Der Staat muss weg

Als ob es nicht schon jeder längst geahnt hätte. Deutschlands Brücken sind nicht mehr sicher. Die Gleise sind derart verrottet, dass eine Zeitersparnis von 7 Minuten die Stuttgart21 auf der Magistrale für Europa(!) Paris-Bratislava bringen soll schon hundertmal verhackstückt sind.
Die Bundeswehr befindet sich in einem Zustand der dem der nationalen Volksarmee der untergegangen DDR in Nichts nachsteht. Nur waren die Soldaten der NVA fitter weil sie nicht die abgelaufenen EU-Reserven, die mit Geschmacksverstärkern gepimpt sind, essen mussten.
Merkel kann nicht mal mit Messer und Gabel essen und die abgehalfterten Politer werden bei zweifelhaften Organisationen untergebracht.

Ich schweife ab

und bringe ein Symbolbild

Der Abriss ist die ehemalige Oberfinanzdirektion, geschützt/getäuscht wird die Bevölkerung durch Import-/Exportbehältnisse und auf dem Gelände entsteht dann hochsubventioniert der Neubau einer Frankfurt School of Finance.

Noch Fragen?

Der Stolperstein ist weg

So ist das nun mal mit dem Deutsch sein. Vergangenheit.
Entweder wird damit umgegangen oder ist Spielball der Interessen. Ich gehe lieber damit um und gucke bei Antinazidemos auch mal einem Bereitschaftspolizisten, der das Urteil eines einfach gestrickten Richters verteidigen muss, böse/entschlossen an. Das kann auch mal einen Sonntag dauern. Ist auch lustiger als sich das Entscheidungsfindungsgefasel eines einfach gestrickten Richters auf dem Golfplatz anhören zu müssen.
Besonders gut finde es wenn so eine Unfassbarkeit wie die Shoa eine Fassung bekommt. Ich meine jetzt nicht diese zementtote Bertroffenheitsorgie dieser Möchtegernjüdin Lea Rosh. Das ist ein normales Denkmal: Leute hocken sich drauf, essen dort ihre Stulle und pinkeln nachts an den Sockel.
Ich meine die Stolpersteine des Herrn Demnik. Das Grauen war überall. Ist.

Und so schlurrt der Verfasser am Untermainkai entlang und entdeckt bei Hausnummer 30 eine Plombe.

Bei sowas werde ich zum Blockwart. Echt. Diese Bappsäck wollen die Vergangenheit nicht vor der Haustüre haben. Recherche ist nötig. Wer. Was. Wann.
Und siehe es wurde ein Stein verlegt: Am Untermaikai 20
(Steinschneider, Adolf Moritz,20.6.1894 Untermainkai 20 interniert Vichy-Frankreich, 11.6.1944, gestorben 15.10.2004)
Und da ist er auch:

Ob die sich wohl bei der Verlegung in der Hausnummer geirrt haben?

Ich schweife ab.

Die armen Menschen wurden damals auch durch Kennzeichnungen, die sie offen zu tragen hatten gepiesackt. Gelbe Sterne, rosa Dreiecke……

Die letzte Kennzeichnung in Deutschland war der Säuferbalken im Führerschein. Vom Verfassungsgericht abgeschafft.
Doch jetzt denken Politiker über eine Markierung in Pässen nach: Wer in die Ecke von Dschihadistan verreisen möchte bekommt eine Markierung in den Pass. Zwecks der Fahndung. Passt gerade zu gut. Keiner mag die IS. Ich auch nicht.

Aber warum höre ich keine Empörung von NSA-geproofter und empörter Seite? Nix!
Also wird demnächst mein Pass folgende Markierungen enthalten: Wählt seltsame Gruppierungen, trinkt Apfelwein pur, kann Handkäse machen, überzieht den TÜV mehr als ein halbes Jahr und geht gerne zu Fuß.

Ich habe ein Problem.

