Der Thunfisch musste weg.

Das war vielleicht was. Am 7. Juli verabschiedete sich Wolfram Siebeck von diesem Planeten und am 14. Juli fuhr ein Selbstmörder die Promenade in Nizza zu Tode.

Seltsamerweise war mein erster Gedanke, dass ich wieder mal einen Salat Nicoise machen könnte. Der Salat der 80er Jahre laut dem großen Kochverführer. Keiner konnte so gut unbedarfte Menschen zum Genuss verführen wie dieser Narr.

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Das war mein schändlicher Versuch zum Thema.

Man soll sowas nicht im Affekt, nicht nach so einem Scheiß,  machen:
Dosenbohnen, Tomaten aus irgendwoher. Der Rest war OK. Freilandsalat. Isoldeeier, reife Paprika, Öl aus Spanien, Der Djionsenfersatz mit echt Power von Colman(gibt es beim Kaufhof), Rotweinessig, Sardellen(das heißt Sardellen und nicht Anchovis ihr Hunns!) und Gewürze von der Stange.

Ein Salat Nicoise braucht Zutaten der Jahreszeit. Dann wenn sie reif sind.
Für Bohnen war es noch zu früh. Die Tomaten – bitte keine Cocktail- oder Kirschtomaten, die sind süß – brauchen Umami; also diesen gewissen Bizzl im Mund, den gibt es nur zur Tomatenzeit und nicht wenn auf dem Bilster „Junge Tomate zum Mitreisen gesucht“ steht. Bei den Bohnen ist es ebenso. Wer Gummi kauen will isst Pulporinge im Bierteig.
Und woran erkenne ich jetzt Freilandsalat? Am Dreck! Ja, den muss man gründlich waschen und trockenschleudern. Dafür schmeckt er auch nicht wie ein Tempotaschentuch.

Also nächster Anlauf im August.
Die Tomate heißt dann Harzfeuer oder Hellfrucht. Ist ausgereift und einen Tag vorher vom Strauch gestrubbelt. Keine Ahnung wie die Bohne heißt, vielleicht kleine Rheinländerin oder Lady Di, aber sie besteht den Biegeversuch indem sie durchbricht.

Jetzt fragt der kundige Nicoiser wo denn der Thunfisch sei. Antwort: Ich mag ihn nicht.
Und wie hältst du es mit den Kartoffeln? Gerne. Aber sie müssen vorher gekocht und mariniert werden. Das geht bei Frust nicht.
Welche Sardellen? Ich nehme die in Salz und wässere sie 10 Minuten. Die sind besser für die Optik.

Meine Güte, jetzt bin ich aber mal wieder abgeschwiffen.

Wer will sich schon zum Wahnsinn äußern.
Es gibt immer so Lo(o)ser, die sich dafür hergeben irgendwelchen Kleinkindern Schnaps und Zigaretten zu besorgen. Dafür sind sie dann bei den Kleinkindern der King und das brauchen sie für ihr verkorkstes Ego.
Dann gibt es Looser, die eine gewisse hochriskante Lebensspanne – auch Adoleszenz  genannt – für ihre sinisteren Zwecke ausnutzen. Bei einer Wehrpflicht ist das ja noch staatlich gedeckt aber bei gewöhnlichem Selbstmord braucht es schon Trittbrettfahrer der traurigen Sorte.

Sie haben gerade einen Lauf.

Die zweite hochriskante Lebensphase ist übrigens kurz nach Eintritt ins Rentenalter.

 

 

 

Die Effizienz muss weg

Den Mai kannste echt vergessen. Termine über Termine. Dazu noch so Termine die kein Mensch braucht.
Das fing schon im Januar an. Im Verein. Ich bin da in so einem somnambulen Zusammschluss nach länderhohheitlichem Vereinsrecht. (Das Leben ist kompliziert)

