Die Duisbergstraße muss weg.

Schlammcatchen kann nur eine amerikanische Erfindung sein. Geht auch mit Krawatte und Hosenanzug. Möglicherweise wird demnächst auch das wunderschöne deutsche Wort „Fremdschämen“ in das Amerikanische als Lehnwort übernommen. Wahrscheinlich eher nicht. Was brauchen Entwicklungsländer auch Lehnwörter? Denen reichen wahrscheinlich XXL und FoxNews. Hmmm, damit sollte die Präsidentenwahl in den USA wohl hinreichend abgeurlaubt sein. Oder auch nicht. Präsidenten pflegen nicht arm zu sterben. Manche machen sogar richtig Cash damit. Die Frau ist schon hinreichend stiftungsgestopft, und der Möchtegernmilliardär braucht die Kohle. Scheint als als ob ein Geierschwarm über seinem Haarnest kreist.
Nun stellt sich der typische Spender die Frage wer wohl am Besten liefert. Die Frau scheint diesbezüglich zuverlässiger zu sein.

Ich schweife ein.

Von der Miquelallee stadtauswärts rechter Hand sind einige Straßen nach Chemikern benannt. Interessant sind dort drei Namen: Walter vom Rath, Aufsichtsrat bei der IG-Farben.

Carl Duisberg, ein Deutscher vom Scheitel bis zur Sohle. Mindestens. Lesen! Seltsamerweise wurde nach diesem Herrn eine Gesellschaft benannt, die der sprachlichen Verständigung(sic!) dient. Aber erst vierzehn Jahre nach seinem Tod. Greenwashing heißt das.

Die dritten im Bunde waren die Weinberg Brothers: Carl von Weinberg und sein Bruder Arthur. Der Carl hat auch eine Straße in dieser Ecke aber kein Erklärungsschild. Hatten ja auch die falsche Religion, arischerweise. Den Arthur hat es in Theresienstadt erwischt.

Wir hatten in Deutschland auch schon mal eine Wahl. Sie wird heute Machtübernahme schön geredet. Machtübergabe wäre das richtige Wort. Auf die Frage woher dieser österreichische Werbegestalter, vulgo Schildermaler, das viele Geld hatte dürfte wohl bekannt sein. Ein Geber war wohl die IG-Farben.
Die Weinberg-Brüder hatten halt das falsche Blut. Herr Hitler hat geliefert.
Frau Clinton wird auch liefern, sicher. Von Herrn Trump kann man das nicht behaupten.

Der Weltfrauentag muss weg

Jedenfalls so wie er gerade verunanstaltet wird.
Mann kann ja gar nicht mehr irgendwo reingucken ohne vom Mimimi umraunzt zu werden. Die armen Frauen. „Weltfrauentag muss sein schließlich sind die restlichen 364/365 Tage im Jahr Männertage.“ Frauke und Beatrix argumentieren auch nicht anders.
Also müssen wir da mal wissenschaftlich ran.

Fangen wir mal bei den Viechern an. Denen mit Matriarchat.
Bienen.
Die Königin wird zur Legehenne, die Weiber halten die Bude sauber, kümmern sich um die Brut und die Männer fliegen nach der Begattung raus.
Bei den Gottesanbeterinnen ist das auch nicht besser. Sie fressen den Alten nach dem Geschlechtsakt auf. Ja, sie wissen sogar, dass der Alte mit abgebissenem Kopf noch kann. Sexismus pur. Ich kann allen vernünftigen Männern nur abraten einen auf Sixpack zu machen: Jungs – das ist tödlich!

Kommen wir zu den Säugern.
Nacktmulle

Schöne Albasterhaut, weiße Zähne, absolut Schmerzfrei. Enthaarungsmittel von Ebay.

Tüpfelhyänen

Wahnsinnig dicker Hals. Vermaskulisierung, was immer das auch wieder ist, angeblich arttypisch. Schreien den ganzen Tag herum.

Elefanten

Tolle Viecher! Baden den ganzen Tag, vergessen nichts und haben keine Waagen.

Wir sehen, zoologisch kommen wir auch nicht weiter.

