Das Damenprogramm muss weg.

Madame war mal wieder weltweit.
So macht Mann zu Hause Damenprogramm: waschen, bügeln, backen, in die Wirtschaft gehen und dummes Zeug reden. Kultur gab es auch. Ein Schniefefilm namens „Ewige Jugend“. Zum Schluss gab es viele schniefende Männer im Saale. Dito. Zwischendurch wurde auch viel gelacht. Gute Pointen. Gut gesetzt. Schöne Bilder. Kein Kawumm. Damenprogramm eben. Reingehen.


(Kipfermeditation)

Das Schöne an hausfraulichen, händischen Tätigkeiten ist der meditative Effekt. Mann kommt einfach runter. Sinniert über die Welt im Besonderen, im Allgemeinen, im Arschlochigen und im hilflosen Schweben außerhalb jeglicher Realität.
Kipflerlmachen ist sowas. Anfangs sucht Mann noch die schnelle Lösung. Die Dinger sind noch recht gewaltig und unförmig. . Dann werden sie immer kleiner bis sie eine mundgerechte Größe erreicht haben und gut zu greifen sind. Die Stunde der Diplomatie. Wenn sie dann schön Vanillepuderzuckert sind und gut durchgezogen ist die Sache unterschriftsreif.
Der Kaffee kann gekocht werden.

So ist das in Paris zur Klimakonferenz bis zum Menschenmetzeln in Daeschland. So formt Mann Kipferl und denkt was zu tun ist. Zäune bauen? Schrecken nicht ab aber regen nur auf. Schwarze Männer an die Wand malen? In Syrien müssen die Schüler zwei Fremdsprachen lernen. Woanders sind Bücher haram. Die kriegen dann Waffen. Aber was helfen zwei Fremdsprachen wenn es nicht mehr regnet und die Felder verdorren? Zünden wir mal ein paar Häuser an. Statuieren wir Exempel. Wie dunnemals. Mit dem selben Erfolg. Wir können auch das alte Plastikspielzeug vor die Heime kippen. Ihr wisst schon – dass was nicht in die Tonne passt und für den Sperrmüll zu klein ist. Die freuen sich bestimmt. Vielleicht sogar das Trampolin, was vor zwei Jahren bei Aldi im Angebot war – nimmt ja doch keiner mehr.

Wir können sie einfach auf der Straße grüßen. Wäre mal ein Anfang.

Jetzt muss ich aber mal umschweifen sonst mach ich mich fertig.
Letzten Sonntag waren wir wieder mal Weihnachtsmarkten. Im Elsass. Mann muss ja was für das Klima tun. In Haguenau haben wir zweimal den besten Glühwein aller Zeiten getrunken. Einmal vor der Pâtisserie Heitz den bekannten, etwas dünneren, pappsüßen mit den vielen Gewürzen. Der hat auf lieblichste Art den Zahnschmelz weggeprazzelt und schräg gegenüber beim Lions Club einen weißen. Der war so richtig nach Waswegmuss.
Das Rezept wurde mir unter der Hand verraten: Eine Flasche guten Riesling und eine Flasche guten Edelzwicker langsam warm machen.
Wir fuhren dann noch weiter nach Straßbourg. Die EU-Weihnachsmarkthölle mit landestypischen Spezialitäten und LED-Beleuchtung. Es war sehr leer da. Ohne Polizei und Militär sogar richtig leer. Die Standbetreiber wirkten so trostlos wie sonst das Gesamtensemble.

Terror scheint zu funktionieren.

Wenn wir es zulassen.

Der Calvados muss weg

Zuerst und wegen der Ereignisse einen montäglichen Gruß nach Dresden:

Deutsche Papageien fresst deutsche Kartoffeln!

Das war die erste Abschweifung.

Das Mistvieh frisst nämlich keine Äpfel und säuft keinen Calvados. Eher so typische deutsche Lebensmittel, wie Lyoner, Pizza, Spaghetti, Joghurt und Cherrytomaten aus Holland.