„Wir müssen jeden Monat etwas machen, damit uns die Öffentlichkeit wahrnimmt.“
„Was sind den für Aktionen geplant?“
„Vereinsspaziergang in eine Kneipe, wie jedes Jahr im Mai.“
„Vereinsbörse, dafür brauchen wir noch einen Termin.“
„Die in Oberdingharting machen ihre am 20. April, die in Rhauderfehn am 15. Juni und die in Schwarze Pumpe findet am 2. Juli statt.“
„Dann bleibt nur der Mai“
„Eine Neumitgliederwerbeaktion müssen wir auch noch machen.“
Die anwesenden Vereinsmitglieder kramen ihre Terminkalender hervor. Wichtige Geburtstage, Taufen, Tätigkeiten anderer Vereine werden verglichen.
Sie kennen das Ergebnis: Mai.
Natürlich braucht der Garten noch etwas Obhut, der Grill muss eingeweiht werden und sonst auch noch.
„Sell in may and go away“
Drei Monate auf einen reduziert. Das nenne ich Effizenz!

Nicht ganz so die Bundesregierung, besser das Gabrielministerium, tut sich mit folgender Aktion hervor:

effizient

Wenn ich also mein Haus zu Sondermüll mache bekomme ich etwas Zuschuss und kann für das Geld auf den Mond geschossen werden. Mit dem was so ein Weltraumflug an CO2 kostet  kann ich meine Bude mit lebenden Pinguinen, die zum Vergnügen der sadistischen Nachbarschaft ins Feuer werfe, heizen. Diese wurden höchst ökologisch  von  Arbeitssklaven auf Maultierkarren herbeigeschafft.

Jetzt aber mal die Einschweifung.

Heute gab es in Frankfurt Vollkultur. One Day in Life vom Oberliebling des Kulturbetriebs Daniel Libeskind. Der Otmar Hörl für Fortgeschrittene. Wir haben uns auch ein Konzert gegönnt: Wille. Das heißt wir gingen rechtzeitig. Violine solo plus nicht kontrastierendem Synthesizer sollte unter das Folterverbot fallen. War auch nicht sonders voll da.

Auf der Rückfahrt mit der Straßenbahn wurden wir jedoch entlohnt. Nürnberger Ultras verübten ein Attentat auf unsere Straßenbahn und wir waren live dabei.
Zuerst stiegen sie vollvermummt über zwei Zäune.
Beweiszaun

um dann die an einer Straßenbahnhaltestelle stehende Tram zu brandmarken.
Keine-ahnung

Der Fahrer schimpfte vorschriftsgerecht und ging dann wieder in sein Kabuff. Wir fotografierten das Geschehene, die Attentäter auch. Nur Franken war das nicht. Ein Franke würde niemals bei einen offenen Gelände über einen Zaun steigen. So blöde sind die nicht. Das waren Frankfurter Ultras. Oder Offenbacher.

Was haben wir vermisst? Den

 

Der Weltfrauentag muss weg

Jedenfalls so wie er gerade verunanstaltet wird.
Mann kann ja gar nicht mehr irgendwo reingucken ohne vom Mimimi umraunzt zu werden. Die armen Frauen. „Weltfrauentag muss sein schließlich sind die restlichen 364/365 Tage im Jahr Männertage.“ Frauke und Beatrix argumentieren auch nicht anders.
Also müssen wir da mal wissenschaftlich ran.

Fangen wir mal bei den Viechern an. Denen mit Matriarchat.
Bienen.
Die Königin wird zur Legehenne, die Weiber halten die Bude sauber, kümmern sich um die Brut und die Männer fliegen nach der Begattung raus.
Bei den Gottesanbeterinnen ist das auch nicht besser. Sie fressen den Alten nach dem Geschlechtsakt auf. Ja, sie wissen sogar, dass der Alte mit abgebissenem Kopf noch kann. Sexismus pur. Ich kann allen vernünftigen Männern nur abraten einen auf Sixpack zu machen: Jungs – das ist tödlich!

Kommen wir zu den Säugern.
Nacktmulle

Schöne Albasterhaut, weiße Zähne, absolut Schmerzfrei. Enthaarungsmittel von Ebay.

Tüpfelhyänen

Wahnsinnig dicker Hals. Vermaskulisierung, was immer das auch wieder ist, angeblich arttypisch. Schreien den ganzen Tag herum.