Nehmen wir mal Königinnen und dergleichen als Maßstab:
Katharina von Medici, Katharina die Große, Elisabeth I., Jian Quing und jetzt Kims kleine Schwester: Knöcheltief im Blut.

Auch nicht besser.

Welche Frauen werden uns zum Frauentag im Fernsehen präsentiert?
Die Wüstenblume. Eine barbarische Tradition. Frauen beschneiden Frauen und Männer beschneiden Männer. Die Folgen bei den Frauen sind schlimmer.

Hannah Arendt. Sie hat immer Recht.

Sie passen aber sehr gut in das modernde Rollenbild. In das moderne Frauenrollenbild.

Wer wird nicht gezeigt?

Rosa Parks.
Das war keine Putzfrau.

Hildegard von Bingen.
Die hat sich von Obrigen auch nichts sagen lassen.

und viele andere mehr, die nicht in das moderne Frauenbild passen.

Was machen die Männer?
Sie passen sich in das moderne Männerbild ein. Ziehen ihr Holzfällerhemd an, gehen in den Barbershop und trinken Latte mit dem Strohhalm damit der Bart nicht schmutzig wird.

Ich bin schon wieder abgeschwiffen und warum schreibe ich den Weltfrauentagdings zum Equal Pay Tag? Seltsam.

Ich fasse das noch einmal für die Männlichkeit kurz zusammen:

1. Männer trinken nicht aus Strohhalmen. Nie!

2. Schenkt euren Frauen zum Weltfrauentag eine rote Nelke. Sie haben es verdient.


(Dazu mehr am 3. November)

Woscht Willi musste weg

Willkommen im angesagtesten Szenestadtteil Frankfurts. Dem Bahnhofsviertel.

Ob sie vom Hauptbahnhof oberirdisch zwischen den Taschendieben durch müssen oder durch die B-Ebene hasten in der es riecht als ob der Weltwildplasserverband seinen ständigen Sitz hier hat. Es wird chic und kreativ. Wahnsinnig global war es schon immer hier. Es ist so angesagt, dass es seit ein paar Jahren eine Bahnhofviertelnacht gibt. Dort werden hunderte Touristengruppen von erfahrenen Schleusern in die geheimsten Ecken des lustvollen Schauderns geführt und Tausende von Hipstern, Anzugsuniformierten und szenegerecht kostümierten Merkelwählern wagen sich unbewaffnet in Straßen deren rote Beleuchtung nur Warnung heißen kann, ja sie lassen – durch Massen geschützt und gestützt sogar ihre Elektroschocker zu Hause. (Die sind ja auch nur in der Ecke um die Konstablerwache so richtig stylish.)

Die verhuschte Büromaus, die sich extra einen E-Book-Reader gekauft habt, um diesen seichten Liebesroman mit den Grauschattierungen politisch korrekt lesen zu können, geht mit ihren Freundinnen zur Tabledanceführung. Dort lässt sie genussvoll mal kurz die UV-gehärteten Nagel über den Kabelbinder in ihrer Tasche rattern und hofft insgeheim auf ein Abenteuer mit Rentenbeteiligung und niedriger Steuerklasse.
Der Merkelwähler vom Riedberg oder gar vom Taunus angereist stolziert mit seiner Angetrauten durch die verruchtesten Ecken und macht was Männer immer machen – er erklärt ihr mit seinem Insiderwissen die Welt. Mann kann sich auch um Kopf und Kragen reden.
Die Hipster halten sich derweil in der Münchner Straße auf. Trinken szenegerecht Öttinger, das sie im YOK-YOK, dem einzigen Kiosk mit DJ, erworben haben. Die Mainseite der Münchner ist übrigens komplett helal und alkoholfrei. Bis auf das Mosel-Eck.(Tipp!)

Immer diese Abschweifungen. Echt mal!

Zur Bahnhofsviertelnacht holen auch diese neuen Streetfoodleute ihre Smoker aus dem Keller oder fahren mit ihren Streetfoodlastern vor um ihr total überteuertes Zeug an die herbeieilenden Herden zu verfüttern. Es klappt auch seltsamerweise. Dabei ist das Bahnhofsviertel schon immer die Adresse für Streetfood worldwide gewesen. Und dass einige von diesen Butzen regelmäßig vom Gesundheitsamt zugemacht werden. So what?