Das Handy muss weg

Ja, ich habe einen Vertrag. So einen mit alle zwei Jahre ein neues Handy der Schusterklasse. Als geiziger Schuster habe noch 51,-€ draufgelegt und ein Outdoorhandy gekauft auf dass es vier Jahre halte. Das hielt, hatte aber nach zwei Jahren und drei Monaten ein neues Hobby – Speicherkarten grillen.
Ich kam mir vor wie diese Amalia Bibliothek nach einem Hackerkongress. Jetzt bin ich stolzer Besitzer eines Interimshandys vom Teufel selbst: Motorola E eine Google Einverleibung. Ohne Taschenlampe und ohne Autofokus. Dafür geht beim Abheben immer der Lautsprecher an. Mit automatischem Echogenerator. Ich klinge jetzt wie Helene Fischer im Stimmbruch und die Gesprächspartner sind Bänder. Sie sagen immer: „Du Chef? Will Audo kaufe.“

Hier das Hochglanzexemplar aus 30 Verpixelungen: Foodporn mit Kondom.

Photoshop weigerte standhaft sich dieses Bild zu bearbeiten

Ich schweife ab.

Das Verpixelte stellt einen Handkässtrudel dar. Als Beutehesse und eingeplackter Frankfurter wollte ich ein Gericht zu Ehren der größten aller Fernsehsendungen machen: Dem blauen Bock*1. Die Herausforderung bestand darin den drei Protagonisten kulinarischen Raum zu verschaffen.
Bei Heinz Schenk war das ganz einfach: Der sieht schon aus wie eine mit Handkäs überbackene Kartoffel. Im Bild rechts.
Lia Wöhr musste als Opernregisseurin und Produzentin natürlich der Teig sein, der alles zusammenhält. Einzige Frau im Bild.
Reginald „Reno“ Nonsens. Ein verkanntes Kabarettgenie, Kommunist und auch sonst ganz fit. Für den habe ich die Tunke gemixt.

Augsburger Allgemeine

Rezept

500 Gramm festkochende Kartoffeln in maximal 1cm große Würfel schneiden.
5 Minuten in Salzwasser mit etwas Curcuma kochen. Ausdampfen lassen.
1 Handkäs, nicht zu durch, atomisieren und in Kümmenschnaps/gemahlenem Kümmel marinieren.
4 Lauchziebeln in Rädchen schneiden.
Das Ganze mit einem kleinen Becher Schmand, Salz und ordentlich weißem Pfeffer verrühren*2.
Filoteig beim Türken holen und doppellagig mit flüssiger Butter anfeuchten.
Handkäs/Kartoffelmasse auf dem Teig verteilen und einrollen.
30 Minuten bei 200°C backen.

Hochgefährliche Tunke:
2 rote Gemüsepaprika schälen und pürieren. In ein Tuch packen und Wasser ausdrücken. Leicht salzen.
1 Teelöffel Honig
1 Teelöffel Essig
1 Teelöffel Tomatemark
und eine atomisierte halbe Pepperoni glattrühren.

Warm mit einem Klecks Nonsens servieren.
Wer gerne aufwärmt wir bei dieser Speise feststellen, dass die Mikrowelle dafür nicht taugt.

*1 Die beste Fernsehserie der Welt war natürlich „Acht Stunden sind kein Tag“ von Rainer Werner Fassbinder.
*2 Unbedingt verrühren. Im Mixer wird Schmand zur Brühe.

