Die Mikrowelle muss weg

Das hat jetzt mal gedauert. Drei volle Wochen. Nur damit ich der Patty ein taugliches Rezept für Malfatti posten kann. Ja, drei volle Wochen hat es gedauert bis sich das Druckrezept von diesen Spinatgolfbällen veronlined hat.

Nun die taugliche Variante für zahnlose Kassenpatienten nach dem silbernen Löffel:
1 Packung Ricotta – über Nacht abgetropft (besser im Tuch trockenziehen lassen)
250 Gramm frischer Spinat. Waschen und tropfnass in einen heißen Topf geben. Deckel drauf. Nach zwei Minuten ist er zusammengefallen. Im Tuch ausdrücken. Dann hacken.
(alternativ 1/2 Packung Tiefkühlspinat 5 Minuten im geschlossenen Gefäß bei 700 Watt auftauen lassen)
Je weniger Flüssigkeit im Ricotta und im Spinat ist desto besser.

In der Pfanne Butterschmalz erhitzen, mit mindestens einer Knoblauchzehe aromatisieren, Spinat dazugeben und kurz durchschwenken.
Den Spinat ordentlich mit dem Ricotta, 50 Gramm geriebenen Parmesan oder anderem schmackhaften Hartkäse und einem Ei vermanschen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Ordentlich würzen.
Mit zwei Löffeln oder den Fingern kleine Nocken, Klößchen, Batzen etc formen und gründlich in Hartweizengrieß wälzen. (Der Hartweizengrieß fällt beim Kochen größtenteils ab bewirkt aber, dass sich die Klößchen nicht im Wasser auflösen)

Die Nocken in heißes, aber nicht sprudelndes, ordentlich gesalzenes Wasser geben. Sie sind fertig wenn sie oben schwimmen.

Derweil 50 Gramm geklärte Butter in der Pfanne erhitzen. 15 Salbeiblätter darin schwenken. Blätter herausnehmen. Salbeibutter über die Malfatti gießen und nochmals mit Parmesan bereiben.

Und wie wir sehen: Es hat funktioniert – Die Malfatti sehen echt übel aus.

Jetzt bin ich aber mal abgeschwiffen.

In Kochbloggerkreisen ist die Mikrowelle offiziell des Teufels. Bei Esoterikern, Heilsteinauflegern und linksdrehenden Eurythmikern sowieso.
Ich finde das Ding ganz tauglich. Man kann darin Teller warm machen. Espressotassen auch. Schnell mal was auftauen – bekannt.
Aber ganz genial ist das Ding beim Butter klären.
50 Gramm Butter in einen Klarsichtbeutel packen. 1 Minute bei 700 Watt. Beutel über Eck aufhängen und sacken lassen.


(Ja, es sieht sehr ordinär aus)

Schon hat Mann flüssiges Gold und kann die Wandschränke in der Küche noch für einen gewissen Zeitraum abwehren.

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6 Gedanken zu “Die Mikrowelle muss weg

  1. Oh mein Gott. Herrlich. Ich will das haben! Also, die Urinbeutelassoziation hätt’s jetzt ned gebraucht, aber darüber kann ich gnädig hinwegsehen! Wann kommt mein Essen auf Rädern?

    Wir könnten es mit einem rhythmischen Mikrowellengesprächskreis verbinden.

  2. Mikrowelle als Tellerwärmer kann ich nicht empfehlen. Teller kann darin zerplatzen. Ist mir passiert. Aber okay, bin Kochblogger und verteufle das Ding eigentlich auch. Vielleicht war das seine Rache?

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