Die Bilder müssen weg

Wie mache ich das jetzt – wo sich Leute, die ich bislang für recht intelligent hielt in die Reihe stellen lassen. Sie diskutieren über Bilder. Bilder von der EZB-Eröffnung. Bilder vom Stinkefinger. Katzencontent.

Mike Krüger sang mal ein Lied zur EZB Eröffnung: „Da darf man nicht sparn – da muss man Samstag fahrn wenn alle fahrn“. Klassischer Fall vom Hmmpfft. (Nächster Beitrag versprochen)

Ich schweife ab.

Mein ersten Bildchen, das mir auffiel war als die Lady Di zur Königin der Herzen erhoben wurde und seither huldigen ihr tausende Matronen für die sie lebend kein müdes Lächeln übrig gehabt hätte. Heiligenbildchen. Eine junge Frau heiratet. Zu jung. Die Ehe funktioniert nicht; sie beschließt zu leben. Es sei ihr gegönnt. Das passte halt nicht ins Bild besonders der Abgang nicht also machten sie eines. Ein gutes mit Haltbarkeit.
Das neueste Bildchen zeigt Feuer. Mülltonnen und Reifen. Der übliche Demokram. Bereits eingepreist.
Wenn nach einem verlorenen Zweitligaspiel eine U-Bahn zerlegt wird gibt das kein Bild – diesen Status hat ja bereits die Tabelle inne.
Die Feuerwehrleute, die Polizisten? Ohne das relativieren zu wollen: Das passiert jeden Tag. Schlimm hingegen ist die Tatsache, dass gute Polizisten und gute Feuerwehrleute sehr schwer zu finden sind. Sie hätten als echte Leistungsträger verdientermaßen feiern sollen, während die Businessuniformierten mal vorne stehen sollten. Wunschtraum. Es trifft immer die Falschen. 50% der Jugendlichen aus Spanien und ein ähnlich großer Anteil in Griechenland sind arbeitslos. Der Staat braucht sie nicht mehr. Sie sind Kostenfaktor. Gemachter Kostenfaktor. Entscheidungen müssen gefällt werden. Wie Bäume. Für Hochglanzprospekte zum Staats(aus)verkauf.


(Mein ständiger Protest – ich beschrifte das dem Bürger durch Privatisierung gestohlene Gut. Bringt auch nichts – so what.)

Ziviler Widerstand für Arme, stimmt. Irgendwo muss man ja anfangen wenn man nicht als Democlown oder Pappmascheefinanzkrakenbastler enden möchte.
Das war das Bild: Ziviler Widerstand ist jetzt böse und Terek al Wazir biedert sich mit einer hanebüchen kriecherischen Rede in Englisch an. Wahrscheinlich hat seine Bewerbungsmappe auch gleich dort liegen lassen. Das wäre unter Roland Koch nicht passiert. Der hätte soviel Bestech jüdische Erbsch Fakilaki eingesetzt dass Draghi deutsch gesprochen hätte.

Ich schweife mal kurz um
Fake, Varufakis. Das erklärt sich selbst. Jauch auch.
Was fällt diesem Bübchen nicht ein sich gegenüber einem Kabinettsmitglied eines befreundeten Staates zu benehmen wie ein Staatsanwalt für Hühnerdiebe? Die NZZ fordert zu Recht seinen Rausschmisss. Sowas hätte sich noch nicht mal Mc Carthy getraut.

und wieder ein.

Lasst euch nicht von den Bildern täuschen. Und. Setzen lassen. Höflich bleiben.
Und nicht Samstags fahrn wenn alle fahrn.

Die EZB muss weg

Als Frankfurter komme ich um diesen Pflichtbeitrag nicht herum. Zumal gerade und weil zur Eröffnung wieder mal sieht die Öffentlichkeit dieses Bild:


(wikipedia)

Die Öffentlichkeit erregt sich. Weshalb? Wegen des Bildes!
Aus diesem Grunde bringe ich das Bild dem werten Leser noch einmal mit Erklärung:

Wie wir sehen befindet sich eine höchst seltsame, nur schwer einzuordnende Person(Kasperl), die mit einer abstrakten Waffe(Kasperlklatsche) bewehrt ist in sicherer Position über einer Kampfszene. Ein wildes Tier(grünes Krokodil) scheint einem Beamten südeuropäischer Herkunft(Opfer) Leid anzutun.

Wir abstrahieren jetzt dieses Bild um die Wahrheit hinter dem Bild(oben) sichtbar zu machen:


(wikipedia)

Wir haben das Kasperl(Bankhochhaus) – in sicherer Position.
Wir haben die RealwirtschaftGemüsegroßmarkthalle) – davor geduckt.

Jetzt fehlt noch die imaginäre Waffe(Kasperlklatsche):


(Das Kasperle hat übrigens im Keller eine Fabrik für imaginäre Waffen.)

Wir fügen zusammen:

Das ungezügelte Finanzkasperl haut mit der unendlichen Klatsche die wertschöpfende Realwirtschaft zu Klump.

Ich schweife ein:

Das ist das erste Gebäude des Kaptialistischen Realismus.

(Reife Leistung Coop Himmelb(l)au!)