Einer wurde leider gebeutelt. Ausgerechnet Woscht-Willi!

Dessen Karre war immer pikobello. Die ordentlichen Würste vom Metzger um die Ecke (Willi hat keinen Führerschein). Sein Standort war ideal. Vor der PIK-Dame. Wenn die Besucher ihren dreistelligen Obolus für eine Flasche minderwertigen Fruchtschaumwein in deprimierender Umgebung ausgegeben hatten reichte das Geld nur noch für eine Wurst. Später stand er neben einem Tabledanceschuppen. Da lief es schon nicht mehr so gut. War auch schon alt der Willi. Die Augen, der Rücken und die Gentrifizierung.
Sein letzter Platz war da wo auf dem Bild die beiden Container/Tanks für den Putz zu sehen sind.

Hier entstehen tolle Wohnungen im Szeneviertel. Bestimmt ist auch ein Anwalt dabei. „Das Bahnhofsviertel muss weg“ wird in der Klageschrift stehen.

Car Sharing muss weg

Obwohl es grundsätzlich eine gute Idee ist mit dem Parkplatzüberhang in den Großstädten zurecht zu kommen. Ja, werte Leser sie haben richtig gelesen: Es gibt zu viele Parkplätze in der Stadt und der Überhang würde immer größer wenn nicht gezielt dagegen gearbeitet würde.

Jaja, jetzt kommt wieder der Satz: „Ich bin gestern dreimal um den Block gefahren um einen Parkplatz zu finden und jetzt stehe ich mit einem Bein im Strafzettelblock“. Da haben wir schon einmal zwei Worte, die nicht zusammen passen: Fahren und Parkplatz. Auch wenn manchmal irreführende Schilder mit der Aufschrift „Anwohnerparkplatz“ zu sehen sind. Die korrekte und allseits anerkannte Bezeichnung lautet „ruhender Verkehr“ und nicht „pausender Verkehr“. Wenn wir nun die Worte „ruhend“ und „Park“ verbinden gelangen wir schlussendlich auf dem Friedhof.
Hier ein paar Beispiele:

Einige Fahrzeuge werden noch einmal hübsch dekoriert.

Bei anderen beginnt sich bereits der Biofilm auf Lackschicht auszubreiten.


(Freundliche Leihgabe des Kiezneurotikers)

So sieht die korrekte Anwendung des ruhenden Verkehrs aus. Die Firmen bauen Autos. Da schafft Arbeitsplätze. Die Leute kaufen Autos. Das bringt dem Staat Steuern und brachte den Leuten Status. Brachte.
Vatern kaufte sich von der ausgezahlten Versicherung eine Mittelklasse. Die konnte man dann 15 Jahre später als Rentnerauto mit 10.000 Kilometer Laufleistung erwerben. Heute nimmt Papa die Ausschüttung für einen dreitägigen Wanderurlaub im Harz.
Und wo es früher nur eine Alternative gab seinen Stand bei beginnender Adoleszenz kund zu tun: Auto kaufen! So gibt es heute eine Alternative: Kaufe ich jetzt einen durchreparierten Japaner mit zwei Jahren TÜV oder ein IPhone geht die Statusfrage immer mehr zu Auswahl 2. Die laufenden Kosten dürften sich ähnlicher Höhe bewegen. Angeblich wollen die Frauen jetzt auch was großes Flaches in der Hose sehen. Großes Flaches und schöne Zähne. Der Biber ist das Tier der Zukunft.

Ich schweife ab.

Und zeige ein Exemplar der Car-Sharing-Klasse in echter Umgebung.

Wir sehen: Ringsherum alles leer. Das Fahrzeug ist gewaschen und das Fahrzeug ist irreführend beschriftet. Ein Shuttle hat Personal.
Was erst auf den zweiten Blick zu sehen ist: Ein Vorgängermodell. Ja, sie lagern in den Städten ihre Überproduktion ab und die Kommunalpolitiker wollen ihnen noch Sonderparkplätze zubilligen. Was ja nichts anderes heißt als dass sie um eine sowieso leere Fläche eine weiße Linie pinseln und eine Schild aufstellen. Damit werden dann einige Hilfspolizisten eingestellt was wiederum die Arbeitslosenrate senkt.
Bilderberg ist überall.