Elefanten

Tolle Viecher! Baden den ganzen Tag, vergessen nichts und haben keine Waagen.

Wir sehen, zoologisch kommen wir auch nicht weiter.

Nehmen wir mal Königinnen und dergleichen als Maßstab:
Katharina von Medici, Katharina die Große, Elisabeth I., Jian Quing und jetzt Kims kleine Schwester: Knöcheltief im Blut.

Auch nicht besser.

Welche Frauen werden uns zum Frauentag im Fernsehen präsentiert?
Die Wüstenblume. Eine barbarische Tradition. Frauen beschneiden Frauen und Männer beschneiden Männer. Die Folgen bei den Frauen sind schlimmer.

Hannah Arendt. Sie hat immer Recht.

Sie passen aber sehr gut in das modernde Rollenbild. In das moderne Frauenrollenbild.

Wer wird nicht gezeigt?

Rosa Parks.
Das war keine Putzfrau.

Hildegard von Bingen.
Die hat sich von Obrigen auch nichts sagen lassen.

und viele andere mehr, die nicht in das moderne Frauenbild passen.

Was machen die Männer?
Sie passen sich in das moderne Männerbild ein. Ziehen ihr Holzfällerhemd an, gehen in den Barbershop und trinken Latte mit dem Strohhalm damit der Bart nicht schmutzig wird.

Ich bin schon wieder abgeschwiffen und warum schreibe ich den Weltfrauentagdings zum Equal Pay Tag? Seltsam.

Ich fasse das noch einmal für die Männlichkeit kurz zusammen:

1. Männer trinken nicht aus Strohhalmen. Nie!

2. Schenkt euren Frauen zum Weltfrauentag eine rote Nelke. Sie haben es verdient.


(Dazu mehr am 3. November)

Schlammkuchen muss weg

Ich habe mir bei Tikersherk ein Blogstöckchen abgeholt. Mutwillig oder aus purer Dämlichkeit. Mutwillige Blödigkeit.
Ich dachte, wenn man Sex durch andere Worte ersetzt ändert sich am Interview auch nicht viel. Deshalb wird hier Schlammkuchen verarbeitet. Dachte ich.

Erst mal Musik *² für nebenher. Mit Vorspiel:

 

Welche Alternative bietet schlechter Schlammkuchen/ wobei: was könnte das sein?

Schlechter Schlammkuchen ist im Gegensatz zu gar kein Kuchen durchaus sättigend.
/
Fett, Gemüsereste, Dirt – luftgetrocknet. Haitianisches Nationalgericht.

Geht Geist und Schlammkuchen zusammen?

Unbedingt!
Ein degenerierter Europäer braucht hinterher einen Schnaps. Geist geht notfalls auch.

Wenn Schlammkuchen die schönste Nebensache der Welt ist was könnte dann die Hauptsache sein?

Touristen ausrauben.

Was bewirkt das Lesen dieser 11 Buchstaben in Ihnen?

Castro sollte einmarschieren und Hollande  endlich die 150 Millonen + Zinsen zahlen.

Nennen Sie drei Klischees?

Haitianer sind Sexobjekte reifer europäischer und amerikanischer Damen. 3 mal. 

Was hat Schreiben mit Schlammkuchen zu tun?

Man sollte mehr Bände über haitianische Schlammkuchen, afrikanischen Siebekies und Trink-Brackwasser im Gaza Streifen schreiben und nicht noch so eine dämliche Hitler Biografie.

Ich schweife ein.
Das Pantoufle meinte, dass die anderen von mir geschriebenen Worte auch noch einsortiert werden sollen: Es wären da noch : Sex, Motoröl, Flüchtlinge, Essen und Fussball. Alles andere wäre unsportlich. Geht auch ganz schnell.

