Die Kürbisse müssen weg

Dumm gelaufen dieses Jahr. Die ganzen Gemüsekistenkooperativen haben nur noch Kürbis in der Kiste. Das gute Grün- und Buntzeugs ist wegen des lausigen Frühjahrs und nachtkalten Frühsommers nichts geworden. Also wird alles verkürbist was nicht bei Drei auf den Bäumen ist und dazu wird diese warnfarbene Beere auch noch schöngeredet, leider auch geschmacklich.
„Das ist ein Hokkaido, da kann man die Schale mitessen.“
„Ich will weder diese orangene Masse, noch deren brettharte Umhüllung essen.“
„Der schmeckt schön nussig.“
„Nüsse auch“
„Er ist sehr gesund und hat nur wenige Kalorien.“
„Derartige Gesundheitsthesen sind immer für die Füße und die reingekippte Sahne holt den Brennwert locker wieder rein.“
„Du magst wohl keine Kürbisse?
„Krieg auch nicht.“
„Was haben den Kürbisse mit Krieg zu tun?“
„Alles! Ein paar Beispiele gefällig? Die ursprüngliche Verwendung bestand darin die Dinger auszuhöhlen, schreckliche Fratzen rein zu schnitzen und nachts durch eine Kerze erhellen lassen. Das sollte den Feind abschrecken.“
„Ach, wie süß. Du meist Halloween. Da fordern die goldig verkleideten Kinder Süßes ein.“
„Ja, der Feind hat gewonnen.“
„Außerdem kann man sie aus dem ersten Stock auf Passanten werfen.“
„Du bist aber brutal“
„Krieg halt. Max Goldt hat übrigens in seinem epochalen Meisterwerk „Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau“ die einzig mögliche Verwendung für Kürbisse beschrieben: Man soll durch Gummistiefel geschützt auf den Kürbisacker in diese Früchte springen. Das Knackschmatzgeräusch wäre atemberaubend.“
„Iiiih!“
„Krieg ist halt nichts für Weicheier!“

Ich schweife ab.

Wenn man nun keine selbstverplichtete Curcubidaschwemme hat empfiehlt sich kühlere Herbsttage eine Creme Parmentier.

300 Gramm Poree, das Weiße.
300 Gramm Kartoffeln, die festkochenden. Vom Bauer!
200 ml Sahne, die 33%ige und nicht so ein Sahnezumkochenscheißendreck
1 Zwiebel oder 2 Schalotten
30 Gramm Butter, anständige
1 l Gemüsebrühe.
Salz, Pfeffer, Muskatnuss.

Zwiebeln atomisieren und in der Butter glasig werden lassen.
Porree dazu. Ständig rühren.
Kartoffeln dazu. Rühren!!
Mit Brühe aufgießen. Aufkochen lassen; dann eine1/2 Stunde ziehen lassen.
Pürieren – ob im Mixer oder Pürierstab ist egal.
Durch ein Sieb streichen.
Sahne dazu.
Nachwürzen – fertig.

Dazu gibt es:
Weißbrotcroutons
1 Semmel in kliene Würfel schnipseln, in 1El Olivenöl herumrühren, Rosmarin schadet nicht -salzen.
und/oder
2-3 getrocknete Tomaten atomisieren und als Garnitur verwenden.

Und wo ist der Speck?

Den gibt es heute nicht weil Banksy so ein hinreißendes Esst-weniger-Fleisch-Video gedreht hat:

Außerdem passt er nicht.

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