Der Wollpullover muss weg

„Puuh, diese Hitze.“
„Weißt du noch diese Freude als wir ungeschoren davonkamen?“
„Haken dran.“
„Etwas wenig Schatten.“
„Das was uns die Ziegen halt so übrig gelassen haben.“
„Sollen doch Matratzen fressen, die Mistviecher!“
„Genau!“
„Hast du das von den Menschen gehört?“
„Was schon wieder?“
„Na DAS“

„mad dogs…..“
„määh“

Wir schweifen um und singen im Chor:

Die Mikrowelle muss weg

Das hat jetzt mal gedauert. Drei volle Wochen. Nur damit ich der Patty ein taugliches Rezept für Malfatti posten kann. Ja, drei volle Wochen hat es gedauert bis sich das Druckrezept von diesen Spinatgolfbällen veronlined hat.

Nun die taugliche Variante für zahnlose Kassenpatienten nach dem silbernen Löffel:
1 Packung Ricotta – über Nacht abgetropft (besser im Tuch trockenziehen lassen)
250 Gramm frischer Spinat. Waschen und tropfnass in einen heißen Topf geben. Deckel drauf. Nach zwei Minuten ist er zusammengefallen. Im Tuch ausdrücken. Dann hacken.
(alternativ 1/2 Packung Tiefkühlspinat 5 Minuten im geschlossenen Gefäß bei 700 Watt auftauen lassen)
Je weniger Flüssigkeit im Ricotta und im Spinat ist desto besser.

In der Pfanne Butterschmalz erhitzen, mit mindestens einer Knoblauchzehe aromatisieren, Spinat dazugeben und kurz durchschwenken.
Den Spinat ordentlich mit dem Ricotta, 50 Gramm geriebenen Parmesan oder anderem schmackhaften Hartkäse und einem Ei vermanschen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Ordentlich würzen.
Mit zwei Löffeln oder den Fingern kleine Nocken, Klößchen, Batzen etc formen und gründlich in Hartweizengrieß wälzen. (Der Hartweizengrieß fällt beim Kochen größtenteils ab bewirkt aber, dass sich die Klößchen nicht im Wasser auflösen)

Die Nocken in heißes, aber nicht sprudelndes, ordentlich gesalzenes Wasser geben. Sie sind fertig wenn sie oben schwimmen.

Derweil 50 Gramm geklärte Butter in der Pfanne erhitzen. 15 Salbeiblätter darin schwenken. Blätter herausnehmen. Salbeibutter über die Malfatti gießen und nochmals mit Parmesan bereiben.

Und wie wir sehen: Es hat funktioniert – Die Malfatti sehen echt übel aus.

Jetzt bin ich aber mal abgeschwiffen.

In Kochbloggerkreisen ist die Mikrowelle offiziell des Teufels. Bei Esoterikern, Heilsteinauflegern und linksdrehenden Eurythmikern sowieso.
Ich finde das Ding ganz tauglich. Man kann darin Teller warm machen. Espressotassen auch. Schnell mal was auftauen – bekannt.
Aber ganz genial ist das Ding beim Butter klären.
50 Gramm Butter in einen Klarsichtbeutel packen. 1 Minute bei 700 Watt. Beutel über Eck aufhängen und sacken lassen.


(Ja, es sieht sehr ordinär aus)

Schon hat Mann flüssiges Gold und kann die Wandschränke in der Küche noch für einen gewissen Zeitraum abwehren.

Die Bilder müssen weg

Wie mache ich das jetzt – wo sich Leute, die ich bislang für recht intelligent hielt in die Reihe stellen lassen. Sie diskutieren über Bilder. Bilder von der EZB-Eröffnung. Bilder vom Stinkefinger. Katzencontent.

Mike Krüger sang mal ein Lied zur EZB Eröffnung: „Da darf man nicht sparn – da muss man Samstag fahrn wenn alle fahrn“. Klassischer Fall vom Hmmpfft. (Nächster Beitrag versprochen)

Ich schweife ab.