Es geht um das Thema der Woche:
Jugendarbeitslosikeit, Perspektivlosigkeit, Vorurteile, gekonnt angewandte Verblödungsstrategien und fehlgeleitete Hormone.
Und um die deutsche Nationalmannschaft im Fußball. Da bin ganz national, sogar international. Junge gerade Männer und Frauen, sollten Familien gründen wie es ihnen passt, einem anständigen Beruf nachgehen und etwas vom Leben haben. Das haben wir weder bei den Salafisten noch bei den Fußballern.
Während sich in meiner Lieblingsstadt (aber zu teuer) Menschen entleiben hocken unsere Helden in den Katakomben des Stadions und nässen sich den Kaschmirpulli ein. Deshalb liebe Attentäter: Wer hat den gesagt, dass die 72 Jungfrauen weiblich sind? Und liebe Rumpelkicker: Wenn eine Attentatsserie gelaufen ist ist Schluss. Da passiert nix mehr. Dann stehen noch ein paar tausend Polizisten rum und trinken Kaffee. Das nennt sich Etatsicherung. Wenn ihr auch nur für einen Funken Anstand hättet wärt ihr raus gegangen und hättet die Marseillaise mitgesungen. Also tränt jetzt nicht rum ihr Mädchen!

Das war die zweite Abschweifung (Rant)

Der Terror ist da. War ja auch nur eine Frage der Zeit bis er da ist. Also sind wir essen gegangen. Zu Herrn Bruno, ein prototypischer Franzose. Kappi auf Rotweinflasche und Baguette und schon haben wir das Original. Eigentlich heißt das Lokal Maaschanz aber jeder geht zum Herrn Bruno. Es gibt wunderbare kleine Bistogerichte mit überschaubarem Sättigungsgehalt – nix für Pegidaanhänger. Sehr schöne offene Weine und eine kleine Keinkunstbühne hat neuerdings auch eingerichtet. Es gab gestern traurige Lieder, die ganz untraurig waren. Aber nicht deshalb sondern wegen dem November. Jedenfalls saß Herr Bruno ganz erfreut im Publikum und zur Pause hat er – sonst ein recht Knauser – mal seinen guten Calvados fließen lassen. Es hat ihm gefallen. Das Leben und die Leute, die kamen.

Ein Franzose halt.

Die Einheit muss weg.

Blöder Titel. Das klingt schon mal wie so ein Pegida-Hasser-Dings. So eines mit interviewten Lügenpresse- und Volksfahrräderleuten, die sich den X-ten 9.November herbei motzen wollen. Jedenfalls üben sie sich schon mal mit Do-it-yourself. Dieser selbstgebastelte Galgen mit den laminierten Verwünschungen. Merkel und Gabriel an einer Dachlatte aufhängen, mal rein statisch betrachtet: Junge so wird das nichts mit dem Job beim deutschen Handwerker.
In Berlin wurde gar ein Guillotinenimitat mitgeführt. Also liebe Möchtegernrevoluzzer von der DIY-Front: Da mögen sich zwar ein paar Leute pflichtschuldigst empören aber gerade der Galgen und die Guillotine sind der Beweis, dass Revolutionen nicht funktionieren – sie haben noch nie funktioniert.
„Und was ist mit der Wende, der friedlichen Revolution 1989?“
„Das war eine Übernahme und sie wird seit 25 Jahren solche begangen.“

Wo bin ich denn jetzt hingeschwiffen?
Wollte ich nicht. Echt.

Wie oben schon erwähnt wurde dieses Jahr in Frankfurt am Main der 27. Todestag von Franz-Josef Strauss gefeiert. Dafür gab es am Mainufer die besten Bratwürste nebst Außendarstellung aus allen sechzehn Bundesländern und als Premiere an diesem Platz: Man konnte sie deutschlandweit mit Genuss verzehren, die Würste. Der Verzehr nahm mich derart in Beschlag, dass ich vergaß die verantwortlichen Metzger zu notieren. Eine Schande! Leider fehlte der föderale Verdauungsschnaps. So ist das halt mit Volksbelustigungen – ohne anständiges Bauchweh war’s nix.

