Die Flaschen müssen weg

Immer nach den großen Feiertagen stellt sich eine Frage: Wo sollen die Beweismittel entsorgt werden? Das gesamte Nordend ist dann komplett mit Flaschen zugestellt. Vielleicht machen das die Nordendler auch mit Absicht – Schließlich soll der neidische Nachbar erfahren mit welch edlen Gesöff sich der Glasstifter die Lichter ausgeschossen hat.
Für Konsumenten der Qualitätsmarken Kellergeister, Amselfelder und Faber ist dort natürlich kein Platz deshalb stellt sich gerade zu dieser an etwas „ruhiger“ Stelle platzierte Container in der Feldgerichtstraße als ideale Lösung dar.

Das formschöne Objekt in dem Corporate-Identiy-Blau der Marke Frankfurter Stadt Entsorgung gehalten verfügt über 6 praktische Input-Counter in Armhöhe. Drei auf jeder Seite. Die Glaswaren können drei verschiedenen Farbgruppen zugeordnet werden. Eine Denksportaufgabe, die von Humanioten > 2 Jahren eigentlich zu bewältigen sein sollte. Eine Manschette aus handgeschöpftem Qualitätsgummi verhindert einen Kontamination mit dem, nennen wir es so, Gut.
Er ist schallgedämmt was an diesem Standort ebenso total überflüssig ist wie der Hinweis „Kein Einwurf nach 19:00 Uhr“. Denn dieses Objekt steht genau vor dem Hockey-Feld des Sportclubs 1880. Auf Sportplätzen wird sowieso nur herumgebrüllt und das mindestens bis 22:00 Uhr. Dieser Sportclub beherbergt übrigens folgende Sportarten: Hockey, Tennis, Rugby, Lacrosse und Kricket.
Derlei Sport frönt übrigens gerne der typische Nordendler. Vorgefahren wird dann nicht mit dem Kinder-zur-Schule-bring-SUV sondern eher mit etwas Flachem in sportlicher Anmutung. Das führt wiederum des Öfteren zu freiwillig unfreiwilliger Komik wenn sich nach erfolgreichem Sporteln hormonelle Verschiebungen in einem sofortigen Vollzug zu Entladen suchen. So stehen öfters an Nothalten beschlagene PS-Flundern in denen sich Mitvierziger Dinge zutrauen an denen schon bewegliche Achtzehnjährige gescheitert wären.

Ich schweife ab.

Und habe die Kellergeister-, Amselfelder und Faberflaschen im Oeder Weg abgestellt und dafür ein paar leere Petrus, Bollinger und Yquem Flaschen getauscht. Dort hinein werden dann zum nächsten Fest die Tetrapakraritäten aus dem Polen-Netto in der Borsigallee gekippt. Die Verwandschaft wird das zu schätzen wissen.

Prösterchen.