Das Salz muss weg

sagt der evidenzbasierte Gesundheitsexperte der SPD Karl Lauterbach aus salzloser Überzeugung auch wenn ihm dabei die Stimme durchrutscht. Ja, die Welt ist böse und wir müssen alle sterben, besonders die Grillfleischvertilger, Vollkornbrotschmauser, Sahnewupper und Gemüseröster.

Aber wie sagte schon der andere Karl namens Schmidt, man möge beachten ein dt-Schmidt und somit protestantisch schuldbeladen, so treffend: “Denk an die Elektrolyte!” und machte den Lauterbachabgang.

Dieser Evidenzstudie hat sich auch mein Lieblingsmoderator in Sachen Lebensmittel, Udo Pollmer, angenommen und festgestellt, dass diese auch gut in einen Verschwörungstheoriethread passen könnte.
Darauf einen Leckstein mit Apfelgeruch.

Und schweife um.

Ja, manchmal. Manchmal. Nein viel zu oft fällt Mensch auf so einen Kram rein und kauft lauterbachisch. Nein, schon etwas nordendgrüner. Less Salt nicht No Salt.

Ein echtes Dauerlebensmittel.
Richtig: Pfeffer, Honig, Joghurt(setzen 6!) und Sojasoße werden nie schlecht. Dauerlebensmittel halt.
Meine Literflasche Sojasoße von 1978 war endlich endlich und ich kaufte die korrekt designete Flasche, allerdings mit grünem Kopf. Das hätte mich stutzig machen müssen, das Grüne. Schließlich habe ich auch immer einen roten Kopf.

Jetzt habe ich ein B-Labor auf dem Gewürzregal. Aber wenn es groß und stark ist kommt es in einen sakrosankten Behälter und hat heilsame Wirkungen wenn man daran glaubt.

St. Urrgs

Jetzt glaubt mal. Ich brauche Geld!

Der Staat muss weg

Als ob es nicht schon jeder längst geahnt hätte. Deutschlands Brücken sind nicht mehr sicher. Die Gleise sind derart verrottet, dass eine Zeitersparnis von 7 Minuten die Stuttgart21 auf der Magistrale für Europa(!) Paris-Bratislava bringen soll schon hundertmal verhackstückt sind.
Die Bundeswehr befindet sich in einem Zustand der dem der nationalen Volksarmee der untergegangen DDR in Nichts nachsteht. Nur waren die Soldaten der NVA fitter weil sie nicht die abgelaufenen EU-Reserven, die mit Geschmacksverstärkern gepimpt sind, essen mussten.
Merkel kann nicht mal mit Messer und Gabel essen und die abgehalfterten Politer werden bei zweifelhaften Organisationen untergebracht.

Ich schweife ab

und bringe ein Symbolbild

Der Abriss ist die ehemalige Oberfinanzdirektion, geschützt/getäuscht wird die Bevölkerung durch Import-/Exportbehältnisse und auf dem Gelände entsteht dann hochsubventioniert der Neubau einer Frankfurt School of Finance.

Noch Fragen?

Der Stolperstein ist weg

So ist das nun mal mit dem Deutsch sein. Vergangenheit.
Entweder wird damit umgegangen oder ist Spielball der Interessen. Ich gehe lieber damit um und gucke bei Antinazidemos auch mal einem Bereitschaftspolizisten, der das Urteil eines einfach gestrickten Richters verteidigen muss, böse/entschlossen an. Das kann auch mal einen Sonntag dauern. Ist auch lustiger als sich das Entscheidungsfindungsgefasel eines einfach gestrickten Richters auf dem Golfplatz anhören zu müssen.
Besonders gut finde es wenn so eine Unfassbarkeit wie die Shoa eine Fassung bekommt. Ich meine jetzt nicht diese zementtote Bertroffenheitsorgie dieser Möchtegernjüdin Lea Rosh. Das ist ein normales Denkmal: Leute hocken sich drauf, essen dort ihre Stulle und pinkeln nachts an den Sockel.
Ich meine die Stolpersteine des Herrn Demnik. Das Grauen war überall. Ist.

Und so schlurrt der Verfasser am Untermainkai entlang und entdeckt bei Hausnummer 30 eine Plombe.