Natürlich wurde mit Offiziellen gedroht, wie wir hier sehen können:

roter Teppich - Spritzgeschützt.
(Das Bild wurde nachts ohne Blitz im Zustand schwerster Verbratwurstung aufgenommen.)

Der rote Teppich, mit Schutzfolie und Polizeischutz vor dem Frankfurter Dom. Normalerweise kauern die Ärmsten der Armen und bittem um Almosen. Die mussten dann halt mal weg.

Was schimpf ich nur. Es wurde von guten Deutschen auch sehr anständig demonstriert:

Die Ampelmännchen müssen weg

Was haben wir nicht alles getan. Abermilliarden in die Infrastruktur investiert; ja wir investieren immer noch, zahlen Soli. Schweigegeld. Sie zahlen auch. Schweigegeld. Wir haben die Besatzungsarmee rausgekauft und unsere eigene Besatzungsarmee reingesetzt. Wir haben ihnen Waffen gekauft und deutsche Autos. Sie können jetzt Convenience-food kaufen und sie tun es auch. Weil sie denken es würde uns schmecken bekommen wir es überall vorgesetzt wo wir zu Preisen essen können von den Frankfurt nur träumen kann. Ein großes Bier vier Euro. Das ist im Bahnhofsviertel schon mit Spaß. Ein Jägerschnitzel 15 Euro. Im Kaff. Dafür gibt es eine örtliche Spezialität Pasta Salvia e Burro auf sächsisch. Mit brauner Butter und Liebstöckel. (Bewirkt das Gegenteil). Sie haben die dauerhafte Körperbeschriftung für sich entdeckt und das mandyfarbene Haar. Mit Klebebuchstaben können sie mittlerweile umgehen. „Ich bremse nicht für Kinderschänder“, „Wer meinem Kind etwas tut kommt unter die Räder“ prangt auf Heckscheiben. Es scheint dort viele Verkehrstote zu geben.
Ich verstehe es einfach nicht. Es könnte ihnen doch so gut gehen. Und eigentlich sind sie auch ganz puschelig. Gut, der Arm ist auch etwas dick geraten und der Gesichtsausdruck etwas wurstig. Vielleicht sehen wir sie deshalb nur im Profil. Obwohl- das Wurstige kommt von einem fränkischen Sadisten.

Jetzt bin aber mal abgeschwiffen und habe alles durcheinander gebracht.

Den ganzen Römerberg haben sie in Beschlag genommen. Geht ja nicht anders. Die Ampeln sind schon alle bewohnt. Mit Gesichtslosen. Und Ampelpärchen aller sexueller Ausrichtung. So wurden sie halt erst mal provisorisch untergebracht. Auf Dachlatten, Stolperfallen. Es dauert halt bis 2000 Ampeln gebaut sind. Aber das wird schon. Jedenfalls haben sie erst mal die Chinesen und die Japaner vertrieben. Die Russen bleiben ja schon seit über einem Jahr weg.
Verkauft wir das Ganze als Kunstinstallation zum 25. Fest der deutschen… Sie wissen schon. Mit Merkel und Gauck, Festmeile und Sponsorenparcour. Zwei Tage offiziell.

Oder hat sich der Ottmar Hörl etwa etwas dabei gedacht*. Als sich nach der Zaunöffnung in Ungarn alle rübergemacht haben. Schleuser noch Fluchthelfer waren und wir gerne 100 Mark Begrüßungsgeld zahlten?