Pornos* sind langweilig. Im Prinzip könnte Mann/Frau genau so gut einem Oszillographen zugucken. Das hätte wenigstens etwas Abstraktes. Also macht die Pornoindustrie etwas Comedy außen rum. Der Sex findet an Orten statt, die hauptsächlich von Junggesellen frequentiert werden. Motoröl verschmiert in der Autowerkstatt, in Billiardsalons, Bars und Ehebetten.
Sie lasen richtig – Ehebetten. Wenn sich dort so eine aufgedonnerte Lady lasziv breitbeinig vor ihnen ausbreitet würden sie höchstwahrscheinlich zum Flüchtling. Ich schon. Zum Kühlschrankflüchtling zumindest. Also Mann degradiert zu >Sexobjekt > Haiti macht die Kühlschranktüre auf. Nichts zum Essen, also kein Schlammkuchen, drinnen. Bleibt nur noch Fussball.

*Wobei Pornos. Diese aus den 60er und 70er Jahren. Die Männer hatten noch Pornobalken im Gesicht. Männer und Frauen Froteesocken mit Ringeln an oder dreckige Füße. Männer und Frauen mit Haaren. Alle hatten Gänsehaut vom ungeheizten Studio und dann noch diese stummfilmartigen Gesten, diese Mimik und diese Zuckungen. Kommt gut mit viel Volk, schönem Getränk und guter Musik. Viel besser als Zombiefilme. Ich glaube, die La Ola Welle wurde so erfunden.

*² Das ist die wunderbare Anne Bärenz† vom Frankfurter Kurorchester. Auf der CD Bon Voyage hat sie ein Lied namens Sextouristinnen gesungen: „Ich such mir einen Rastamann. Dem kauf ich dann einen Walkman.“
Sextourismus. Frauen dürfen das genauso wie Männer. Wie sie das genauso auslegen ist ihre Sache.

 

 

Die Mikrowelle muss weg(2)

Bratkartoffelverhältnis – ein wunderschönes Wort für ein geschlampertes Verhältnis, das keines ist. Es gibt, so wie es fiskalische Gründe für Hochzeit gibt, finanzielle Gründe es zu lassen. Das Verehelichen. Das war früher strafbar also hat Paar es kulinarisch besiegelt.

Ehevertrag

Die Kartoffeln schälen. Nach Feng-Shui-Regeln schnippeln.
Ein Plastikdings (mikrowellenfest) mit etwas Wasser befüllen. Beispielsweise Curcuma und getrockneten Majoran etwas einrühren. Was nun das Marinieren der Kartoffeln betrifft: Experimentieren! Garam Massala, Thymian, Knoblauch-Ginger-Paste. Egal.

In die Mikrowelle: 30 Sekunden bei 100% die Gewürze aufschließen. Kartoffeln dazu. 8 1/2 Minuten bei 80% garen. (Konservative können das natürlich auf dem Herd veranstalten, Thermomixer müssen draußen bleiben)
Kartoffeln abgießen, kurz abbrausen um die Gewürzkrümel zu entfernen. (Brennen gerne an)
Abtropfen lassen. Gegebenenfalls vor der Haustüre im Geschirrhandtuch trockenschleudern.
Neutrales Öl in die Pfanne. Guter Esslöffel reicht in der Beschichteten.
Bratkartoffeln bei mittlerer Hitze anbräunen. Zum Schluss noch etwas Butter für den Geschmack. Nach Gusto salzen. Fertig.

Wer gute Bratkartoffeln kann braucht auch nicht vor Testosteron zu stinken.

Ja, es hinkt aber irgendwie muss ja mal das Thema wechseln.

Zur Platte – Domplatte zu Köln würde ja auch passen.
Platte = Testosteronüberschuss. Krach, Ellenbogen, Dicker Hals.
Wenn es doch so einfach wäre. Nochmal.
Wenn es doch so einfach wäre müssten dann alle fürsorglichen Frauen als gestagentriefende Gebärmaschinen bezeichnet werden. Wäre schon arg. Macht man nicht. Aus Gründen. Weil es nicht stimmt. Beim Testosteron auch nicht.

Das hat etwas mit Kultiviertheit zu tun. Nicht mehr und nicht weniger.

Kultur und Gestank.
Ungewaschene Männer im besten Testosteronalter in der ungelüfteten Tram. Sommers. Ich frage mich ernsthaft weshalb so ein Drüsenkram, wie Moschus, Ambra, Zibet & Bibergeil in der Damenwelt so beliebt sind und die Küche nach einer Bratkartoffelaktion so nach Fett riecht.

