Der Luftballon ist weg

Meine Güte,
das war ja fast ein Vorweihnachtsterror. Sie wissen ja: Nur noch Happymusic im Radio – so wie damals auf der Transitstrecke. Ständig dieses Besoffen machende Glockenspiel-Blimmblammblomm bei genau Tempo 100. Verquerte, pappsüße Texte, die wohl einen Hintersinn haben sollen den keiner versteht. Auch die Stasi, vulgo freiwillige Selbstkontrolle, nicht.
Auf halber Strecke sehnt Mensch sich nach einem Ende des Terrors. Möge nur die Gallenkolik, der Avus recht bald über uns kommen und die Züge wieder fahren um uns zu erlösen. Hauptsache die bucklige Verwandschaft ist bald aus dem Haus, die Verspätungen sind wieder pünktlich und man kann noch mal kurz Gas geben.

Und was hast du am 9. November so gemacht?

1918 habe ich die Republik ausgerufen.
1923 bin ich auf die Feldherrenhalle marschiert.
1938 habe ich Fensterscheiben eingeworfen und dem Rebbe seinen Stuhl mitgehen lassen.
1974 bin ich in der Justizvollzugsanstalt Wittlich verhungert.
1989 war ich in der Sauna und habe dann in einer Mietswohnung im ersten Stock eine Dose Bier getrunken.
2001 beschließe ich das Anti-Terror-Gesetz
2007 verabschiede ich das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung.
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Ich schweife um
und gehe zu den bedeutenden Feierlichkeiten auf der Fanmeile.

Der letzte Satz in Nenas 99 Luftballons lautet: “Und ich lasse einen fliegen.”
Oder wie der Hesse sagt Ferz und Feuerstein.
(Brennbare Gase in Verbindung mit Funkenflug führen zu Verpuffungen.)

Die Brühe muss weg

Von wegen Junkfraß aus der Industriehölle, wie der KN so treffend vermülltonnt. Wir kochen Brühe. Aus Karkassen von Fisch, Viech, Strunk und Vogel. Packen das bloggergerecht in fotogene Stöpselflaschen. Literweise und stellen das in den Kühlschrank wo es ungefähr nach drei Tagen wunderbare Pilzkulturen bildet. Homegrown Penicillum oder andere Geschöpfe der Gattung  Funghi imperfecti - im besten Falle.  Die andere Alternative lautet Tiefkühler wo sie fälschlich beschriftet spätestens nach der nächsten Freezer-Inventur in der Tonne landet.
Es erschallt der Ruf: “Wir machen das alles ordentlich…”
Erzählt mir nichts vom Leben!

Wie kommt’s?
Es ist eine klammheimliche Vermarktungsstrategie dieser vermaledeiten Fernsehköche. Diesen Tomatenmarkverklumpern, Hühnerbrustsolisten und Röstaromaköhlern.
Kaum haben sie ihr Normfleischteil fertig kommen sie um die Ecke: “Und jetzt gießen wir mit Brühe auf.”
Wenn es einen gerechten Gott gäbe würde spätestens zu diesem Zeitpunkt ein Blitz aus der Mikrowelle fahren und diesen Frevler und Häretiker dahinstrecken. Denn kaum irrt der Suchende aus “Versehen” ins Tütensuppen- und Brüheregal des Verzehrgutdealers grinsen einem diese einsternigen Hackfressen entgegen und die Botschaft lautet: “Lecker Brühe wie von der Fernsehküche”

Ich schweife ein

und wir machen unsere Tütensuppe selbst. Geht ganz einfach und dauert auch nicht viel länger als so ein Tütchen aufzureißen.

Wir benötigen:

Gewürztüte

Getrocknetes Suppengemüse. Gibt es beim Gewürzhändler.
Piment und Pfeffer
.
Das Gemüse kommt in den Mixer. (Zerkleinert gibt es schneller Geschmack an die Brühe ab)
Die Hälfte wir mit dem angeknackten Piment, ggf Pfeffer kurz in der Pfanne angeröstet. (Schmeckt dann nicht so Sellerieartig)
Das Alles kommt dann ins Schraubglas und hält 3000 Jahre. (Das ist die Basis. Ich mache diese ohne Salz – dann klumpt sie nicht)

Shitakentüte

Shiitakepilze. Unbedingt getrocknet! Gibt es beim Asiaten.

