Katzenkratzbäume müssen weg.

Gestern lese ich, dass Kinderbücher – auch solch geniale von Otfried Preußler – verneusprecht werden. 4/5 Big Brother hätten wir schon heißt es. Da fragt man sich wie es dazu kommen konnte.
Jetzt kommt wahrscheinlich Nineeleven; reingefallen war es nicht.

Es war die Industrie, genauer deren Hauskatzenbarfsweckung.
Ich möchte mal mit der guten alten Zeit beginnen. Wenn man in früheren Jahren eine, oder besser mehrere Katzen benötigte reichte es vollkommen aus morgens und abends eine Schale mit verdünnter Milch und Brotresten vor die Türe zu stellen. Es dauerte nicht allzu lange dann waren die Tiere da. Sie hießen entweder Mienz oder Minka. Das war so ganz praktisch weil die Schnurrer regelmäßig überfahren wurden und so war es nicht ganz so persönlich. Die sieben Leben einer Katze bedeuten ja auch, dass so ein Tier sechsmal die Straße gefahrlos überqueren kann.
Dann kam die Industrie mit dem Argument: Die Katzen fressen die lieben Vögelchen. Da konnten schon mal Glöckchen verkauft werden. Dann hieß es die Katzen vermehren sich zu stark. Also hat man den Kater kastrieren lassen. (vgl. Der dressierte Mann von Esther Villar). Der wurde dann schön fett und wurde morgens auf die Fensterbank gelegt wo er anfing zu schnurren und abends gab es dann Happi und AA in Nachbars Garten. Durch diese Maßnahme gab es die erste Katzenverknappung. Die ersten Leute fingen an die Tiere im Tierheim zu holen oder gar zu kaufen. Somit hatte die Katze einen Wert. Der Wert musste erhalten werden. Durch Tierarzbesuche, teures Futter und Netze, auf das das teure Stück nicht zum Milchtellerchen rennt. Dafür bekam die Katze dann einen Kratzbaum, damit sie aus dem Fenster gucken kann.

Der perfekte Humangulag

Und schon haben wir die perfekte Selbstvergulagung

Dann kamen natürlich gleich wieder Verschwörungstheoretiker, die sagten dass Katzen geborene Diktatoren seien und gründeten eine „politisch korrekte“ Webseite mit dem Titel „Catsthatlooklikehitler“. Was natürlich ein Schmarrn ist es gibt ja auch keine Stalin- oder Maokatzensite. Bestimmt steckt hier auch wieder dieser Broder dahinter.
Ich schweife ab. Back to the Birds: Und die lieben Vögelchen? Erst kamen die Amseln und dann die Raben.

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