Die Rentner müssen weg

Kennen Sie die Patisserie Jean im schönen Metz?
Nein?
Dann will ich sie einmal beschreiben. Es ist eine sehr kleine und sehr feine Patisserie und Boulangerie am Rande des Exerzierplatzes von Metz. Ein kleines Café mit einigen Zweiertischchen befindet sich im Nebenraum. Sinnigerweise befindet sich am Rande dieses ehemaligen Exerzierplatzes auch noch die Kathedrale der Stadt. Das erweist sich mittlerweile als Fluch.
Der Fluch des Tourismus und jetzt auch noch des Weltkriegstourismus. Busseweise werden 14/18 Begutachter, alle mit der Gnade der späten Geburt stigmatisiert, ausgeworfen. Kurzes Blabla durch den Fremdenführer, dann zwei Stunden Freigang Invasion. Die Testosteron bedingte Aggression ist einem Prostata gesteuerten Harndrang und bei den weiblichen Truppen einer gewissen Inkontinenz gewichen. Das Ergebnis ist das Gleiche: Die Patisserie Jean verfügt über Toiletten und ist somit zum strategischen Ziel erkoren.
Die Aufklärer bereiten die Offensive vor. Ein paar Leute drängen in den Verkaufsraum, sondieren die Platzverhältnisse, das Feld. Darauf erfolgt die erste Angriffswelle. Zehn Recken in Volltouristausstattung versuchen das Café für die Hauptstreitmacht zu blockieren.
Plötzlich tritt die Verteidigung in Person von Madame Jean in Erscheinung. Dieses zierliche Persönchen schiebt löwinnengleich zwei Poller nebst Absperrband vor die erhoffte Kolonie, ruft „Bon! Bon!“ und deutet auf die Auslagen. Erst kaufen, bezahlen und dann Genießen.
Die Verteidigungslinie steht.
Die Streitmacht zieht sich vorerst zurück.
Die Demagogen treten auf den Plan.
Die Auslagen werden beschlechtachtet:
„Jedes Stückchen über drei Euro?“
„Guck mal wie klein die sind!“
„Zu teuer!“
„Da kriegt man bei Aldi eine tiefgekühlte Torte für das Geld!“
Die Demagogie lautet demzufolge: Kein echter Markt, unhöflich und außerdem.
Die Analyse lautet: Aldi hat keine Toiletten.

Es ist wie es immer ist. Während die Demagogen die Aufmerksamkeit auf sich zogen hat eine Invasorin klammheimlich eine Tasse Moyen creme erworben und einen Brückenkopf gebildet. Die zweite Angriffswelle beginnt zu laufen. „Das ist meine Frau“. „Kommt her, ich habe Platz reserviert.“ Den vermeintlichen Ehemann gelingt es durchzudringen und die wichtige Anhöhe „Monsieurs“ zu nehmen. Beim Versuch im Feldlager seiner vermeintlichen Frau zu landen wird er von den Augenlasern von Madame Jean geröstet und fällt als rauchendes Aschehäufchen zu Boden.

Madame Jean hat diese Schlacht geschlagen. Der Krieg geht weiter. Überall. Überall mit den gleichen Mitteln. Seit wach.

Ich schweife ab.

Ich kann diese Patisserie nur wärmstens empfehlen. Nur beste Qualitäten. Beste Butter. Beste Aromen.
Und nehmen Sie sich ein Pain au levain mit. Es straft alle Lügen, die sagen dass es gutes Brot nur in Deutschland zu kaufen gibt.

Das Haar muss weg

Die große Liebe hat auch mal Platz in meinem Sammelsurium.

Es war vor ca. 100 Jahren, die Leute waren patriotisch bis zum Anschlag. „Jeder Stoß ein Franzos, jeder Schuss ein Russ!“ wurde schwadroniert.
Schwadron um Schwadron wurde gestoßen und geschossen. Heute wird das historisch verarbeitet und breit getreten während der Russ sich gefälligst auf den nächsten Schuss zu freuen hat.
Nur sind die Leute heute nicht mehr patriotisch. Heute ist Putin böse, morgen kommt das iPhone 6 auf den Markt und Bundesliga ist auch bald. Da kann dem Steinmeier die Halsschlagader platzen und die Satelliten aller Seiten die Bilder vollautomatisch zu Beweisen hochphotoshoppen. Es wird erst merklich wenn die ersten Firmen, die von Russland leben mussten von den Großen geschluckt werden. Politische Marktbereinigung.

Ich schweife ein.

Zur Liebe.

Der Urgroßvater meiner besseren Hälfte gehörte auch zu den Glücklichen, die sich auf dem Feld der Ehre beweisen durften. Seine Verlobte hat ihm etwas gebastelt auf dass er immer an sie denkt. Gebastelt? Mit Liebe und Können hat sie
eine Uhrenkette

aus ihren eigenen Haaren geflochten.

Sie hat etwas zersaust, wie auch der Träger, den Krieg überstanden.
Die Verlobte starb derweil an Auszehrung.

Er ehelichte dann ihre Schwester. Damals ging es noch etwas rationeller zu.