Tikerscherk hat zum Hauptsache händisch geladen. Dem komme ich hiermit gerne nach.

Watchblogs müssen weg

Das freundliche Pantouffle hat mich gebeten ein Watchblog zum Thema Klima und Zschäpe zu machen. Außerdem wollte es noch ein Bild vom Christstollen.

So ein Christstollen muss halt ziehen. Mindestens drei Wochen. Klassischerweise im Kasten unter der Eckbank. Dort wo früher auch das Strickzeug und die alten Zeitungen waren. Quasi die Weihnachtszeit reifend untertunneln weil es normalerweise sowieso erst im Januar kalt wird und dann erst die vielen Kalorien benötigt werden. Aber das wissen Sie sicherlich.

Womit wir beim Wetter wären. Wenn es dieses Jahr im Winter nicht kalt wird ist es das Wetter. El Nino. Vielleicht.
Mit dem Klima verhält es sich etwas anders. Dafür gibt es Referenzzeiträume. Momentan werden die Werte mit dem Referenzzeitraum 1961-1990 verglichen. Der aktuelle Zeitraum erstreckt sich von 1991-2020. Genau: 2020! Die Klimadaten innerhalb dieser Zeiträume werden gemittelt und daraus Referenzwerte errechnet. Dann werden die Zeiträume verglichen. Wenn man sich etwas weiter informieren will sind die Webseiten vom Deutschen Wetterdienst sehr(!!!) bildend. Natürlich könnte man auch bei World Meteroligical Organisation nachgucken.
Zu Anfang hat man noch versucht die Sache etwas zu schönen indem die Referenzzeiträume etwas verschoben wurden. Aber wie Behörden nun mal sind: „Referenzzeitraum ist Referenzzeitraum und damit Usus!“ musste die Politik klein beigeben. Sie tut zumindest so. Schließlich nähert sich das Jahr 2020 mit Riesenschritten. Also Standardprogramm: Zuerst werden Konferenzen abgehalten, die rein gar nichts bringen. Dann wird auf DIE Konferenz zugearbeitet. Paris. Stunde der Diplomaten. Das Klima hat sich um maximal 2°Celsius zu erhöhen. Gewünscht sind 1,5°Celsius. Dazu werden flankierende Maßnahmen getroffen. Weniger Kohle. Mehr Wald.
„Sollten“ heißt irgendwo im Abkommen. War ein Druckfehler. Hätte „sollen“ heißen sollen. Alle hüpfen durch die Gegend und sind glücklich. Peking hat seinen Kohlesmog und Sumatra seine Waldbrände.

Was machen wir nun mit dem Verfassungsschutz? Frau Zschäpe sollte ihm vorstehen. Sie hat wenigstens genügend praktische Erfahrung, hinreichend Gedächtnislücken und kein Parteibuch.
Das war keine schriftliche Aussage sondern ein Bewertungsschreiben. Hat mal wieder keiner Verstanden.

Das war jetzt aber wieder politisch. Schweifen wir auf das Kulinarische ein.

Ist unten etwas dunkel geworden. Dunkles Mehl schmeckt bitter. Wegschneiden.
Was sonst noch? Die Sukkade wird natürlich selbst geschnitten. Die Sultaninen und Korinthen baden zwei Tage in Rum. Der Gag ist das Marzipan. Es wird eingefroren und während die Maschine knetet in den Teig geraspelt.

Käffchen. Schön.

Cunitz muss weg

Das Schlimmste ist überstanden.

Nix wie weg!

Die Buden wurden abgeschlagen. Der Weihnachtsmarkt ist vorbei. Vorerst.
Der Geruch von übertaktetem glühweinartigen Getränk ist verraucht. Ebenso der Nasenblaster von verbrannter Schokolade und qualitätsgeprüftem Überbackkäse. Ein Tag ist noch der Standplan auf dem Pflaster zu sehen. Der Fettglanz schimmert glitschfreudig auf den Laufwegen. Der christliche Brauch vor dem bevorstehenden Fest „Christi Geburt“ zu fasten wird genau eingehalten. Schrottfasten.