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Dieser Text ist Teil der Blogparade „Ich war fremd“ der freundlichen Friederike aus dem Odenwald.
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*Hat er natürlich nicht. Wer mit diesem potthässlichen Sparkassenbrunnen namens Euro-Denkmal die Taunusanlage verschandelt denkt sich nix. Nicht mal Draghi wollte diesen optischen Sondermüll vor seinem fauligen Zahn stehen haben.

Car Sharing muss weg

Obwohl es grundsätzlich eine gute Idee ist mit dem Parkplatzüberhang in den Großstädten zurecht zu kommen. Ja, werte Leser sie haben richtig gelesen: Es gibt zu viele Parkplätze in der Stadt und der Überhang würde immer größer wenn nicht gezielt dagegen gearbeitet würde.

Jaja, jetzt kommt wieder der Satz: „Ich bin gestern dreimal um den Block gefahren um einen Parkplatz zu finden und jetzt stehe ich mit einem Bein im Strafzettelblock“. Da haben wir schon einmal zwei Worte, die nicht zusammen passen: Fahren und Parkplatz. Auch wenn manchmal irreführende Schilder mit der Aufschrift „Anwohnerparkplatz“ zu sehen sind. Die korrekte und allseits anerkannte Bezeichnung lautet „ruhender Verkehr“ und nicht „pausender Verkehr“. Wenn wir nun die Worte „ruhend“ und „Park“ verbinden gelangen wir schlussendlich auf dem Friedhof.
Hier ein paar Beispiele:

Einige Fahrzeuge werden noch einmal hübsch dekoriert.

Bei anderen beginnt sich bereits der Biofilm auf Lackschicht auszubreiten.


(Freundliche Leihgabe des Kiezneurotikers)

So sieht die korrekte Anwendung des ruhenden Verkehrs aus. Die Firmen bauen Autos. Da schafft Arbeitsplätze. Die Leute kaufen Autos. Das bringt dem Staat Steuern und brachte den Leuten Status. Brachte.
Vatern kaufte sich von der ausgezahlten Versicherung eine Mittelklasse. Die konnte man dann 15 Jahre später als Rentnerauto mit 10.000 Kilometer Laufleistung erwerben. Heute nimmt Papa die Ausschüttung für einen dreitägigen Wanderurlaub im Harz.
Und wo es früher nur eine Alternative gab seinen Stand bei beginnender Adoleszenz kund zu tun: Auto kaufen! So gibt es heute eine Alternative: Kaufe ich jetzt einen durchreparierten Japaner mit zwei Jahren TÜV oder ein IPhone geht die Statusfrage immer mehr zu Auswahl 2. Die laufenden Kosten dürften sich ähnlicher Höhe bewegen. Angeblich wollen die Frauen jetzt auch was großes Flaches in der Hose sehen. Großes Flaches und schöne Zähne. Der Biber ist das Tier der Zukunft.

Ich schweife ab.

Und zeige ein Exemplar der Car-Sharing-Klasse in echter Umgebung.

Wir sehen: Ringsherum alles leer. Das Fahrzeug ist gewaschen und das Fahrzeug ist irreführend beschriftet. Ein Shuttle hat Personal.
Was erst auf den zweiten Blick zu sehen ist: Ein Vorgängermodell. Ja, sie lagern in den Städten ihre Überproduktion ab und die Kommunalpolitiker wollen ihnen noch Sonderparkplätze zubilligen. Was ja nichts anderes heißt als dass sie um eine sowieso leere Fläche eine weiße Linie pinseln und eine Schild aufstellen. Damit werden dann einige Hilfspolizisten eingestellt was wiederum die Arbeitslosenrate senkt.
Bilderberg ist überall.

Rach* muss weg

Jetzt konnte ich vierzehn Tage nicht schreiben. Trauerarbeit. Heimatlos. Meine Stammkneipe hat zugemacht. Im Fenster steht: „Wir schließen. Vielen Dank für ihre jahrelange Treue. Ihre Familie Eichler“.
Als eingestädtertes Landei braucht es doch einen richtigen Anker. Eine Theke mit wechselndem Publikum um dummes Zeug zu erzählen. Dummes Zeug quer durch alle Fraktion, Wissensgebiete und das Wichtigste aus den drei Straßen außenrum. Ja, niemals hätte ich zu meinem Midlifehobby gefunden ohne den Kuckuck.

