Weihnachten muss weg

Kaum nähert sich die kommerziell vereinnamte Wintersonnenwende stehen die Krempelvermarkter auf der Matte um uns mit ihrem Tand zu erfreuen. Auf das wir ihn unseren ärgsten Feinden in Haus bringen.  So ist die Tageszeitung zu dieser Jahreszeit wohlumfänglich mit Hochglanzpapier befüllt. Ganz beliebt sind Prospekte einschlägig bekannter Elektroartikelvertreiber, Parfümerien und Kunststoff-in-Spielzeugformtandler. Wenn das auserkorene Volk gebildeter erscheint werden Kataloge mit Kulturgütern und Kulturreisen beigelegt. Das führt dazu, dass das bezahlte Lesegut den BMI der Briefkastennorm überschreitet und somit  nur in Streifen aus dem Briefkasten gezogen werden kann.

Das Ganze erinnert etwas an eine Olympia- oder FußballWMbewerbung: Wenn wir eure Landschaft für 14 Tage Kapitaltransfer in die Schweiz verwüsten dürfen kriegt ihr auch eine Umgehungsstraße und einen neuen Omnibus.

Ich schweife ab.

Gestern war ich wieder mal im Tegut in der Friedberger Landstraße, bekannterweise der Markt mit der größten Idiotendichte Deutschlands. Sie hatten dieses Mal eine tolle Idee. Mal soll ein/zwei Artikel mehr kaufen. Diese sollten sie der Organisation Rotaract-Frankfurt spenden auf das diese das Gut der Tafel Frankfurt spenden. Die Idioten taten das auch reichlich. Als ich nach meinem Einkauf durch das Jungexzellenzcluster von Rotary Frankfurt spießruten lief kam natürlich eine Anfrage diesbezüglich.
„Sie verzögern mit diesen Maßnahmen die Revolution.“
„Uns geht es doch gut.“
„Warum sammeln sie dann Lebensmittel für Bedürftige?“
Und ging von dannen.

Mann muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen:
Da sammelt das wohlerzogene Jungvolk Lebensmittel für eine Tafel und läßt sie sich diese von Normalverdienern bezahlen. Dabei sind die Lebensmittel für die Tafel bereits von den Lebensmittelhändlern einkalkuliert. Es ist, wir erinnern uns, die unverkäufliche Ware.
Damit bedürftigen Menschen nur zu Weihnachten eine Freude machen zu wollen und gleichzeitig für prekäre Arbeistverhältnisse zu sorgen – ich gehe davon aus, dass die Rotarykiddies eher nicht bei den Linken, christlichen oder karitativen Organisationen  zu finden sind – ist zynisch!
Dann sind diese Weicheier auch noch in einem Markt im wohlhabenderen Bornheim zu Gange. Wären Eier in der Hose hätten sie diese Aktion bei Lidl im Gallus gestartet.

Und was schenke ich nun meinem Feind, diesem ekelhaften Kotzbrocken von Chef usw. zu Weihnachten?
Bilder!
Die müssen sie immer aufhängen wenn ich zu Besuch komme.

 

 

 

 

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5 Gedanken zu “Weihnachten muss weg

  1. Weihnachten muss weg, keine Frage!

    Aber zeurst einmal müssen die Glückwünsche her!
    Alles Gute zum Geburtstag, lieber HKF!
    Hab nicht vergessen: gleicher Tag wie die frischgebackene Schweizerin.

  2. Ich habe mich schon gewundert, was die Oma und das Kind von mir wollten, die mich heute in einem Wiesbadener Realmarkt anzuquatschen versuchten. Ich hatte das abgewimmelt weil ich Leuten die am Eingang von Supermärkten campieren nie den Eindruck geben möchte ihre Lebenszeit nicht zu verschwenden, weil ihnen jemand zuhört. Normalerweise sind das aber arme Schweine die irgendeine Handykacke verhökern oder für den Adac anschaffen. Omas mit Kind kenne ich auch eher aus dem Frankfurter Bahnhofsviertel von den Roma, die sich da mehr schlecht als recht mit Betteln durchschlagen müssen.

    Im Nachhinein betrachtet hätte ich mir das anhören sollen, nur um mal auszuloten mit welcher hirnerweichenden Masche die ein schulpflichtiges Kind dazu bringen da um 15 Uhr rumzulungern. Ein kleiner Realitätscheck mag in dem Alter ja noch was bewirken und der törichten Idee Abhilfe schaffen, das wäre eine Maßnahme zur Bekämpfung der Ungerichtigkeit in unserer Gesellschaft, um Menschen durchs Schenken zum nachdenken anzuregen oder den beschenkten Tafelopfern eine kleine weihnachtliche Freude zu machen etc. …

    Was mich dabei wirklich ankotzt: das Kind das in Frankfurt von seiner eigenen Großmutter in Sichtweite zum betteln geschickt würde, dem würden angewiderte Passanten mit dem üblichen rassischten Tamtam gleich die Polizei auf den Hals hetzen. Ausbeutung von Kindern in verwahrlosten Verbrechergroßfamilien aus Transsilvanien und so. Wenn es aber anstatt zum Überleben das Familieneinkommen abzusichern stattdessen darum geht, dass ein Kind für reine Blödelei indoktriniert wird, dann ist das die reinste Nächstenliebe und der Supermarkt verzichtet gar auf die übliche Platzmiete.

    • Da muss ich dir leider etwas widersprechen. In Frankfurt, die ich für toleranteste Stadt Deutschland halte, könnte da zum Betteln schicken wer will, es würde keinen stören. Die aktuell gar so verfemten Roma hatten eine leidliche Unterbringung im Occuypy-Camp. Der Stadtregierung unter Markus Frank (CDU) war das allerdings ein Räumungsgrund.
      Der Grund meines Postings war ein Anderer: Mich regt diese Heuchelei der Rotaryjungend auf. Wenn es sich bei diesen Personen wirklich um die „Exzellenz“ oder „Elite“ handelte sollten sie Wege finden, die ein Leben auf Almosenbasis obsolet macht und nicht Leuten Waren aus den Taschen tricksen.
      Nicht mehr und nicht weniger.

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