Satire muss weg

Echt mal! Seit fast drei Wochen sitze ich auf diesem Beitrag und ständig kommt dann wieder so ein Pharisäer und Schriftgelehrter(Mt 5.20) daher und sieht seine religiösen Gefühle verletzt; Ein V-Mann vermutet einen Anschlag auf Braunschweig, ausgerechnet Braunschweig wo Hitler die doitsche Staatsbürgerschaft erhielt.
Dann wiederum glaubt so ein Irrer gar mit einem Blutbad Allah und seinen Propheten reinwaschen zu können.

Wahrlich ich sage Euch: Diese ganzen Karikaturen, Bildchen und der ganze Kram gehen Gott, Allah oder wie der auch immer heißt und seinen Propheten, Söhnen, Töchtern und Geistern zehntausend Meter am Arsch vorbei. Jawoll!
Oder ist da schon mal ein Blitz vom Himmel gefahren und hat so einen Pinselschwinger vom Zeichenbrett gegrillt? Nichts. Nada, Niente!
Liebe Atheisten ihr braucht jetzt nicht aus euren Löchern zu kriechen und mit eurem krankhaft missionarischen Eifer zu rufen: „Das ist der Beweis für die Nichtexistenz Gottes! Außerdem gibt es ein Kondomverbot und ein Zölibat…“. Wenn es denn einen großen Überdimensionalen gibt dann lacht er sich über soviel Einfalt krumm. Ja, wer bei diesen alten Herren in ihren Spitzendeckchen nur noch an Sex denkt braucht einen Arzt, einen guten.
Stülpt euch besser ein Nudelsieb über den Kopf und esst Pasta.

Ich schweife ein.

Pasta gibt es in der Höhle des Löwen natürlich nicht. Die Höhle des Löwen, die Hassstube der bigotten Klemmfurzer steht in Bornheim und heißt

Henscheid

versehen mit dem Hinweis „Aus dem Hause Klabunt“ – so hieß der Schuppen früher und war ein Schuppen, zeitweise ein ordentlicher. Dann kommt noch der Warnhinweis: „Junge Frankfurter Küche“ nebst Satire und Schnaps.
Die Satire hängt reichlich und schön gerahmt an den Wänden und kommt durch die Bank aus dem Hause Titanic und seiner geknechteter Zeichner. Der Schnaps kommt größtenteils vom Dirker und ist trinkbar – wenngleich überbewertet.
Nun kommen wir zur jungen „Jungen Frankfurter Küche“: Es gibt dort Bratswurst, Worscht, Salat, Schnitzel und Bratskartoffeln.
Nun im Einzelnen:
Die Bratswurst ist groß, fett und wie 80% aller angebotenen Bratwürste nichts wert.
Die Worscht kommt angeblich aus Michelbach und sieht wie Worscht aus. Ich habe auf den Verzehr verzichtet.
Der Salat ist schon prächtig; Ja man fragt sich wie es möglich ist einen Salatkopf so kleinzurupfen, dass die Blätter noch größer werden. Der Gesundhesser ist zum Gabelorigami genötigt. Bekannte Tatsache: Köche hassen Salatesser.
Das Schnitzel in der gerühmten Kräuterkruste. Ehemalige WG-Bewohner hier? Gibt es noch Erinnerung an Kräutersalz? Ja?
Kräutersalz hätte dieses totgebrutzelte Stück arme Sau vielleicht noch etwas geschmacklich…
..ach was!

Kommen wir nun zur Frage des Beitrags: Was darf Satire?

Wo wir bei den Bratskartoffeln wären. Wehrlose Kartoffeln werden, nicht mal ihrer Schale beraubt, mit groben Eisen in eine Steinwüste verwandelt. Die Form dieser Einzelteile wäre als zyklop zu bezeichnen. Diese werden dann langsam und trotzdem zu heiß in die deutsch-nationale Lieblingsfarbe „Schwarzbraun“ transferiert. Ein schmaler schwarzer Streifen, der im früheren Leben wohl mal Zwiebel war läßt die Frage aufkommen: Ist das noch Fegefeuer oder schon die Hölle? Die Bratskartoffen schmecken nach nichts sind aber trotzdem total versalzen.
Es gibt einen gewaltigen Bierdurst aber kein Bier – jedenfalls nicht so schnell. Apfelwein sollten sie dort übrigens nicht trinken; er kommt vom Herkert und hat aktuell etwas Schauderliches.