Kuckuck, umgehängt

Das war vor allem wegen dem Herrn Karl*. Ein sehr gepflegter älterer Herr, der dort jeden Abend mit seinem Rollator vorfuhr um zu speisen. Er hat mir die ganze Story erzählt: „Morgens um halb Sechs war auf einmal etwas los auf der Straße. Lauter Polizei. Und dann ging es ganz schnell.“

Berühmtes Gebäude

Das war am 1.Juni 1972 als sie Baader, Meins und Raspe dort aus der Garage zerrten. Morgens halb Sechs. Unfair. Gerade für Linke Terroristen.

Dann komm noch ein Anderer an die Theke. Macht was mit Sicherheit auf dem Flughafen. Nennen wir ihn Klaus. „Mit so einem durchsichtigen Panikbeutel voll Sprengstoff haust du mal locker ein Segment aus einem Flugzeug.“

So habe ich meine Bestimmung gefunden: Terror ist in der jetzigen Form für die Füße. Leute bringt man nicht um und tut ihnen nicht weh. Mit einem Wohnmobil durch die Gegend fahren und Kebableute abschießen und sich daran freuen, dass es kriminellen Migrationsstrukturen zugeordnet wird. Das ist ja noch nicht mal pubertärer Scheiß. Das ist erbärmlich. Von diesen Köpfeabschneidern mal ganz zu schweigen. Das ist noch nicht mal Mittelalter.

Das geht besser dachte ich. Deshalb plane ich Attentate. Wo Leuten nichts passiert aber die Empörung groß ist, das Kulturvolk keine Empörungsschnappatmung bekommt und die Restauratoren ihren Vermögensberater nicht bemühen müssen. Vielleicht würde auch jemand etwas Geld verlieren, dem es weiter nicht schadet weil noch genug übrig ist. Ich werde Sparkassenberater (Spässle gmacht)
Also Attentate allem Drum und Dran. Mit Fluchtweg und Bekennerschreiben. Das hat auch noch einen weiteren Vorteil: Wenn die mich mal loswerden wollen brauchen sie keine ekligen Kindersexbilder auf meinen Rechner zu spielen.

Mann, jetzt bin ich aber abgeschwiffen.

Ja, die gute Frau Eichler hatte das alleinige Regiment über die Küche. Die Speisekarte war seit 1979 unverändert. Die Kuchen für die vielen Trauerfeiern – Das Lokal liegt direkt gegenüber vom Hauptfriedhof hat die betagte Tante gebacken. Wenn das Fleisch für Steak oder Schnitzel nicht passend schien gab es auch mal Gulasch oder Frikadellen, nur dann. Freitag Abend waren sie meistens ziemlich leer gegessen. Dann gab es gemischte Speisekarte auf einem Teller. Aber immer frisch.
Es kam wie es kommen musste. Durch ständige einseitige Belastung gab mal das Hüftgelenk nach. Mit der OP wurde gewartet bis es wirklich nicht mehr anders ging. Selbstständige halt. Bei der OP wurden Nerven verletzt. Dann ging nichts mehr.
Der Enkel hätte es machen sollen und wollen. Doch der war Verracht*. Zu viele Änderungen in zu kurzer Zeit. Wollte aus einer Bindingkneipe eine Apfelweingaststätte machen. Das Stammpublikum hat es mitgemacht. Es wurde nicht so schnell angenommen, es kamen keine neuen Gäste. Frust.

Seit 1. Juli ist Feierabend.

*Symbolname

Die Rennbahn muss weg(2). Mit Faktencheck.