Am 24. Dezember um exakt kurz vor 17:00 empfiehlt sich der Römerberg. Wer sich der Stadt verbunden fühlt begibt sich mit einem sektartigen Getränk auf diesen. Es ist auch Brauch immer ein Glas, ja Glas nix Plaste, mehr mit sich führen als tatsächlich benötigt wird. Es gibt dort immer ein paar Menschen, die alleine da stehen und bedröbbelt gucken. Sie freuen sich besonders über ein „Frohes Weihnachten“, einmal anzustoßen und etwas dummes Zeug erzählen. Dann wartet die Menge Mensch auf die Gloriosa.

Dieser zwölf Tönner von St. Bartholomäus fängt so fünf vor fünf an sich einzuschwingen. Ab Fünf hat er die volle Lautstärke erreicht und die restlichen Kirchen in der Innenstadt beginnen sich einzumischen – in das Frankfurter Stadtgeläute und der Frankfurter fängt an sich gemütlich auf Tour zu machen. Das Stadtgeläute klingt in jeder Ecke anders und es gibt verschiedene Harmonien zu entdecken.
Das ist so ein Moment an dem ich mir denke, dass ich in einer richtigen Stadt wohne.

Wäre da nicht diese menschgewordene Abschweifung namens

Olaf Kunnix

Olaf Cunitz.

Der Raum zwischen Dom, Schirn und Technischem Rathaus war früher ein fantastischer Klangraum in dem das Domgeläut richtig zum Tragen kam. Jetzt wurde dort verdichtet. Und noch ein Stadthaus. Und noch ein paar mittelalterliche Neubauten. „Bim“ sagt die Gloriosa dazu.
Ja, überall wird verdichtet. Da wird noch etwas teures Wohnen, Innovationsquartier getauft, in eine wichtige Frischluftschneise gequetscht. Jeder schöne Platz wird mit hochwertiger Archtektur (Kuben, nur Kuben) zugebastelt. Natürlich kommt in diese „Architektur“ höherwertige Gastronomie (so eine von diesen Frankfurter Mampfkramketten mit Design)
Isch könnt misch ja uffresche. Aber er ist halt auch so ein Grüner, der kann nix dafür. Fehlerhaft sozialisiert. Ist ja bekannt. Unterdrückte Aggression und so.

Es klingelt. Die bucklige Verwandschaft kommt. Ich muss noch schnell etwas Gift ins Essen mischen.

Der Calvados muss weg

Zuerst und wegen der Ereignisse einen montäglichen Gruß nach Dresden:

Deutsche Papageien fresst deutsche Kartoffeln!

Das war die erste Abschweifung.

Das Mistvieh frisst nämlich keine Äpfel und säuft keinen Calvados. Eher so typische deutsche Lebensmittel, wie Lyoner, Pizza, Spaghetti, Joghurt und Cherrytomaten aus Holland.

Es geht um das Thema der Woche:
Jugendarbeitslosikeit, Perspektivlosigkeit, Vorurteile, gekonnt angewandte Verblödungsstrategien und fehlgeleitete Hormone.
Und um die deutsche Nationalmannschaft im Fußball. Da bin ganz national, sogar international. Junge gerade Männer und Frauen, sollten Familien gründen wie es ihnen passt, einem anständigen Beruf nachgehen und etwas vom Leben haben. Das haben wir weder bei den Salafisten noch bei den Fußballern.
Während sich in meiner Lieblingsstadt (aber zu teuer) Menschen entleiben hocken unsere Helden in den Katakomben des Stadions und nässen sich den Kaschmirpulli ein. Deshalb liebe Attentäter: Wer hat den gesagt, dass die 72 Jungfrauen weiblich sind? Und liebe Rumpelkicker: Wenn eine Attentatsserie gelaufen ist ist Schluss. Da passiert nix mehr. Dann stehen noch ein paar tausend Polizisten rum und trinken Kaffee. Das nennt sich Etatsicherung. Wenn ihr auch nur für einen Funken Anstand hättet wärt ihr raus gegangen und hättet die Marseillaise mitgesungen. Also tränt jetzt nicht rum ihr Mädchen!