Mein ersten Bildchen, das mir auffiel war als die Lady Di zur Königin der Herzen erhoben wurde und seither huldigen ihr tausende Matronen für die sie lebend kein müdes Lächeln übrig gehabt hätte. Heiligenbildchen. Eine junge Frau heiratet. Zu jung. Die Ehe funktioniert nicht; sie beschließt zu leben. Es sei ihr gegönnt. Das passte halt nicht ins Bild besonders der Abgang nicht also machten sie eines. Ein gutes mit Haltbarkeit.
Das neueste Bildchen zeigt Feuer. Mülltonnen und Reifen. Der übliche Demokram. Bereits eingepreist.
Wenn nach einem verlorenen Zweitligaspiel eine U-Bahn zerlegt wird gibt das kein Bild – diesen Status hat ja bereits die Tabelle inne.
Die Feuerwehrleute, die Polizisten? Ohne das relativieren zu wollen: Das passiert jeden Tag. Schlimm hingegen ist die Tatsache, dass gute Polizisten und gute Feuerwehrleute sehr schwer zu finden sind. Sie hätten als echte Leistungsträger verdientermaßen feiern sollen, während die Businessuniformierten mal vorne stehen sollten. Wunschtraum. Es trifft immer die Falschen. 50% der Jugendlichen aus Spanien und ein ähnlich großer Anteil in Griechenland sind arbeitslos. Der Staat braucht sie nicht mehr. Sie sind Kostenfaktor. Gemachter Kostenfaktor. Entscheidungen müssen gefällt werden. Wie Bäume. Für Hochglanzprospekte zum Staats(aus)verkauf.


(Mein ständiger Protest – ich beschrifte das dem Bürger durch Privatisierung gestohlene Gut. Bringt auch nichts – so what.)

Ziviler Widerstand für Arme, stimmt. Irgendwo muss man ja anfangen wenn man nicht als Democlown oder Pappmascheefinanzkrakenbastler enden möchte.
Das war das Bild: Ziviler Widerstand ist jetzt böse und Terek al Wazir biedert sich mit einer hanebüchen kriecherischen Rede in Englisch an. Wahrscheinlich hat seine Bewerbungsmappe auch gleich dort liegen lassen. Das wäre unter Roland Koch nicht passiert. Der hätte soviel Bestech jüdische Erbsch Fakilaki eingesetzt dass Draghi deutsch gesprochen hätte.

Ich schweife mal kurz um
Fake, Varufakis. Das erklärt sich selbst. Jauch auch.
Was fällt diesem Bübchen nicht ein sich gegenüber einem Kabinettsmitglied eines befreundeten Staates zu benehmen wie ein Staatsanwalt für Hühnerdiebe? Die NZZ fordert zu Recht seinen Rausschmisss. Sowas hätte sich noch nicht mal Mc Carthy getraut.

und wieder ein.

Lasst euch nicht von den Bildern täuschen. Und. Setzen lassen. Höflich bleiben.
Und nicht Samstags fahrn wenn alle fahrn.

Die EZB muss weg

Als Frankfurter komme ich um diesen Pflichtbeitrag nicht herum. Zumal gerade und weil zur Eröffnung wieder mal sieht die Öffentlichkeit dieses Bild:


(wikipedia)

Die Öffentlichkeit erregt sich. Weshalb? Wegen des Bildes!
Aus diesem Grunde bringe ich das Bild dem werten Leser noch einmal mit Erklärung:

Wie wir sehen befindet sich eine höchst seltsame, nur schwer einzuordnende Person(Kasperl), die mit einer abstrakten Waffe(Kasperlklatsche) bewehrt ist in sicherer Position über einer Kampfszene. Ein wildes Tier(grünes Krokodil) scheint einem Beamten südeuropäischer Herkunft(Opfer) Leid anzutun.

Wir abstrahieren jetzt dieses Bild um die Wahrheit hinter dem Bild(oben) sichtbar zu machen:


(wikipedia)

Wir haben das Kasperl(Bankhochhaus) – in sicherer Position.
Wir haben die RealwirtschaftGemüsegroßmarkthalle) – davor geduckt.

Jetzt fehlt noch die imaginäre Waffe(Kasperlklatsche):


(Das Kasperle hat übrigens im Keller eine Fabrik für imaginäre Waffen.)