Die Rennbahn muss weg

Wir waren Sonntag erstmals beim Turf. Zuschauen.
Ja, ich muss es zugeben: Zugucktechnisch sind Galopprennen echt der Bringer. Entspannungstechnisch auch. Nervenkitzlerisch sowieso.
Jetzt mal der Reihe nach:
1. Eintritt.
Vorherhige: „Zwei Erwachsene“ „Achtzehn Euro“
Wir: „Sind zwei Erwachsene ohne Kind auch eine Familie?“ „Ja, fünfzehn Euro“
Nachkommende: „Zwei Erwachsense“ „Achzehn Euro“
2. Umgebung unterfußig:
Grünes Gras für die Pferde, Kieswege und Betonpflaster für die Zuschauer.
3. Umgebung atzungstechnisch:
Es gibt recht gute Sachen zu Preisen, die sich unterhalb des Stadtniveaus bewegen.
Alkohol in Gläsern und auch schön Gemixtes.
4. Umgebung Feeling:
Keine Hundertschaften. Keine rotköpfigen Fans. Ganz entspannt geht der werte Besucher von Station zu Station und schaut so halbe Stunde mal vorbei wie die Pferdchen so ins Ziel hoppeln.
5. Volk:
Alles da. Vom abgerissenen Zocker bis zum echten Dandy mit seiner Dandine.
Hüte auch. Auch zu kaufen. Auch in schön. Auch gut bei Sonne. Es gab Sonne.
6. Pferde:
Sehen größtenteils aus wie Konstantin Wecker vor dem Kokainentzug.
7. Wetten:
Unbedingt wetten! Geht ab 50ct und die Adern schwellen beim Zieleinlauf
wie die von Konstantin Wecker vor dem Kokainentzug.
8. Gewinn. Haben 13,5 gewonnen. Nach Abzug der Unkosten sind noch diverse Rationalisierungsmaßnahmen zu treffen.
Die Leuchtturmfunktion wird der Bereich „Besser tippen“ einnehmen. Auf Aperol Sprizz, Flammkuchen und Wein kann aus technischen Gründen nicht verzichtet werden.

9. Unser Pferd war Nummer 3. Nicht im Bild. Maresco, eine elfjährige Stute. Wir haben sie dann Erasco genannt.

10. Ich schweife ab.

Der schöne Markus, Tankwart zu Unterliederbach – ääh Markus Frank Wirtschafts- und Sportdezerent der Weltmetropole Frankfurt am Main hat im Januar beschlossen, daß die Rennbahn defizitär arbeitet und deshalb ein DFB-Bootcamp auf dieses Gelände soll. Dem grünen Baudezernenten Olaf Cunitz wurde ob solcher Zukunftsmacht glatt derart das Rückgrat gekrümmt dass die vielgeliebte Amtskette fürderhin auf dem Boden schleift.
Bei dem CDU-Dezernenten ist das noch logisch: Inklusion! Ja, sie lieben es wenn sich die Chefin ihre Spasmen auf der Tribüne abarbeitet.
Aber der Grüne? Da wird ein großer Park, der von anderen für umme gepflegt wird zugebaut. Rasen wird Kunstrasen. Öffentliche Fläche wird Abgezäunt und Hungerlöhner stellen die Security. Eingeknastet kann die Kaste dann dem „Volkssport“ frönen. Ohne Public Viehing. Mit ohne richtigem Bier, mit ohne Alles. Aber mit Flagshipfanshop. Isch schwör!

Ach ja, der Staat nimmt mit der Wett- und Totalisatorensteuer knapp 1,5 Mrd. Euronen ein. Fußball kostet.

König Fußball muss weg.

Hach! Wenn der werte Leser denkt Waswegmuss würde sich eine gekünstelte Antifußball- und Fifa-ist-böse-Erregung aus den Finger zutzeln wird wohl enttäuscht.
Fußball ist mir grundsätzlich erst mal egal. So wie mir das Meiste er mal egal ist. Gewissermaßen eine art religiöser Egalheit besonders um die Erregungsauguren zu erregen.
Natürlich würde ich mich nicht für ein Public-Viehing in ein Paddock sperren lassen. Aber wenn in der Wirtschaft ein Spiel über den Flatscreen pixelt – why not?