Bei sowas werde ich zum Blockwart. Echt. Diese Bappsäck wollen die Vergangenheit nicht vor der Haustüre haben. Recherche ist nötig. Wer. Was. Wann.
Und siehe es wurde ein Stein verlegt: Am Untermaikai 20
(Steinschneider, Adolf Moritz,20.6.1894 Untermainkai 20 interniert Vichy-Frankreich, 11.6.1944, gestorben 15.10.2004)
Und da ist er auch:

Ob die sich wohl bei der Verlegung in der Hausnummer geirrt haben?

Ich schweife ab.

Die armen Menschen wurden damals auch durch Kennzeichnungen, die sie offen zu tragen hatten gepiesackt. Gelbe Sterne, rosa Dreiecke……

Die letzte Kennzeichnung in Deutschland war der Säuferbalken im Führerschein. Vom Verfassungsgericht abgeschafft.
Doch jetzt denken Politiker über eine Markierung in Pässen nach: Wer in die Ecke von Dschihadistan verreisen möchte bekommt eine Markierung in den Pass. Zwecks der Fahndung. Passt gerade zu gut. Keiner mag die IS. Ich auch nicht.

Aber warum höre ich keine Empörung von NSA-geproofter und empörter Seite? Nix!
Also wird demnächst mein Pass folgende Markierungen enthalten: Wählt seltsame Gruppierungen, trinkt Apfelwein pur, kann Handkäse machen, überzieht den TÜV mehr als ein halbes Jahr und geht gerne zu Fuß.

Ich habe ein Problem.

Das Handy muss weg

Ja, ich habe einen Vertrag. So einen mit alle zwei Jahre ein neues Handy der Schusterklasse. Als geiziger Schuster habe noch 51,-€ draufgelegt und ein Outdoorhandy gekauft auf dass es vier Jahre halte. Das hielt, hatte aber nach zwei Jahren und drei Monaten ein neues Hobby – Speicherkarten grillen.
Ich kam mir vor wie diese Amalia Bibliothek nach einem Hackerkongress. Jetzt bin ich stolzer Besitzer eines Interimshandys vom Teufel selbst: Motorola E eine Google Einverleibung. Ohne Taschenlampe und ohne Autofokus. Dafür geht beim Abheben immer der Lautsprecher an. Mit automatischem Echogenerator. Ich klinge jetzt wie Helene Fischer im Stimmbruch und die Gesprächspartner sind Bänder. Sie sagen immer: “Du Chef? Will Audo kaufe.”

Hier das Hochglanzexemplar aus 30 Verpixelungen: Foodporn mit Kondom.

Photoshop weigerte standhaft sich dieses Bild zu bearbeiten

Ich schweife ab.

Das Verpixelte stellt einen Handkässtrudel dar. Als Beutehesse und eingeplackter Frankfurter wollte ich ein Gericht zu Ehren der größten aller Fernsehsendungen machen: Dem blauen Bock*1. Die Herausforderung bestand darin den drei Protagonisten kulinarischen Raum zu verschaffen.
Bei Heinz Schenk war das ganz einfach: Der sieht schon aus wie eine mit Handkäs überbackene Kartoffel. Im Bild rechts.
Lia Wöhr musste als Opernregisseurin und Produzentin natürlich der Teig sein, der alles zusammenhält. Einzige Frau im Bild.
Reginald “Reno” Nonsens. Ein verkanntes Kabarettgenie, Kommunist und auch sonst ganz fit. Für den habe ich die Tunke gemixt.

Augsburger Allgemeine

Rezept

500 Gramm festkochende Kartoffeln in maximal 1cm große Würfel schneiden.
5 Minuten in Salzwasser mit etwas Curcuma kochen. Ausdampfen lassen.
1 Handkäs, nicht zu durch, atomisieren und in Kümmenschnaps/gemahlenem Kümmel marinieren.
4 Lauchziebeln in Rädchen schneiden.
Das Ganze mit einem kleinen Becher Schmand, Salz und ordentlich weißem Pfeffer verrühren*2.
Filoteig beim Türken holen und doppellagig mit flüssiger Butter anfeuchten.
Handkäs/Kartoffelmasse auf dem Teig verteilen und einrollen.
30 Minuten bei 200°C backen.

