Der Kardinal musste weg

Die überschreiten mit 80 die Papstwählbarkeitsgrenze und gehen dann manchmal in den Ruhestand. Der Kardinal Meißner tat es so am Hochfest der Geburt des Herren am 1. Weihnachtsfeiertag und die Entblößungsorgansitation Femen machte ihm eine kleine Freude indem sie eine kleine Darbietung zur Feier beisteuerte.

Das ist bei solchen Altherrenveranstaltungen durchaus üblich. Manche Mitleser können sich sicher noch an das Cin-Cin-Ballett anlässlich eines CDU Parteitages erinnern. Jedenfalls hat die Darbietung Herrn Meißner offensichtlich gefallen wie wir bei 2:30 sehen können. Allerdings muss er sich offiziell davon distanzieren. Klar.

Ich schweife dieses Mal nicht ab und bleibe beim Thema.

Natürlich haben gleich wieder alle möglichen Unwissenden eine Meinung zu dieser Aktion. Also bedarf einer messerscharfen Analyse. Der geneigte Leser möchte schließlich mitreden wollen.
Die junge Dame hatte sich mit „I am God“ beschriftet und gekleidet wie der Gekreuzigte. Nur untenrum. Ob sie vorher im Nagelstudio war ist nicht ersichtlich.
Dieses Vorgehen zeugt von großer Oberflächlichkeit. Entweder hätte sie sich mit „Ich bin Gott“ bemalen sollen oder das Gleich auf Russisch. Das dürfte schließlich die größte Zielgruppe sein. Auf die nähern Riot-Gründe möchte ich hier nicht eingehen. Die prüden angelsächsischen Sender dürften das eh nur mit gewaltigem Zensurbalken senden dürfen. Außerdem ist der Gekreuzigte nicht Gott sondern ein Teil der Trinität, jedenfalls für die Gäste auf Erden.
Jetzt schweife ich aber schon ab. Zurück.
Andererseits dachte ich mit Zwanzig auch noch ich wäre Gott und alle Anderen wüssten das. Also kann ich mir über diese Schriftsetzung keinen Reim machen. War bestimmt Kunst.
Während die Saaldiener die Dame hinausgeleiteten verpasst ihr ein Herr der Kategorie „Jawollrichtig!“ eine Ohrfeige. Dieser Herr saß in der Bankreihe 3. Die Darstellerin in Reihe 1. Wir können daraus schließen, dass die ersten Bankreihen immer von Leuten besetzt sind, die vom Tuten und Blasen keine Ahnung haben aber sich wichtig machen müssen. Deshalb sitzt hier auch immer die Prominenz und die Politik.

Ich fasse zusammen: Herrn Meißner wurde eine Freude gemacht. Gott ist nicht definierbar. Schreiben eine Kunst und die Deppen sitzen immer vorne.

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