Die IAA muss weg.

Aber dazu müsste Mann/Frau auch mal hinkommen und dafür braucht es einen Verkehrsfunk.
Schließlich wollen wir ja wissen in welchem Stau wir stehen. Dazu kommt die wirklich wichtigste aller Fragen: Wann ist die Toleranzschwelle überschritten und der gestaute Mitbürger fängt an auf das Lenkrad zu trommeln, wie ein Irrwisch auf einer Springprozession um die Blechschaukel zu rennen und wild zu gestikulieren? (Der optimale Zeitpunkt dafür ist übrigens genau fünf Minuten vor Stauende. Dann hat es was von einem göttlichen Willen zur Befreiung.) Der Papst rennt auch gerade um die Castros rum. Bringt aber nix. Die sind unreligiös. Vielleicht klappt es ja beim Obama.
Aber wie soll der Gestaute richtig toben können um Gottes Willen auszulösen wenn er nicht weiß wo er steht und weshalb? Weil sie ständig im Radio diese funktionale Hintergrundmuzak reinstreuen. Wir kennen das ja.

„Oje, die Stauampel ist auf rot“
Dingdongploinzdong
Wir haben folgen dingblingdanz de Meldung für A Krabauzwuschwusch 5 zwischen den Ploingbimmel Anschlussstellen Darmstadt Kronzkadöngzisch
(Wir unterbrechen kurz weil der ruhende Verkehrsteilnehmer mal kurz ums Auto läuft um nachzusehen welches größere Blechteil gerade abgefallen ist.)
„Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Sie hören jetzt die Hits der 80er, 90er und Was sonst so weg muss.“
„Toll, die Stauampel hat gerade auf gelb dingping geschaltet“
“ Der Stau der A 5 ist jetzt nur no prozelldauz lang. Die ruhende Geschwindigkeit liegt gerade bei klinglöckchenzisch Kilometern pro Stunde. Sie haben es bald geschafft.“
Die Hirnmasse des Zwangsgestoppten hat gerade die Aktiviät eines brodelnden Vulkans erreicht.
„Sie hören jetzt eine Wiederholung der besten Gags aus Ankes Tanke, der Supermerkel und des kleinen Erziehungsratgebers.“ Eine kleine Wallung der Halsschlagader verhindert ein endgültiges Verkleben der Hirnlappen.
„Hurra, die Stauampel ist auf Grün gesprungen – sie haben freie Fahrt.“
Sie stehen.
Jetzt, genau jetzt – nein jetzt nicht.
„Extra für Sie haben wir eine kleines Essay über die unverschämte Bahn AG eingefügt. Diese Verspätungen sind nicht zu dulden“
JETZT!

Sie können auch einfach zu Hause bleiben und diesen einzig und ewig wahren und gültigen Film über Autoausstellungen ansehen:

Jetzt bin ja gar nicht abgeschwiffen.

König Fußball muss weg.

Hach! Wenn der werte Leser denkt Waswegmuss würde sich eine gekünstelte Antifußball- und Fifa-ist-böse-Erregung aus den Finger zutzeln wird wohl enttäuscht.
Fußball ist mir grundsätzlich erst mal egal. So wie mir das Meiste er mal egal ist. Gewissermaßen eine art religiöser Egalheit besonders um die Erregungsauguren zu erregen.
Natürlich würde ich mich nicht für ein Public-Viehing in ein Paddock sperren lassen. Aber wenn in der Wirtschaft ein Spiel über den Flatscreen pixelt – why not?

Ich schweife ab.

Warum soll man über Könige schreiben wenn es Götter hat?
Ein aus dem Olymp der Kickerei gefallener Fußballgott lebt in Frankfurt. Er nennt sich auch Fußballgott; Besser: „Ich bin der Fußballgott!“
Fußballer war er wohl nie. Zwar für einen „Uffgestumpte“ etwas zu groß, aber nur etwas. Auch nicht dick genug, aber schon gut beieinander. Sein runder, haarlos glänzender Kopf ruht halslos auf den Schultern. Meist trägt er einen Ledermantel, der für einen Mantel zu kurz und für eine Jacke zu lang ist.
Er bewegt sich strammen Schrittes durch die Stadt um zu einem Anlaufpunkt zu geraten. Dort läßt er sich nieder packt seine zwei bis drei nicht mehr ganz so neuen Handys auf den Tisch/Tresen und eröffnet gerne mit: „Das 6310 war das beste Handy, das jemals gebaut wurde!“.
Dann packt seine Wettscheine aus. Nicht so ein Oddsetkram. Nein, so richtige Wettscheine mit Drittligaspielen aus so bedeutenden Staaten wie Sinistrien, Bophutatswana oder Absurdistan. „Wenn ich alle 10 Spiele richtig habe kriege 10234,- für einen Einsatz von 16,23!“ Acht Richtige schafft er immer. Manchmal scheint er auch alle richtig zu haben dann ist er mit einer waldbrandhaarigen Frau zu sehen. Immer der Gleichen. Auch sieht man ihn mal in Sachsenhausen kellnern. Gefallene Götter machen das so.
Ich liebe seine Sprüche.
Spanien: „Rasenschach, ich sage nur Rasenschach!“
Italien: „Fallen um wie die Fliegen wenn der Schiedsrichter nicht richtig guckt!“
England: „Die können wenigstens noch einen Ball kaputt treten!“
Brasilien: „Brasilien stirbt in Schönheit, ich sag’s euch!“
Dann gibt es noch den Statussymbolspruch. Einen der nur in Frankfurt Bestand hat: „Meine Gerichtsakten sind in Leder gebunden!“

Vielleicht kreuzen sie mal seine Wege und lassen sich dozieren es lohnt sich.