Hach, was waren das noch Zeiten als man so einfach daherlügen konnte und Leute taten so als ob sie das glaubten. Dann kamen die Tatsachen und mit den Tatsachen die vollendeten Tatsachen. Die Leute taten immer noch so als ob sie das glauben. Die ersten fingen an das was Tatsache genannt wurde zu glauben. Mit der Jahrtausendwende kam plötzlich der Fakt auf. Fake mit t am Ende. „Das ist Fakt!“ war plötzlich der Tropfen Espresso in der einlullenden Welt der Talkshows. Die Leute taten immer noch so als ob sie das glaubten. Einige glaubten das. Die ersten fingen an die Fak(e)ten nachzuplappern.
Um nun die Fakten zu Fakes zu rerhetorisieren wurde der Faktencheck eingeführt. Den machen dann auch die gegnerischen Parteien und alle anderen manipulatorisch tätigen Neutralen. Die Leute werden so langsam zum pawolwschen Hund verFnordet.

Dann will auch mal. Es geht um das Topthema in Frankfurt: Der Galopprennbahn-Deal mit DFB und dem Bürgerbegehren des Rennclubs.

JA!
Der Faktencheck zum Bürgerbegehren Galopprennbahn

Fußball ist sicher.
Einige Hundertschaften freundlicher Polizisten, gründliche Personenkontrollen, alkoholfreie Getränke in unzerbrechlichen Kunststoffgefäßen und unverdauliche Lebensmittel sorgen für Ihre Sicherheit. Die Ecken mit den Radaubrüdern werden freundlicherweise mit bengalischen Warnfeuern beleuchtet.

Pferderennen sind elitär und verleiten zum Glücksspiel.
Eine Familienkarte für die Rennbahn kostet 15€. Da bleibt im Gegensatz zum Eintrittspreis beim Fußball von etwa 50€ pro Person noch viel zu viel Geld zu Zocken übrig.

Rennpferde sind sündteuer und Fußball schafft Arbeitsplätze
Für das was so ein mittelmäßiger Fußballer kostet könnte man ein Gestüt locker einige Jahre betreiben. Deshalb müssen die Tiere zur Zucht herhalten und enden üblicherweise als Sauerbraten während hingegen so ein Fußballer locker einige windige Scheidungsanwälte finanzieren kann.

Fußball stärkt die körperliche Konstitution
Ja, sie müssen eine Halbzeit auf der Tribüne aushalten weil doch so ein Rumpelkicker mal aus Versehen einen Ball ins Tor zirkeln könnte. Das stärkt die Blase.

• Die Rennbahn ist immer verschlossen.
Das Stadion zwar auch, aber das interessiert in diesem Zusammenhang nicht. Im Übrigen ist das Haupttor immer offen – aber wer will schon auf die Driving-Range oder in die dortige Gastronomie. Schließlich schenken die Alkohol dort in Gläsern aus. (Übrigens: kann denn einer mal erklären warum unsere Politiker immer durch die Stallungen, also hintenrum, auf die Rennbahn wollen? Dort werden sie höchstens noch vom Gaul getreten.

Die Rennbahn ist pleite.
Die sind halt einfach zu blöde Gelder zu beantragen. Das ist wie mit den Autorennstrecken, den Hallenbädern, den Leichtathletikstadien. In Frankfurt ist außer Fußball kein Spitzensport mehr möglich.
Der DFB bietet in seiner Akademie dann bestimmt auch Kurse in der Art von „Wie locke ich die Hinterbänkler auf unsere Seite“
oder „Euer Image – Eure Stadionruine“ an.

(Wie sie wohl Olaf Cunitz und Markus Frank rumgekriegt haben?)

