Die Gaslaternen müssen weg

Auch ein Mann hat mal schwache Momente.
Ja, ich war mal drauf und dran bei den Grünen einzutreteten. Damals.

Und besuchte einen Parteiabend in einer Gemeinde im Spessart. Themenabend. Es musste eine Aktion bei. Schleunigst.
Der Vorstand, eine Matrone, gut Dreißig, männlich, hatte das Thema „Wir machen eine Streuobstwiese“ gewählt. Als alter Tierfreundverticker war ich sofort auf dem Posten und wollte in meinem jugendlichen Leichtsinn mit Steinkauz, Grünspecht und Ringelnatter punkten. Ja, ein Thema nach meinem Herzen. Die Grünen der Hort meiner Seele. Sie verstehen mich. Ganz auf meiner Linie. Begeisterung unendlich.
Für ca. 30 Sekunden.
Dann sprach die unumgängliche Blonde mit dem dicken Hintern. Die Matrone bat sich Ruhe aus und erhoffte sich wohl noch ein spätes, aber vergebliches Glück. Die Blonde fand Buchsbäumchen ganz toll.
So wurde beschlossen eine Streuobstwiese mit Buchsbäumchen anzulegen wenn die Gemeinde ein Grundstück dafür zur Verfügung stellt und die Kosten übernimmt.
Von diesem Abend an beschloss ich die deutsche Parteienlandschaft mit dem gebotenen Realismus zu begleiten.
Und im Nachhinein betrachtet sind die Grünen im Gegensatz zu den Jungen Unionisten noch richtig goldig. Die JU-Leutchen haben so etwas Drolliges. Ich kann mich noch erinnern wie sich so ein Kind anschlich und wissend grinste. Er hielt es wohl für schlau, es sah aber recht debil aus. Es war vor der Bundestagswahl 2002 und er wollte mich vor den Gefahren des islamistischen Terrorismus im Kahlgrund warnen. Ich versprch sinngemäß: Wenn so ein Selbstmordattentäter mit seinem Sprengstoffauto ins örtliche Rathaus fährt werde ich mir Gedanken zu dem Thema machen.

Ich schweife ab.

Das Frankfurter Stadtregierung und dort natürlich die Grünen haben beschlossen die Gasbeleuchtung durch LED und Stromlampen zu ersetzen. Es ist sparsamer und die radioaktiven Glühstrümpfe müssen nicht ins Endlager. Außerdem sind die Masten morsch und können umfallen. Deswegen werden die historischen Masten aus den Jahren 1940-1960 mit anderer Ausstattung versorgt. Dann sind sie nicht mehr morsch. Dafür kann man auch mal 50 Millionen ausgeben und spart dann pro Jahr zwischen 140.000 und 3.1 Millionen ein.

Außerdem ist die Pferderennbahn pleite und muss sofort gegen ein Leistungszentrum des DFB ausgetauscht werden.
Die Rennbahnbetreiber wissen davon natürlich auch nichts.
Wir stellen fest: Matronen und BlondInnen gibt es überall. Nur regieren sollten sie nicht.

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