Tomaten müssen weg

Gestern hatten wir mal wieder ein typisches Beispiel von deutscher Elite. Jögis Schönwetterkicker lassen sich von den wetterfesten Serben(?) abzocken und dann war der Platz schult. Gott sei Dank war noch der männliche Bad Guy der Populistenpartei AfD, Gauland, zur Stelle und hat sich despektierlich über einen deutschen Fußballer geäußert.
Die Meute richtet sich wie gewünscht aus und heult pflichtschuldig was das Krokodil so hergibt. Leute, die ich früher für intelligent hielt heulen natürlich mit. Schließlich geht es um Fußball und nicht um des Pudels Kern. Da darf man schon mal geistig etwas aussetzen.
Heute wurde natürlich dementiert. Ist so ein wenig wie Schäuble noch übte ein Drecksack zu werden. Heute dementiert er nicht mehr.

Ach ja, es geht um Tomaten dann will ich mal umschweifen.

Also wir waren da mal in Paris, ist ja nur 30 Euro von Frankfurt weg. Einfach.
Natürlich gibt es dort auch viele Wochenmärkte. Als typisch deutscher Billigheimer – so der Vorwurf – mussten natürlich die Preise verglichen werden.

Ochsenherzen sind total überbewertet.
Markt an der Bastille. Das Kilo Ochsenherzen zu 1,99, liebevoll dekoriert, reif, haben schon bessere Tage gesehen.

Unreife Ochsenherzen sind nur für die mittlere Führungsebene geeignet.
ScheckInn Frankfurt. Das Kilo unreife Ochsenherzen zu 2,99. In die Kiste gekippt, hatten noch nie gute Tage.

Ein Verpackungsmassaker
Perfetto Frankfurt. Tomaten unbekannter Sorte im Design zu 5,00. Frisches Gestängele.

Jetzt braucht natürlich niemand aufzujaulen was wir doch für tolle Wochenmärkte in Deutschland nicht haben und tollen Wochenmärkte preislich jenseits von Gut und Böse sind. Sind sie nämlich nicht. Nur die touristischen sind sackteuer.
Und mal ehrlich: Für diese Spezialitäten, die es dort erwerben könnten sind wir einfach noch nicht reif. Wahrscheinlich werden wir es auch nie mit diesen Hochgeschwindigkeits-Sterneköchen, die es offensichtlich nie über ein Hühnerbrüstchen hinaus geschafft haben. Vielleicht kippen sie ja auchmal Lakritz drüber – da jubelt das Rachlüsterne Volk.

Jetzt bin schon wieder – aber auch gleich wieder zurück bei den Tomaten.

Was fällt auf?
Die Franzosen, geben sich Mühe werfen so leicht nichts weg. Das Einkommen dürfte zum Auskommen reichen.
Der Edeka-Markt, bemüht sich Auswahl da zu haben. Das reicht.
Die REWE-Tochter schafft ein Label. Das erinnert an aktuelles Management, bei dem das Firmenwohl von der Einhaltung der Corporate Identity abhängig gemacht wird.

Jetzt wird gekocht:

(Ich nehme statt Gitara eine alte unbenutzbare Zither. Geht auch)