Ich schweife ein:

JA!
Gehen sie morgen zum Bürgerbegehren Galopprennbahn

Oberursel muss weg

Jetzt hat es Oberursel erwischt, ausgerechnet Oberursel. Friedlich entspannt dümpelt es am Rande des Taunus vor sich hin und ist mit der U3 von Frankfurt aus bestens zu erreichen. Wenn man in die Stadt zurückwandern will geht das am idyllischsten über den Mühlenwanderweg. Es gibt dort zwar bis auf die Schuchardmühle keine Mühlen mehr und die wird auch nur von einem quietschbunten Gartenzwerg betrieben. Meiden sollte man Oberursel im frühen Oktober wenn die zahlreichen Esskastanien von den Bäumen prasseln. Der Morgenstern des kleinen Mannes halt.

Und ausgerechnet jetzt kaufen sich zwei Leute drei Liter Wasserstoffperoxid im Baumarkt und die Verkäuferin merkt das. Meldet das. Die Polizei stürmt los und findet das Zeug vollständig, dazu noch Spiritus, eine angebliche Rohrbombe und Krempel. SEK-Leute stehen vermummt mit dem MG vor der Bude während innen Leute in Einweganzügen den Kühlschrank durchchecken. Olfaktorisch. Vor dem Gebäude stehen zwei Hundertschaften in Vollausstattung und machen das was sie immer machen: wichtig gucken und Kaffee trinken.

Spätestens jetzt kommt der Hmmmpf-Faktor ins Spiel. „Wir brauchen ein Verbot aus Sicherheitsgründen!“ Das Radrennen war passend und wird sogleich staatstragend verkündet. Hundert Karnickelzuchtvereine bleiben auf ihren Bratwürsten, Käsestangen und selbstgebackenen Kuchen sitzen. Die Vorstände haben Probleme bei der nächsten Hauptversammlung entlastet zu werden. Der Veranstalter war wohl schulterzuckend versichert.
Demnächst haben wir den G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Kosten: Bund 81 Millonen, das Land Bayern 131 Millionen. Dafür wird dann eine Mautstraße saniert und ein Hubschrauberlandeplatz gebaut und wieder abgerissen.
Wird wahrscheinlich teurer. Für das Geld hätte man einige Autobahnbrücken sanieren können. Ohne Maut.
Es finden sich bestimmt auch wieder ein paar Primaten, die eine Mülltonne anzünden. Das reicht dann als Begründung für diesen Irrsinn. Wie bei der EZB-Eröffnung.

Ich schweife ein.

Es geschieht alles nur aus Menschenfreundlichkeit und dient ihrer Sicherheit.


(Symbolbild)

Die Bilder müssen weg

Wie mache ich das jetzt – wo sich Leute, die ich bislang für recht intelligent hielt in die Reihe stellen lassen. Sie diskutieren über Bilder. Bilder von der EZB-Eröffnung. Bilder vom Stinkefinger. Katzencontent.

Mike Krüger sang mal ein Lied zur EZB Eröffnung: „Da darf man nicht sparn – da muss man Samstag fahrn wenn alle fahrn“. Klassischer Fall vom Hmmpfft. (Nächster Beitrag versprochen)

Ich schweife ab.

Mein ersten Bildchen, das mir auffiel war als die Lady Di zur Königin der Herzen erhoben wurde und seither huldigen ihr tausende Matronen für die sie lebend kein müdes Lächeln übrig gehabt hätte. Heiligenbildchen. Eine junge Frau heiratet. Zu jung. Die Ehe funktioniert nicht; sie beschließt zu leben. Es sei ihr gegönnt. Das passte halt nicht ins Bild besonders der Abgang nicht also machten sie eines. Ein gutes mit Haltbarkeit.
Das neueste Bildchen zeigt Feuer. Mülltonnen und Reifen. Der übliche Demokram. Bereits eingepreist.
Wenn nach einem verlorenen Zweitligaspiel eine U-Bahn zerlegt wird gibt das kein Bild – diesen Status hat ja bereits die Tabelle inne.
Die Feuerwehrleute, die Polizisten? Ohne das relativieren zu wollen: Das passiert jeden Tag. Schlimm hingegen ist die Tatsache, dass gute Polizisten und gute Feuerwehrleute sehr schwer zu finden sind. Sie hätten als echte Leistungsträger verdientermaßen feiern sollen, während die Businessuniformierten mal vorne stehen sollten. Wunschtraum. Es trifft immer die Falschen. 50% der Jugendlichen aus Spanien und ein ähnlich großer Anteil in Griechenland sind arbeitslos. Der Staat braucht sie nicht mehr. Sie sind Kostenfaktor. Gemachter Kostenfaktor. Entscheidungen müssen gefällt werden. Wie Bäume. Für Hochglanzprospekte zum Staats(aus)verkauf.


