Die Feinstaubplakette muss weg.

Das ist momentan mein Lieblingsauto. Ein dezent mattschwarz farbgerollter Pickup unbekannter Provinenz, möglicherweise USA, mit unfallsicheren cremefarbenen Kunstledersitzen einem richtigen Lenkrad und einem Schalthebel auf dem Mann auch mal ein Spanferkel zur Genussreife bringen könnte. Unregelmäßig brozzelt dieses Gefährt, dezent fette schwarze Rauchwolken ausstoßend, morgens ums Eck und bleibt stehen wo gerade Platz ist.

1a Karre!

Das Coolste an der Karre ist die schwarze Feinstaubplakette mit der 0. Da liegt auch kein Winsel-Schreiben mit amtlich korrektem Dienstsiegel unter der Windschutzscheibe. Nüscht. Ich nenne das mal Haltung. Vielleicht auch Wissen, der einer Handlung bedarf. Schließlich kommt der meiste Feinstaub aus kalten Katalysatoren von Benzinern. Das berühmte NOx. Macht übrigens auch die wunderbar nachtleuchtenden Güllealgen an den Alleebäumen.
So war das halt: Als die Deutschen, die oben, halt wieder mal im vorauseilenden Gehorsam die Innenstadtstrecken mit Feinstaubmessstaionen in ampeltechnische Rotlichtbezirke mit Dauerstau verwandelten war Ratzfatz Handlungsbedarf erzeugt und die KfZ-Industrie hatte nichts Besseres zu tun die bösen alten Dieselstinker umsatzfördernd zu diskreditieren.

Ich schweife ab.

Es geht hier nämlich um den Hmmpf.
Und was ist nun diese/r Hmmpf? Ein Nichts mit dicken Klöten! Meist mit Fifi auf dem Kopf.
Ein Nichts, das Handlungsbedarf erzeugt. Offiziell für die Nachwelt, inoffiziell für sein Ego aber tatsächlich für die Wirtschaft, aber das merkt der Hmmpf nicht weil auf ein Hmmpf ein Nächstes folgt.
Ein Beispiel aus der Vorrede: Es wurden im Winter knackige Feinstaubwerte erzeugt. Es gibt eine EU-Verordnung. Der Hmmpf fragt seinen Fachmann von der Autoindustrie: „Dieselstinker!“ Die Antwort war logisch weil zu diesem Zeitpunkt kein Mensch Benziner kaufen wollte. (Das kann der werte Leser selber googeln – ich bin zu faul dazu.) Also prügelt der Hmmpf ein Gesetz durch und lässt Schilder aufstellen. Die Feinstaubwerte sinken, die Anzahl der Bronchialkarzinome nicht.

Und was macht der Hmmpf gerade?
Ukraine. Es geht nicht um Demokratie. Der Fleischindustrie werden die Rumänen zu teuer.
Schweiz. Damit kann er ganz toll ablenken weil die EU keine Einwanderungspolitik hat.
Verkehrsprojekte.
Sport.
Vorratsdatenspeicherung…

Isst seine Pferdelasagne und geht dann ins Bordell. Mit SS-Uniform. Sonst kriegt er keinen mehr hoch.

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2 Gedanken zu “Die Feinstaubplakette muss weg.

  1. Obwohl sonst nicht mein gewerk, bete ich gerade inständig zu den gallionsfiguren der mir bekannten weltreligionen, um den deutschen bundestag umzustimmen, mit einem schlag auszuradieren oder andere geeignete mittel an zu wenden, damit ich meinen 2003er diesel civic weiterhin im dienst des betreuten wohnens durch duisburg bewegen kann, um meinen aldiproseccokosum und meine cous cous- kochversuche fortzuführen. Kennst du andere Druckmittel? Alternativ würde ich in das mattschwarze monster investieren, hoffend, dass der tüv- mitarbeiter ohne 50cm- absätze nicht in der lage sein wird, die plakettenfarbe zu identifizieren. Solidarische Grüße. ..

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