Wir fügen zusammen:

Das ungezügelte Finanzkasperl haut mit der unendlichen Klatsche die wertschöpfende Realwirtschaft zu Klump.

Ich schweife ein:

Das ist das erste Gebäude des Kaptialistischen Realismus.

(Reife Leistung Coop Himmelb(l)au!)

Satire muss weg

Echt mal! Seit fast drei Wochen sitze ich auf diesem Beitrag und ständig kommt dann wieder so ein Pharisäer und Schriftgelehrter(Mt 5.20) daher und sieht seine religiösen Gefühle verletzt; Ein V-Mann vermutet einen Anschlag auf Braunschweig, ausgerechnet Braunschweig wo Hitler die doitsche Staatsbürgerschaft erhielt.
Dann wiederum glaubt so ein Irrer gar mit einem Blutbad Allah und seinen Propheten reinwaschen zu können.

Wahrlich ich sage Euch: Diese ganzen Karikaturen, Bildchen und der ganze Kram gehen Gott, Allah oder wie der auch immer heißt und seinen Propheten, Söhnen, Töchtern und Geistern zehntausend Meter am Arsch vorbei. Jawoll!
Oder ist da schon mal ein Blitz vom Himmel gefahren und hat so einen Pinselschwinger vom Zeichenbrett gegrillt? Nichts. Nada, Niente!
Liebe Atheisten ihr braucht jetzt nicht aus euren Löchern zu kriechen und mit eurem krankhaft missionarischen Eifer zu rufen: „Das ist der Beweis für die Nichtexistenz Gottes! Außerdem gibt es ein Kondomverbot und ein Zölibat…“. Wenn es denn einen großen Überdimensionalen gibt dann lacht er sich über soviel Einfalt krumm. Ja, wer bei diesen alten Herren in ihren Spitzendeckchen nur noch an Sex denkt braucht einen Arzt, einen guten.
Stülpt euch besser ein Nudelsieb über den Kopf und esst Pasta.

Ich schweife ein.

Pasta gibt es in der Höhle des Löwen natürlich nicht. Die Höhle des Löwen, die Hassstube der bigotten Klemmfurzer steht in Bornheim und heißt

Henscheid

versehen mit dem Hinweis „Aus dem Hause Klabunt“ – so hieß der Schuppen früher und war ein Schuppen, zeitweise ein ordentlicher. Dann kommt noch der Warnhinweis: „Junge Frankfurter Küche“ nebst Satire und Schnaps.
Die Satire hängt reichlich und schön gerahmt an den Wänden und kommt durch die Bank aus dem Hause Titanic und seiner geknechteter Zeichner. Der Schnaps kommt größtenteils vom Dirker und ist trinkbar – wenngleich überbewertet.
Nun kommen wir zur jungen „Jungen Frankfurter Küche“: Es gibt dort Bratswurst, Worscht, Salat, Schnitzel und Bratskartoffeln.
Nun im Einzelnen:
Die Bratswurst ist groß, fett und wie 80% aller angebotenen Bratwürste nichts wert.
Die Worscht kommt angeblich aus Michelbach und sieht wie Worscht aus. Ich habe auf den Verzehr verzichtet.
Der Salat ist schon prächtig; Ja man fragt sich wie es möglich ist einen Salatkopf so kleinzurupfen, dass die Blätter noch größer werden. Der Gesundhesser ist zum Gabelorigami genötigt. Bekannte Tatsache: Köche hassen Salatesser.
Das Schnitzel in der gerühmten Kräuterkruste. Ehemalige WG-Bewohner hier? Gibt es noch Erinnerung an Kräutersalz? Ja?
Kräutersalz hätte dieses totgebrutzelte Stück arme Sau vielleicht noch etwas geschmacklich…
..ach was!

Kommen wir nun zur Frage des Beitrags: Was darf Satire?

Wo wir bei den Bratskartoffeln wären. Wehrlose Kartoffeln werden, nicht mal ihrer Schale beraubt, mit groben Eisen in eine Steinwüste verwandelt. Die Form dieser Einzelteile wäre als zyklop zu bezeichnen. Diese werden dann langsam und trotzdem zu heiß in die deutsch-nationale Lieblingsfarbe „Schwarzbraun“ transferiert. Ein schmaler schwarzer Streifen, der im früheren Leben wohl mal Zwiebel war läßt die Frage aufkommen: Ist das noch Fegefeuer oder schon die Hölle? Die Bratskartoffen schmecken nach nichts sind aber trotzdem total versalzen.
Es gibt einen gewaltigen Bierdurst aber kein Bier – jedenfalls nicht so schnell. Apfelwein sollten sie dort übrigens nicht trinken; er kommt vom Herkert und hat aktuell etwas Schauderliches.