Das war die zweite Abschweifung (Rant)

Der Terror ist da. War ja auch nur eine Frage der Zeit bis er da ist. Also sind wir essen gegangen. Zu Herrn Bruno, ein prototypischer Franzose. Kappi auf Rotweinflasche und Baguette und schon haben wir das Original. Eigentlich heißt das Lokal Maaschanz aber jeder geht zum Herrn Bruno. Es gibt wunderbare kleine Bistogerichte mit überschaubarem Sättigungsgehalt – nix für Pegidaanhänger. Sehr schöne offene Weine und eine kleine Keinkunstbühne hat neuerdings auch eingerichtet. Es gab gestern traurige Lieder, die ganz untraurig waren. Aber nicht deshalb sondern wegen dem November. Jedenfalls saß Herr Bruno ganz erfreut im Publikum und zur Pause hat er – sonst ein recht Knauser – mal seinen guten Calvados fließen lassen. Es hat ihm gefallen. Das Leben und die Leute, die kamen.

Ein Franzose halt.

Der Marathon muss weg. Der Triathlon auch.

Wenn der geneigte Leser nun denkt jetzt motzt er über gesperrte Straßen umgeleitete Straßenbahnen, Hubschraubergeknatter und grenzdebile Supporter der irrt. Ich gucke da gerne zu, esse Bratwürste, trinke Bier und lausche den Sambatruppen, die den Akteuren noch mal so richtig Beine machen wenn sich der Hungerast zum Wald erwächst und die Beine weg zu sacken drohen.
Wir machen statt Sport einen Sambawalk. Ist ja eine echte Alternative.
Die Trommelbanden sind sowieso das Höchste. Warum gibt es die bei Demos nicht? Im Sambarhythmus durch die Straßen getanzt, so ein Federdings auf dem Kopf, mal ganz toll mit dem Hintern wackeln und freudig das Banner geschwenkt. Das hätte was. Nicht immer dieser tröge Alukappensingsang. „Ein Hoch, ein Hoch, der internationalen…“ „Deutsche Waffeln, deutsches Geld….“ Wir kennen das ja. Lediglich die Partei die Partei skandiert „Irgendwas!“ Das ist schon mal ein Ansatz aber vom Samba noch meilenweit entfernt. Außerdem wollen die Frauen auch mal sehen, dass beim Mann was wackelt.

Also Männer: Die Welt braucht einfach mehr Samba!

Lassen wir mal so stehen.

Was für eine Abschweifung!

Es geht natürlich um das Danach. Deshalb kommt jetzt ein Aufregerfoto mit Hassobjekten:

Symbolbild

Pappbechern(Einweg), Polizei, Drängelgitter, Straßenschlucht und die Gaststätte zum Bitburger.
Alles drauf. Fast alles. Die Wurst fehlt. Aber darum geht es natürlich auch nicht. Wer sich über sowas aufregt fotografiert auch seinen Hamburger vom Mäcces.

Also wenn es auf der Straße so aussieht sind die Maranthen, Triathleten und die Sambawalker schon längst im Riedbad saunieren und relaxen. Das führt zu Konflikten.
Normalerweise herrscht hier friedliche Koexistenz zwischen Ausdauersportlern, schließlich ist es das einzige Hallenbad mit 50 Meter-Bahn in Frankfurt, und Normalos. Es kommen immer die gleichen Leute. Die einen trinken ihr Eiweißgesöff und die anderen Weizenbier. Der nicht mehr ganz so junge Latin Lover hat seine nicht mehr ganz so junge Frauenschar in eine Charmecloud gepackt. Ein weißer und ein schwarzer Budda sitzen beim letzten Aufguss immer oben und leiden freudigst. Ein freundlicher Umgang miteinander.
Nur zu den Ausdauer-Großveranstaltungen wird die Sauna mit Zwangsbeglückern überschwemmt. Die Mehrzahl sind einzelne Männer. Manchmal kommen auch Männer mit ihrer grenzdebilen Supporterfamily.
Dann wird relaxt bis es wehtut. Jeder Joke unter Bekannten wird mit einem „Das ist eine Ruhezone!“ gemaßregelvollzugt. Das natürlich am liebsten an der Theke.
Gegipfelt wird das von Ehefrauen der Heldenmänner, die mit dem „Thilo-du-schaffst-das-Hemdchen“ von Spreadshirt. Sie nehmen dann gerne im Saunabad die allseits bekannte Yoga-Position raumgreifender Spasmus ein und bewachen ihre Scham. Mit Blicken. Nicht wissend, dass Männer immer das Hinterteil checken. Wo wir wieder beim Samba wären.

