Fakten müssen weg.

Jetzt schreiben wir schon im absoluten Anarchozirkus und schon kommen sie an: Lordstempelverwalter, Marienkäferpunktzähler und im Schlepptau die grafikgestützten Oberlehrer. Alle schreien FAKTEN! Die werden dann gemacht, geguckt, bewertet, verworfen, bewundert, zitiert und sind dann mausetot. Wertlos.
Da erfindet man doch bessere eine wirre Theorie und stellt sie mal so in Netz auf sie zitiert werde.

Die Geschichte der Weihnachtsbäckerei.
Es wird gegen Winter immer kälter. Mensch hat sich noch nicht an die Kälte gewöhnt. Aber das Brennholz/Kohle/alte Fusslappen sind teuer. Also braucht Frau – ja hier kommt das weibliche Element ins Spiel. Frau braucht erwiesenermaßen eine 5°C höhere Umgebungstemperatur als Mann. – einen Grund sich vor den Ofen zu setzen. Backen! Aber Normalbacken ist blöde weil da Frau noch etwas Anderes machen könnte. Beispielsweise den Mann aus dem Wirtshaus holen. So kam das findige Weibsvolk auf den glorreichen Gedanken Dinge, die klein genug sind so dass sie auf Sicht, und somit mit Aufsichtsperson in direkter Ofennähe, gebacken werden müssen zu erfinden: Plätzchen!
Weil das Weibsvolk ganz schlau war und Mann beschäftigt werden musste wurde die Ausstechform, das Model und das Teigeisen erfunden. So konnte Mann mit herrlich anzusehendem nacktem Oberkörper an der Esse stehen und schmieden. Frau will ja zeigen was sie für ein Modell in der Garage stehen hat.

Ich schweife ab.

Einen Nachteil hat diese Bäckerei: Mensch hangelt sich vom Zuckerschock zur Unterzuckerung und wieder zurück. Das führt zu gewissen Anlageformen, die Frau dazu bewegen könnten die Garagentüre zu schließen und Mann wieder ins Wirtshaus zu gehen.
Also muss etwas auf Sicht gebacken werden was nicht ganz so zuckrig ist.

Beispielsweise Magenfreundliche Grissini

Das Urrezept stammt von Lamiacucina und wurde von mir verschlimmbessert.

Zutaten:
+/- 230g 550er Weizenmehl. (Ich nehme fast nur noch das weil es „kerniger“ schmeckt.)
1 Teeflöffel Salz
1 kleiner Schwubbs Zucker
1 Gewürzmischung, gemörsert aus 4 Pimentkörnern, je einem halben Teelöffel Fenchel und Koriander
1 Tütchen Trockenhefe. (Geht genauso wie Frischhefe, man braucht im Verhältnis etwas mehr.)
80 g weiche Butter von glücklichen Kühen
ca 150 ml gut warmes Wasser
wenig braune Butter

Machen:
Das ganze Trockenzeugs in die Küchenmaschine mit Knethaken geben. Zur Durchmischung zwei Minuten Slow Motion.
Butter in kleinen Dosen hineinflöckchen. Tempo steigern.
Wasser langsam zugegben bis so ein recht weicher Teig entsteht – also keine um den Knethaken wandernde Kugel.
Der Küchenmaschine noch fünf Minuten zusehen wie sie auf Arbeitsplatte spazieren geht.
Derweil ein Gefäß mit brauner Butter auspinseln(notfalls Olivenöl)
Teig rein. Oben auch bepinseln. Tuch drüber und gut eine Stunde gehen lassen.
Ofen auf 190°C vorheizen (jedenfalls mein historischer Gasbrenner)
Teig auf auf einer gut bemehlten Unterlage auf ca. einen halben Zentimeter Dicke ausrollen. Sollte eine Bahn mit etwa 20 cm Breite geben.
Dann mit dem Pizzarad – Messer funzt nicht – so breit wie hoch Streifen, also ein halber Zentimeter schneiden.
Auf Blechbreite langziehen. (Idiotensicher!)
Ca. 15 Minuten auf Sicht backen.
Dann sollten diese leckeren Teile noch ein zwei Tage durchziehen.
Das überleben sie aber meist nicht.

Feierabend

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