Am Nachbartisch erbauen sich einige junge Klemmfurzer in Spe über die Qualität dieses Kartoffelmordes.
Die finden bestimmt auch die Altherrenwitzchen des Herrn Gsella Lustig.

Die Partei, DIE PARTEI hält hier immer am ersten Montag des Montags ihren Stammtisch ab.
Echt hart die Jungs und die Frauen. Wirklich.

Die Wielandstubb musste weg.

Gibt es in Frankfurt eine Handkäsinstitution? Morgen muss man sagen „Es gab“.
Dieser Käse, der gar keiner ist, bedarf einer freundlichen Hege und Pflege. Er ist nämlich sehr neugierig und möchte deshalb immer mitten im Geschehen reifen. Ja, die Reife. Unreif schmeckt er nach Fensterkitt. Reif hingegen hessisch. Überreif hat er eine vergrämende Wirkung und wird deshalb gerne zu Kochkäse vermikrowellt.
In der Wielandstubb hat er noch seinen würdigen Schrein. Wie bei vielen Thaigastätten ist ihm auch hier ein würdiger Platz geboten: An prominenter Stelle steht ein großer salzglasierter Topf aus dem Kannenbäckerland in dem sich die guten Stücke für ihr weiteres, kurzes Erdendasein einstinken dürfen. Wie bei allen echten Monstranzen ist auch diese mit einem Tuch bedeckt.
Erschallt nun der Ruf „Erst mal en Handkäs!“ holt der Kellner mit geübten Händen und geschultem Blick ein gutes Stück hervor und bringt es dar.

Allerdings sind wir hier im anarchistischen Nordend wo auch gerne mal Heilige entsockelt werden. Auch der kleine Stinker. So gibt/gab es alle 14 Tage den Handkäs der Woche.
Ein besonderes Modell ist hier als Muster schlecht fotografiert.
Ein Handkäs Schwarzwälder Art. Mit Schlagsahne, getrockeneten Kirschen, Schokostreuseln. Er nahm ein Kirschwassserbad. Kam gut – wirklich.
Ein Handkäs polnischer Art mit Tomatenmark und gerösteten Knoblauchzehen war hingegen eher für abgebrühte Zeitgenossen ein Genuss.
Ein Handkäs thailändischer Art mit Lauchzwiebeln und Limetten ein Leckerli.
…..

Grundsätzlich gibt/gab es in diesem Lokal drei Hauptzutaten:
Handkäs
Kartoffeln – in allen möglichen Aggregatszuständen außer Pommes Frites, selten hausgemachte Klöße
Nackenfleisch
die stets anderweitig zusammengestellt waren und auch exotischst verarbeitet.
Genial sind/waren die Salate: Unter den hasenohrgroßen Salatblättern, zweifelsfrei ein echter Koch – die hassen grünen Salat, fanden sich feinst zubereitet aber grob geschnitzt Jahreszeitlichkeiten.
Natürlich hat es auch gedauert, so wie es überall dauert wo frisch gekocht wird.
Stammgäste gibt/gab es trotzdem genug.

Jetzt wurde der Pachtvertrag gekündigt.
Heute ist der letzte Tag.
Alles muss raus.
Gibt wahrscheinlich wieder so ein Rote-Beete-Thymian-Ziegenkäse-an-Honigschaum-Dings wo die ersten Wochen die Leute hingehen, die immer die ersten Wochen irgendwo hingehen.

Ich schweife ab.

Wer einmal den wunderbaren Geschichtsroman „Die Vollidioten“ von Eckhard Henscheid gelesen hat: Die Wielandstubb war neben oder nach dem Pizza-Peter der zweite Fluchtpunkt nachdem der Mentz zugemacht hat.
Die Vollidioten hocken jetzt im Henscheid.