Lorbeerblatt, Pfeffer, Salz, Zwiebel und Zeug nach Wahl(Knoblauch, Chili, Vanille, Bohnenkraut, Thymian, Majoran etc.)

Machen:

Die Shiitakepilze(fünf kleine oder drei Große, die bringen Geschmacksdichte) in einem Liter Wasser aufsetzen, Derweil die Zwiebel halbieren und etwas in der Pfanne anschwitzen – die Schnittflächen keinesfalls bräunen – sonst wird es bitter. (Zwiebelschalen bringen Farbe) Ins Kochwasser werfen. Dazu noch ein paar angeknackte Pfefferkörner; Lorbeerblatt und gut fünf Esslöffel dryfreezed Suppengemüse und Zeug nach Wahl (je nach dem in welche Richtung die Brühe geschmacklich gehen soll = Probieren!) geben. Gut 20 Minuten simmern lassen.

Den ganzen Kram durch ein windelbewährtes Küchensieb schütten. (Kräutersäckchen braucht kein Mensch)

würzrest
(Das ist ganz wichtig. Ohne Einlage-die Zahnzwischenräume danken es.)

Schon haben wir eine Brühe. Wenn sie etwas seltsam süß schmeckt ist es genau richtig.
Denn erst jetzt wir gesalzen. Wir salzen uns heran bis es schmeckt. Ein echtes Wunder!
Übungssache. Funktioniert aber. (Ganz spannend ist die Tatsache, dass man erst hier merkt wie viel Salz in so einer Tüte steckt – es aber nicht braucht.)

Wenn man dann noch gerne eine Minestrone hätte. Bitte sehr:

Ein Griff in den Tiefkühler wo sich rein zufälligerweise ein Pack “Gemüse Mix italienische Küche” befindet, Diese tiefgefrorene Zeug wird kurz in der Pfanne mit Puderzucker(gerne auch mit Vanilie) karamelisiert und kommt dann in die Brühe. Ein Sprutz fruchtiges Olivenöl, ein paar geviertelte Cocktailtomaten dazu und schon haben wir etwas Veganes.

Minestronentüte

Ganz toll schmeckt das mit einem Klacks Saurer Sahne. Schon haben wir etwas Vegetarisches.

…..

Das Salz muss weg

sagt der evidenzbasierte Gesundheitsexperte der SPD Karl Lauterbach aus salzloser Überzeugung auch wenn ihm dabei die Stimme durchrutscht. Ja, die Welt ist böse und wir müssen alle sterben, besonders die Grillfleischvertilger, Vollkornbrotschmauser, Sahnewupper und Gemüseröster.

Aber wie sagte schon der andere Karl namens Schmidt, man möge beachten ein dt-Schmidt und somit protestantisch schuldbeladen, so treffend: “Denk an die Elektrolyte!” und machte den Lauterbachabgang.

Dieser Evidenzstudie hat sich auch mein Lieblingsmoderator in Sachen Lebensmittel, Udo Pollmer, angenommen und festgestellt, dass diese auch gut in einen Verschwörungstheoriethread passen könnte.
Darauf einen Leckstein mit Apfelgeruch.

Und schweife um.

Ja, manchmal. Manchmal. Nein viel zu oft fällt Mensch auf so einen Kram rein und kauft lauterbachisch. Nein, schon etwas nordendgrüner. Less Salt nicht No Salt.

Ein echtes Dauerlebensmittel.
Richtig: Pfeffer, Honig, Joghurt(setzen 6!) und Sojasoße werden nie schlecht. Dauerlebensmittel halt.
Meine Literflasche Sojasoße von 1978 war endlich endlich und ich kaufte die korrekt designete Flasche, allerdings mit grünem Kopf. Das hätte mich stutzig machen müssen, das Grüne. Schließlich habe ich auch immer einen roten Kopf.

