Der Marathon muss weg. Der Triathlon auch.

Wenn der geneigte Leser nun denkt jetzt motzt er über gesperrte Straßen umgeleitete Straßenbahnen, Hubschraubergeknatter und grenzdebile Supporter der irrt. Ich gucke da gerne zu, esse Bratwürste, trinke Bier und lausche den Sambatruppen, die den Akteuren noch mal so richtig Beine machen wenn sich der Hungerast zum Wald erwächst und die Beine weg zu sacken drohen.
Wir machen statt Sport einen Sambawalk. Ist ja eine echte Alternative.
Die Trommelbanden sind sowieso das Höchste. Warum gibt es die bei Demos nicht? Im Sambarhythmus durch die Straßen getanzt, so ein Federdings auf dem Kopf, mal ganz toll mit dem Hintern wackeln und freudig das Banner geschwenkt. Das hätte was. Nicht immer dieser tröge Alukappensingsang. „Ein Hoch, ein Hoch, der internationalen…“ „Deutsche Waffeln, deutsches Geld….“ Wir kennen das ja. Lediglich die Partei die Partei skandiert „Irgendwas!“ Das ist schon mal ein Ansatz aber vom Samba noch meilenweit entfernt. Außerdem wollen die Frauen auch mal sehen, dass beim Mann was wackelt.

Also Männer: Die Welt braucht einfach mehr Samba!

Lassen wir mal so stehen.

Was für eine Abschweifung!

Es geht natürlich um das Danach. Deshalb kommt jetzt ein Aufregerfoto mit Hassobjekten:

Symbolbild

Pappbechern(Einweg), Polizei, Drängelgitter, Straßenschlucht und die Gaststätte zum Bitburger.
Alles drauf. Fast alles. Die Wurst fehlt. Aber darum geht es natürlich auch nicht. Wer sich über sowas aufregt fotografiert auch seinen Hamburger vom Mäcces.

Also wenn es auf der Straße so aussieht sind die Maranthen, Triathleten und die Sambawalker schon längst im Riedbad saunieren und relaxen. Das führt zu Konflikten.
Normalerweise herrscht hier friedliche Koexistenz zwischen Ausdauersportlern, schließlich ist es das einzige Hallenbad mit 50 Meter-Bahn in Frankfurt, und Normalos. Es kommen immer die gleichen Leute. Die einen trinken ihr Eiweißgesöff und die anderen Weizenbier. Der nicht mehr ganz so junge Latin Lover hat seine nicht mehr ganz so junge Frauenschar in eine Charmecloud gepackt. Ein weißer und ein schwarzer Budda sitzen beim letzten Aufguss immer oben und leiden freudigst. Ein freundlicher Umgang miteinander.
Nur zu den Ausdauer-Großveranstaltungen wird die Sauna mit Zwangsbeglückern überschwemmt. Die Mehrzahl sind einzelne Männer. Manchmal kommen auch Männer mit ihrer grenzdebilen Supporterfamily.
Dann wird relaxt bis es wehtut. Jeder Joke unter Bekannten wird mit einem „Das ist eine Ruhezone!“ gemaßregelvollzugt. Das natürlich am liebsten an der Theke.
Gegipfelt wird das von Ehefrauen der Heldenmänner, die mit dem „Thilo-du-schaffst-das-Hemdchen“ von Spreadshirt. Sie nehmen dann gerne im Saunabad die allseits bekannte Yoga-Position raumgreifender Spasmus ein und bewachen ihre Scham. Mit Blicken. Nicht wissend, dass Männer immer das Hinterteil checken. Wo wir wieder beim Samba wären.

Also Männer: Die Welt braucht einfach mehr Samba!

Mann kann es gar nicht oft genug wiederholen.

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2 Gedanken zu “Der Marathon muss weg. Der Triathlon auch.

  1. Das erinnert mich an die seligen Zeiten des Berlin-Marathon, als wir vor dem Yorckschlösschen standen und Männern zusahen, die wie Hühner verkleidet waren. Beeindruckt haben uns nie die Hochland-Kenianer an der Spitze des Feldes, sondern die Letzten, die vor dem Kehrwagen der BSR dem Ziel entgegengetaumelt sind. Nie hat Prosecco besser geschmeckt ;o)))

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