und 70er Jahren. Die Männer hatten noch Pornobalken im Gesicht. Männer und Frauen Froteesocken mit Ringeln an oder dreckige Füße. Männer und Frauen mit Haaren. Alle hatten Gänsehaut vom ungeheizten Studio und dann noch diese stummfilmartigen Gesten, diese Mimik und diese Zuckungen. Kommt gut mit viel Volk, schönem Getränk und guter Musik. Viel besser als Zombiefilme. Ich glaube, die La Ola Welle wurde so erfunden.

*² Das ist die wunderbare Anne Bärenz† vom Frankfurter Kurorchester. Auf der CD Bon Voyage hat sie ein Lied namens Sextouristinnen gesungen: „Ich such mir einen Rastamann. Dem kauf ich dann einen Walkman.“
Sextourismus. Frauen dürfen das genauso wie Männer. Wie sie das genauso auslegen ist ihre Sache.

 

 

Die Mikrowelle muss weg(2)

Bratkartoffelverhältnis – ein wunderschönes Wort für ein geschlampertes Verhältnis, das keines ist. Es gibt, so wie es fiskalische Gründe für Hochzeit gibt, finanzielle Gründe es zu lassen. Das Verehelichen. Das war früher strafbar also hat Paar es kulinarisch besiegelt.

Ehevertrag

Die Kartoffeln schälen. Nach Feng-Shui-Regeln schnippeln.
Ein Plastikdings (mikrowellenfest) mit etwas Wasser befüllen. Beispielsweise Curcuma und getrockneten Majoran etwas einrühren. Was nun das Marinieren der Kartoffeln betrifft: Experimentieren! Garam Massala, Thymian, Knoblauch-Ginger-Paste. Egal.

In die Mikrowelle: 30 Sekunden bei 100% die Gewürze aufschließen. Kartoffeln dazu. 8 1/2 Minuten bei 80% garen. (Konservative können das natürlich auf dem Herd veranstalten, Thermomixer müssen draußen bleiben)
Kartoffeln abgießen, kurz abbrausen um die Gewürzkrümel zu entfernen. (Brennen gerne an)
Abtropfen lassen. Gegebenenfalls vor der Haustüre im Geschirrhandtuch trockenschleudern.
Neutrales Öl in die Pfanne. Guter Esslöffel reicht in der Beschichteten.
Bratkartoffeln bei mittlerer Hitze anbräunen. Zum Schluss noch etwas Butter für den Geschmack. Nach Gusto salzen. Fertig.

Wer gute Bratkartoffeln kann braucht auch nicht vor Testosteron zu stinken.

Ja, es hinkt aber irgendwie muss ja mal das Thema wechseln.

Zur Platte – Domplatte zu Köln würde ja auch passen.
Platte = Testosteronüberschuss. Krach, Ellenbogen, Dicker Hals.
Wenn es doch so einfach wäre. Nochmal.
Wenn es doch so einfach wäre müssten dann alle fürsorglichen Frauen als gestagentriefende Gebärmaschinen bezeichnet werden. Wäre schon arg. Macht man nicht. Aus Gründen. Weil es nicht stimmt. Beim Testosteron auch nicht.

Das hat etwas mit Kultiviertheit zu tun. Nicht mehr und nicht weniger.

Kultur und Gestank.
Ungewaschene Männer im besten Testosteronalter in der ungelüfteten Tram. Sommers. Ich frage mich ernsthaft weshalb so ein Drüsenkram, wie Moschus, Ambra, Zibet & Bibergeil in der Damenwelt so beliebt sind und die Küche nach einer Bratkartoffelaktion so nach Fett riecht.

Tikerscherk hat zum Hauptsache händisch geladen. Dem komme ich hiermit gerne nach.