(Mein ständiger Protest – ich beschrifte das dem Bürger durch Privatisierung gestohlene Gut. Bringt auch nichts – so what.)

Ziviler Widerstand für Arme, stimmt. Irgendwo muss man ja anfangen wenn man nicht als Democlown oder Pappmascheefinanzkrakenbastler enden möchte.
Das war das Bild: Ziviler Widerstand ist jetzt böse und Terek al Wazir biedert sich mit einer hanebüchen kriecherischen Rede in Englisch an. Wahrscheinlich hat seine Bewerbungsmappe auch gleich dort liegen lassen. Das wäre unter Roland Koch nicht passiert. Der hätte soviel Bestech jüdische Erbsch Fakilaki eingesetzt dass Draghi deutsch gesprochen hätte.

Ich schweife mal kurz um
Fake, Varufakis. Das erklärt sich selbst. Jauch auch.
Was fällt diesem Bübchen nicht ein sich gegenüber einem Kabinettsmitglied eines befreundeten Staates zu benehmen wie ein Staatsanwalt für Hühnerdiebe? Die NZZ fordert zu Recht seinen Rausschmisss. Sowas hätte sich noch nicht mal Mc Carthy getraut.

und wieder ein.

Lasst euch nicht von den Bildern täuschen. Und. Setzen lassen. Höflich bleiben.
Und nicht Samstags fahrn wenn alle fahrn.

Der Lärm muss weg

Wir Frankfurter sind ein geplagtes Volk. Jedenfalls die Hibbdebacher. Ständig müssen sie das Gemaule der lärmgeschädigten Dribbdebacher, Offenbacher, Mainzer, Flörsheimer, Hanauer etc. anhören. „Die Fliescher kann man ja fast am Bauch kraulen“ mault es vom Sachsenhäuser Berg.
Aber erst seit 2011 weil Roland Bilfinger Koch, damals noch Ministerpräsident und noch nicht gefeuert meinte, dass eine Parallellandebahn En Vogue wäre. Gesagt, getan: Das Ding wurde für eine halbe Milliarde von Bilfinger-Berger hingekloppt und wird seither bestartet und belandet. Das Berger von Bilfinger-Berger wurde übrigens eingespart und das Ersparte für ein neues Logo und die Abfindung von unser Bubsche aus der Nieder Bahnbetriebswerksiedlung verbraten.

Ich schweife ab.

Den jetzt haben wir eine Schwarz-grüne Regierung in Hessen und Terek al Wazir darf die Presseerkärung der FRAport verlesen. Die wird dann auch so in der Frankfurter-Rundschau abgedruckt.
Da wurden zwei besonders laute Brummer erwähnt:
Die Antonow 124

(Revell Modellbau)
Der letzte dieser Brummer startete 2009 mit einem 190 Tonnen schweren Generator von Frankfurt nach Armenien – allerdings von Frankfurt-Hahn.
und die DC 9

Die letzten Rostlauben dieses Typs werden von Delta Airlines zwischen Atlanta und Chicago eingesetzt.

Seltsamerweise sind diese Flieger nach der Entgeldordunung achtmal so teuer beim Starten als die nur rund 1 Dezibel „leiseren“ Frachtflieger, die reichlich in der Cargo-City an- und wegdonnern.

Ich muss schon sagen: So wird aus einer Karteileiche eine ganz tolle Presseerklärung – und alle jubeln.