Am Nachbartisch erbauen sich einige junge Klemmfurzer in Spe über die Qualität dieses Kartoffelmordes.
Die finden bestimmt auch die Altherrenwitzchen des Herrn Gsella Lustig.

Die Partei, DIE PARTEI hält hier immer am ersten Montag des Montags ihren Stammtisch ab.
Echt hart die Jungs und die Frauen. Wirklich.

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9 Gedanken zu “Satire muss weg

  1. In der Reichsführereinbürgerungsstadt Braunschweig herrscht Ruhe an allen Fronten; es schweigen nun die Waffen. Das weiß ich, weil ich heute mit den Kindern Timmy, 9 Sohn_1 und Tochter_1 dort war und den Kriegsschauplatz besichtigte. Es gelang uns ohne Behinderungen beim Platz des himmlischen Friedens die nicht mehr benötigten Röntgen-Photos abzugeben.
    [Frau(!) Doktor »gehen Sie jetzt! – ich habe noch andere Patienten!« Schindler. Der Säzzer]
    Danach – es mag so 10:30 Uhr gewesen sein -, fielen wir mit unserem Kriegsruf »sofort drei Gläser, aber hart wie Kruppstahl!« windhundartig in unserer Lieblingsweinschänke ein. Sehr zur Freude und Beruhigung der schönen Schankwirtin, weil wir die einzigen Gäste waren. »Eine Flasche Rotspon, aber nicht von dem Zeug für die Gäste!« Der il Falcone sollte es sein und auch Käse. Das Gekröse in Form von Mandelkern, Salat (grün) und braunschweiger Allerlei verpacken wir in ein Kondom (die sogenannte Grüntrennung – wir hatten Käse und kein Gekröse bestellt), was Tochter_1 mit »Papi: Die müssen Dich hier wirklich lieb haben!« kommentierte.

    Ach, wie lächelte da die holde Wirtin, schlank, schön, fest im Biss und leicht säuerlich. »Heda! Noch so eine… oder besser hole ich mir die selber. Auf einem Bein kann man nicht stehen!«. Und wir waren wild entschlossen, diese Drohung wahrzumachen. Das haben wir dann auch brav getan, aber auch das ging vorbei.
    Dann sind wir noch auf zwei Beinen – sicher ist sicher – zum Islamisten um die Ecke gegangen, dönern mit Schaf & alles. »Ey Mann: Wart Ihr das da gestern mit der Bombe?« Der Mudschaheddin am Karussellfleisch stritt natürlich alles ab; war ja irgendwie klar, daß aus denen nix rauszukriegen ist. Und um es mal in aller Deutlichkeit zu sagen: Wenn der uns nicht antwortet, dann hat der Staatsschutz auch nichts rausgekriegt!

    Soweit also zu der Bombenstimmung in Braunschweig. Ey: Es war alles Fake! Globuli! Ganz kalter Kaffee!

  2. Enkheim. Da gibt es Enkheim und Enkheim. Das eine Enkheim ist von Architektur durchseuchtes, vollverglast öffentliches Wohnen der „Hier wohnen wir weil wir es uns leisten können Klasse“.
    Dann gibt es noch das Enkheim unten – dass ist mittlerweile auch schon zu nahe an der EZB.

    • Die EZB verändert das Gesicht der Stadt nicht nur am Main unten.
      Die Immobilienpreise sind ziemlich nach oben gegangen.
      Dass Frankfurt einmal Bankenstadt werden würde, hätte in den 60ern noch niemand erwartet.
      Reich und arm. Beides extrem.

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