Ich schweife ab.

Warum soll man über Könige schreiben wenn es Götter hat?
Ein aus dem Olymp der Kickerei gefallener Fußballgott lebt in Frankfurt. Er nennt sich auch Fußballgott; Besser: „Ich bin der Fußballgott!“
Fußballer war er wohl nie. Zwar für einen „Uffgestumpte“ etwas zu groß, aber nur etwas. Auch nicht dick genug, aber schon gut beieinander. Sein runder, haarlos glänzender Kopf ruht halslos auf den Schultern. Meist trägt er einen Ledermantel, der für einen Mantel zu kurz und für eine Jacke zu lang ist.
Er bewegt sich strammen Schrittes durch die Stadt um zu einem Anlaufpunkt zu geraten. Dort läßt er sich nieder packt seine zwei bis drei nicht mehr ganz so neuen Handys auf den Tisch/Tresen und eröffnet gerne mit: „Das 6310 war das beste Handy, das jemals gebaut wurde!“.
Dann packt seine Wettscheine aus. Nicht so ein Oddsetkram. Nein, so richtige Wettscheine mit Drittligaspielen aus so bedeutenden Staaten wie Sinistrien, Bophutatswana oder Absurdistan. „Wenn ich alle 10 Spiele richtig habe kriege 10234,- für einen Einsatz von 16,23!“ Acht Richtige schafft er immer. Manchmal scheint er auch alle richtig zu haben dann ist er mit einer waldbrandhaarigen Frau zu sehen. Immer der Gleichen. Auch sieht man ihn mal in Sachsenhausen kellnern. Gefallene Götter machen das so.
Ich liebe seine Sprüche.
Spanien: „Rasenschach, ich sage nur Rasenschach!“
Italien: „Fallen um wie die Fliegen wenn der Schiedsrichter nicht richtig guckt!“
England: „Die können wenigstens noch einen Ball kaputt treten!“
Brasilien: „Brasilien stirbt in Schönheit, ich sag’s euch!“
Dann gibt es noch den Statussymbolspruch. Einen der nur in Frankfurt Bestand hat: „Meine Gerichtsakten sind in Leder gebunden!“

Vielleicht kreuzen sie mal seine Wege und lassen sich dozieren es lohnt sich.

Der Nazi ist weg

Frankfurt ist zugegebenermaßen ein schwieriges Pflaster für Nazis. Hitler konnte schon nichts damit anfangen und weil die Stadt halt auch einen Titel brauchte musste sie sich mit der Bezeichnung „Stadt des deutschen Handwerks“ schmücken. In die einzige bekennende Nazikneipe gehen die Glatzen nicht weil sich dort die Lederschwulen aufwärmen wenn es ihnen auf dem Klo des Hauptfriedhofs zu kalt wird. Und wenn die Nazis mal demonstrieren wollen lassen wir sie erst gar nicht zu ihren richterlich zugestandenen Plätzen kommen. Das schaffen die nicht mal mit Polizeiunterstützung.

Allerdings gibt es ein sehr grenzwertiges Event: Den Römerbergfrühschoppen der studentischen Verbindungen. Ich gucke mir das manchmal an wenn milchbärtig Verbundene mittags um zwölf sturzbesoffen durch die Gegend fallen und sich als die Herrscher der Welt fühlen. Ja, diese Typen kümmern sich später um CI-gerechte Krawatten, Karteikästen – nicht in blau, und interplementieren die ruinöse Firmensoftware. Den alten Herren sei Dank.
Leider fallen sie auch ihre Seilschaftsbändchen sorgsam tragend in beste öffentliche Bedürfnisanstalt Frankfurts ein.

Eine *****Toilette, die selbst japanischen Reisegruppen gut genug ist:
Verbundender pinkelt.
Türke ebenso.
Verbundener fertig; Wendet sich an Türken: „So wie du aussiehst findest du nie eine anständige Frau.“
Türke: „Wie sehe ich aus?“
Verbundener: „Guck mal in den Spiegel!“
Türke geht zum Spiegel: „Oh, so sehe ich also aus. Habe ich noch nie gesehen!“
Verbundener wendet sich an anderen Verbundenen, jung(Fuchs?): „Der Hemdenkragen muss unter den Jackenkragen!“
und torkelt seine Männlichkeit halb verpackend Richtung Festivität.
Der Türke trug über. Stand ihm. Findet bestimmt auch eine anständige Frau.