Hochgefährliche Tunke:
2 rote Gemüsepaprika schälen und pürieren. In ein Tuch packen und Wasser ausdrücken. Leicht salzen.
1 Teelöffel Honig
1 Teelöffel Essig
1 Teelöffel Tomatemark
und eine atomisierte halbe Pepperoni glattrühren.

Warm mit einem Klecks Nonsens servieren.
Wer gerne aufwärmt wir bei dieser Speise feststellen, dass die Mikrowelle dafür nicht taugt.

*1 Die beste Fernsehserie der Welt war natürlich “Acht Stunden sind kein Tag” von Rainer Werner Fassbinder.
*2 Unbedingt verrühren. Im Mixer wird Schmand zur Brühe.

Die Rentner müssen weg

Kennen Sie die Patisserie Jean im schönen Metz?
Nein?
Dann will ich sie einmal beschreiben. Es ist eine sehr kleine und sehr feine Patisserie und Boulangerie am Rande des Exerzierplatzes von Metz. Ein kleines Café mit einigen Zweiertischchen befindet sich im Nebenraum. Sinnigerweise befindet sich am Rande dieses ehemaligen Exerzierplatzes auch noch die Kathedrale der Stadt. Das erweist sich mittlerweile als Fluch.
Der Fluch des Tourismus und jetzt auch noch des Weltkriegstourismus. Busseweise werden 14/18 Begutachter, alle mit der Gnade der späten Geburt stigmatisiert, ausgeworfen. Kurzes Blabla durch den Fremdenführer, dann zwei Stunden Freigang Invasion. Die Testosteron bedingte Aggression ist einem Prostata gesteuerten Harndrang und bei den weiblichen Truppen einer gewissen Inkontinenz gewichen. Das Ergebnis ist das Gleiche: Die Patisserie Jean verfügt über Toiletten und ist somit zum strategischen Ziel erkoren.
Die Aufklärer bereiten die Offensive vor. Ein paar Leute drängen in den Verkaufsraum, sondieren die Platzverhältnisse, das Feld. Darauf erfolgt die erste Angriffswelle. Zehn Recken in Volltouristausstattung versuchen das Café für die Hauptstreitmacht zu blockieren.
Plötzlich tritt die Verteidigung in Person von Madame Jean in Erscheinung. Dieses zierliche Persönchen schiebt löwinnengleich zwei Poller nebst Absperrband vor die erhoffte Kolonie, ruft “Bon! Bon!” und deutet auf die Auslagen. Erst kaufen, bezahlen und dann Genießen.
Die Verteidigungslinie steht.
Die Streitmacht zieht sich vorerst zurück.
Die Demagogen treten auf den Plan.
Die Auslagen werden beschlechtachtet:
“Jedes Stückchen über drei Euro?”
“Guck mal wie klein die sind!”
“Zu teuer!”
“Da kriegt man bei Aldi eine tiefgekühlte Torte für das Geld!”
Die Demagogie lautet demzufolge: Kein echter Markt, unhöflich und außerdem.
Die Analyse lautet: Aldi hat keine Toiletten.

Es ist wie es immer ist. Während die Demagogen die Aufmerksamkeit auf sich zogen hat eine Invasorin klammheimlich eine Tasse Moyen creme erworben und einen Brückenkopf gebildet. Die zweite Angriffswelle beginnt zu laufen. “Das ist meine Frau”. “Kommt her, ich habe Platz reserviert.” Den vermeintlichen Ehemann gelingt es durchzudringen und die wichtige Anhöhe “Monsieurs” zu nehmen. Beim Versuch im Feldlager seiner vermeintlichen Frau zu landen wird er von den Augenlasern von Madame Jean geröstet und fällt als rauchendes Aschehäufchen zu Boden.

Madame Jean hat diese Schlacht geschlagen. Der Krieg geht weiter. Überall. Überall mit den gleichen Mitteln. Seit wach.

Ich schweife ab.

Ich kann diese Patisserie nur wärmstens empfehlen. Nur beste Qualitäten. Beste Butter. Beste Aromen.
Und nehmen Sie sich ein Pain au levain mit. Es straft alle Lügen, die sagen dass es gutes Brot nur in Deutschland zu kaufen gibt.