Die Oper muss weg

Manchmal öfters bestimmt mehrmals im Jahr höre ich mir gerne wohlige Chöre, plärrende Männer und schreiende Frauen an. Wenn die Schreie ordentlich vorgebracht werden und von annehmbarer Musik untermalt sind ist das ein echter Hochgenuss. Dies ist normalerweise in der Oper gegeben. Heißt ja schließlich auch Hochkultur.
Nur ist die Frankfurter Oper leider vom Pech verfolgt: Sie heimst einen Preis nach dem anderen ein und ist dieses Jahr auch noch Company of the Year. Dazu kommt dass die in Festhallen erprobten, marodierenden Opernhäuser aus dem postsozialistischen Umfeld Deutschlands ihr mühseliges Unterfangen eingestellt haben und das Volk nun auch noch in dieses edle Haus drängt. Eine Katastrophe!
Hieß in den ersten Jahren dieses Jahrtausends noch vor der Vorstellung: „Kommen sie doch bitte herunter. Dann wäre wenigstens das Parkett besetzt“ muss man sich heute am ersten Vorverkaufstag bereits schwerbewaffnet in die Reihe stellen um noch halbwegs taugliche Plätze zu ergattern.
Tauglich heißt in Frankfurt: Für Normalgewachsenes Volk ohne Schmerzen zu besetzen. Leider gibt das die Opernleitung auch schon auf der Homepage zu:

„Außerdem sei auch darauf hingewiesen, dass die Beinfreiheit in den Rängen etwas geringer ausfällt als im Parkett. Besuchern mit einer Größe von mehr als 1,84 m werden unbedingt Randplätze empfohlen.“
Das etwas geringer sieht dann so aus:

Aschenputtel läßt grüßen.

Wenn der Abstand zu eng wird kürzt man mal einfach die Sitzfläche. Der preisgekrönte Architekt lebte bestimmt in der Annahme, dass die Beine dann ebenfalls verkürzen. Das führt natürlich auch dazu, dass die normalen Plätze von zwergwüchsigen Checkern occupiert sind.

Natürlich würde ein typischer Frankfurter nun denken: Drecksäck! Aber das ist klar einkalkuliert. Die besten Plätze für tragische Opern! Ich starb mit Floria Tosca.

Ich schweife ab

und mache Werbung.

Für Traumeel-Creme

Vielleicht sollte die Oper Frankfurt mit der Firma Heel kooperieren. Wenn die Checker merken dass es auf den kastrierten Plätzen etwas umsonst gibt sind die guten wieder frei.

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