Ich schweife ab.

Einige Häuser unterhalb der Verbindung Badenia wohnte der Frankfurter Stadtnazi. Immer wieder neue Sprüche an der Wand. Das Weltjudentum sorgsam ächtend. Die Deutschlandfahne trägt das Logo von Mastercard.

Den eingeworfen Scheiben nach und dem zugewachsenen Vorgarten nach zu schließen hat er aufgegeben. Diese Frankfurter sind halt unbelehrbar.

Heute vor 21 Jahren gab es den Brandanschlag in Solingen. Er wurde von betrunkenen Nazis verursacht. Es gab 5 Tote. Jedes Jahr findet am HülyaPlatz, nach dem jüngsten Opfer benannt, eine Gedenkfeier statt.

Die Gaslaternen müssen weg

Auch ein Mann hat mal schwache Momente.
Ja, ich war mal drauf und dran bei den Grünen einzutreteten. Damals.

Und besuchte einen Parteiabend in einer Gemeinde im Spessart. Themenabend. Es musste eine Aktion bei. Schleunigst.
Der Vorstand, eine Matrone, gut Dreißig, männlich, hatte das Thema „Wir machen eine Streuobstwiese“ gewählt. Als alter Tierfreundverticker war ich sofort auf dem Posten und wollte in meinem jugendlichen Leichtsinn mit Steinkauz, Grünspecht und Ringelnatter punkten. Ja, ein Thema nach meinem Herzen. Die Grünen der Hort meiner Seele. Sie verstehen mich. Ganz auf meiner Linie. Begeisterung unendlich.
Für ca. 30 Sekunden.
Dann sprach die unumgängliche Blonde mit dem dicken Hintern. Die Matrone bat sich Ruhe aus und erhoffte sich wohl noch ein spätes, aber vergebliches Glück. Die Blonde fand Buchsbäumchen ganz toll.
So wurde beschlossen eine Streuobstwiese mit Buchsbäumchen anzulegen wenn die Gemeinde ein Grundstück dafür zur Verfügung stellt und die Kosten übernimmt.
Von diesem Abend an beschloss ich die deutsche Parteienlandschaft mit dem gebotenen Realismus zu begleiten.
Und im Nachhinein betrachtet sind die Grünen im Gegensatz zu den Jungen Unionisten noch richtig goldig. Die JU-Leutchen haben so etwas Drolliges. Ich kann mich noch erinnern wie sich so ein Kind anschlich und wissend grinste. Er hielt es wohl für schlau, es sah aber recht debil aus. Es war vor der Bundestagswahl 2002 und er wollte mich vor den Gefahren des islamistischen Terrorismus im Kahlgrund warnen. Ich versprch sinngemäß: Wenn so ein Selbstmordattentäter mit seinem Sprengstoffauto ins örtliche Rathaus fährt werde ich mir Gedanken zu dem Thema machen.

Ich schweife ab.

Das Frankfurter Stadtregierung und dort natürlich die Grünen haben beschlossen die Gasbeleuchtung durch LED und Stromlampen zu ersetzen. Es ist sparsamer und die radioaktiven Glühstrümpfe müssen nicht ins Endlager. Außerdem sind die Masten morsch und können umfallen. Deswegen werden die historischen Masten aus den Jahren 1940-1960 mit anderer Ausstattung versorgt. Dann sind sie nicht mehr morsch. Dafür kann man auch mal 50 Millionen ausgeben und spart dann pro Jahr zwischen 140.000 und 3.1 Millionen ein.

Außerdem ist die Pferderennbahn pleite und muss sofort gegen ein Leistungszentrum des DFB ausgetauscht werden.
Die Rennbahnbetreiber wissen davon natürlich auch nichts.
Wir stellen fest: Matronen und BlondInnen gibt es überall. Nur regieren sollten sie nicht.