Also Männer: Die Welt braucht einfach mehr Samba!

Mann kann es gar nicht oft genug wiederholen.

Die Ampelmännchen müssen weg

Was haben wir nicht alles getan. Abermilliarden in die Infrastruktur investiert; ja wir investieren immer noch, zahlen Soli. Schweigegeld. Sie zahlen auch. Schweigegeld. Wir haben die Besatzungsarmee rausgekauft und unsere eigene Besatzungsarmee reingesetzt. Wir haben ihnen Waffen gekauft und deutsche Autos. Sie können jetzt Convenience-food kaufen und sie tun es auch. Weil sie denken es würde uns schmecken bekommen wir es überall vorgesetzt wo wir zu Preisen essen können von den Frankfurt nur träumen kann. Ein großes Bier vier Euro. Das ist im Bahnhofsviertel schon mit Spaß. Ein Jägerschnitzel 15 Euro. Im Kaff. Dafür gibt es eine örtliche Spezialität Pasta Salvia e Burro auf sächsisch. Mit brauner Butter und Liebstöckel. (Bewirkt das Gegenteil). Sie haben die dauerhafte Körperbeschriftung für sich entdeckt und das mandyfarbene Haar. Mit Klebebuchstaben können sie mittlerweile umgehen. „Ich bremse nicht für Kinderschänder“, „Wer meinem Kind etwas tut kommt unter die Räder“ prangt auf Heckscheiben. Es scheint dort viele Verkehrstote zu geben.
Ich verstehe es einfach nicht. Es könnte ihnen doch so gut gehen. Und eigentlich sind sie auch ganz puschelig. Gut, der Arm ist auch etwas dick geraten und der Gesichtsausdruck etwas wurstig. Vielleicht sehen wir sie deshalb nur im Profil. Obwohl- das Wurstige kommt von einem fränkischen Sadisten.

Jetzt bin aber mal abgeschwiffen und habe alles durcheinander gebracht.

Den ganzen Römerberg haben sie in Beschlag genommen. Geht ja nicht anders. Die Ampeln sind schon alle bewohnt. Mit Gesichtslosen. Und Ampelpärchen aller sexueller Ausrichtung. So wurden sie halt erst mal provisorisch untergebracht. Auf Dachlatten, Stolperfallen. Es dauert halt bis 2000 Ampeln gebaut sind. Aber das wird schon. Jedenfalls haben sie erst mal die Chinesen und die Japaner vertrieben. Die Russen bleiben ja schon seit über einem Jahr weg.
Verkauft wir das Ganze als Kunstinstallation zum 25. Fest der deutschen… Sie wissen schon. Mit Merkel und Gauck, Festmeile und Sponsorenparcour. Zwei Tage offiziell.

Oder hat sich der Ottmar Hörl etwa etwas dabei gedacht*. Als sich nach der Zaunöffnung in Ungarn alle rübergemacht haben. Schleuser noch Fluchthelfer waren und wir gerne 100 Mark Begrüßungsgeld zahlten?

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Dieser Text ist Teil der Blogparade „Ich war fremd“ der freundlichen Friederike aus dem Odenwald.
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*Hat er natürlich nicht. Wer mit diesem potthässlichen Sparkassenbrunnen namens Euro-Denkmal die Taunusanlage verschandelt denkt sich nix. Nicht mal Draghi wollte diesen optischen Sondermüll vor seinem fauligen Zahn stehen haben.