Jetzt habe ich ein B-Labor auf dem Gewürzregal. Aber wenn es groß und stark ist kommt es in einen sakrosankten Behälter und hat heilsame Wirkungen wenn man daran glaubt.

St. Urrgs

Jetzt glaubt mal. Ich brauche Geld!

Der Staat muss weg

Als ob es nicht schon jeder längst geahnt hätte. Deutschlands Brücken sind nicht mehr sicher. Die Gleise sind derart verrottet, dass eine Zeitersparnis von 7 Minuten die Stuttgart21 auf der Magistrale für Europa(!) Paris-Bratislava bringen soll schon hundertmal verhackstückt sind.
Die Bundeswehr befindet sich in einem Zustand der dem der nationalen Volksarmee der untergegangen DDR in Nichts nachsteht. Nur waren die Soldaten der NVA fitter weil sie nicht die abgelaufenen EU-Reserven, die mit Geschmacksverstärkern gepimpt sind, essen mussten.
Merkel kann nicht mal mit Messer und Gabel essen und die abgehalfterten Politer werden bei zweifelhaften Organisationen untergebracht.

Ich schweife ab

und bringe ein Symbolbild

Der Abriss ist die ehemalige Oberfinanzdirektion, geschützt/getäuscht wird die Bevölkerung durch Import-/Exportbehältnisse und auf dem Gelände entsteht dann hochsubventioniert der Neubau einer Frankfurt School of Finance.

Noch Fragen?

Der Stolperstein ist weg

So ist das nun mal mit dem Deutsch sein. Vergangenheit.
Entweder wird damit umgegangen oder ist Spielball der Interessen. Ich gehe lieber damit um und gucke bei Antinazidemos auch mal einem Bereitschaftspolizisten, der das Urteil eines einfach gestrickten Richters verteidigen muss, böse/entschlossen an. Das kann auch mal einen Sonntag dauern. Ist auch lustiger als sich das Entscheidungsfindungsgefasel eines einfach gestrickten Richters auf dem Golfplatz anhören zu müssen.
Besonders gut finde es wenn so eine Unfassbarkeit wie die Shoa eine Fassung bekommt. Ich meine jetzt nicht diese zementtote Bertroffenheitsorgie dieser Möchtegernjüdin Lea Rosh. Das ist ein normales Denkmal: Leute hocken sich drauf, essen dort ihre Stulle und pinkeln nachts an den Sockel.
Ich meine die Stolpersteine des Herrn Demnik. Das Grauen war überall. Ist.

Und so schlurrt der Verfasser am Untermainkai entlang und entdeckt bei Hausnummer 30 eine Plombe.

Bei sowas werde ich zum Blockwart. Echt. Diese Bappsäck wollen die Vergangenheit nicht vor der Haustüre haben. Recherche ist nötig. Wer. Was. Wann.
Und siehe es wurde ein Stein verlegt: Am Untermaikai 20
(Steinschneider, Adolf Moritz,20.6.1894 Untermainkai 20 interniert Vichy-Frankreich, 11.6.1944, gestorben 15.10.2004)
Und da ist er auch:

Ob die sich wohl bei der Verlegung in der Hausnummer geirrt haben?

Ich schweife ab.

Die armen Menschen wurden damals auch durch Kennzeichnungen, die sie offen zu tragen hatten gepiesackt. Gelbe Sterne, rosa Dreiecke……

Die letzte Kennzeichnung in Deutschland war der Säuferbalken im Führerschein. Vom Verfassungsgericht abgeschafft.
Doch jetzt denken Politiker über eine Markierung in Pässen nach: Wer in die Ecke von Dschihadistan verreisen möchte bekommt eine Markierung in den Pass. Zwecks der Fahndung. Passt gerade zu gut. Keiner mag die IS. Ich auch nicht.

Aber warum höre ich keine Empörung von NSA-geproofter und empörter Seite? Nix!
Also wird demnächst mein Pass folgende Markierungen enthalten: Wählt seltsame Gruppierungen, trinkt Apfelwein pur, kann Handkäse machen, überzieht den TÜV mehr als ein halbes Jahr und geht gerne zu Fuß.

Ich habe ein Problem.